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Prignitz Muhammad Ali-Preis für einen Kämpfer
Lokales Prignitz Muhammad Ali-Preis für einen Kämpfer
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00:21 17.11.2017
Freude über den Muhammad-Ali-Preis der Deutschen Parkinson-Hilfe bei Ingo Jeschke (Mitte), Ronald Thiel (l.) und Adrian Zechser. Quelle: Andreas König
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Sadenbeck/Potsdam

Ingo Jeschke wurde immer unruhiger, als Unternehmer Stephan Goericke die Laudatio für den Muhammad-Ali-Preis hielt. Der festliche Rahmen war die Tulip-Gala der Deutschen Parkinson-Hilfe, die Prominenz zahlreich. Zu den Gästen zählten Howard Carpendale, das Model Franziska Knuppe und Kanute Sebastian Brendel.

Als der Laudator dann immer mehr Details nannte, die zu Ingo Jeschkes Biografie passten, wurde es ihm schlagartig klar: „Mensch, er redet von mir“, raunte er seiner Frau Carola zu. Damit lag der 54-Jährige aus Sadenbeck völlig richtig. „Mir kamen die Tränen, ich habe geheult wie ein Schlosshund“, berichtet Ingo Jeschke. Der nach dem als größter Boxer aller Zeiten geltenden Muhammad Ali benannte Preis will „Betroffene ehren, die sich nicht unterkriegen lassen und sich trotz ihrer Krankheit auch noch für andere einsetzen“, begründete Stephan Goericke. Das ist im Fall von Ingo Jeschke fast untertrieben. Der Vorsitzende der Selbsthilfegruppe Parkinson Sadenbeck und Vorsitzender des Kreis-Behindertenbeirates ist ständig auf der Suche nach Möglichkeiten, Menschen und Vereinen zu helfen, die sich ehrenamtlich für andere engagieren.

Es hat den Richtigen getroffen

Genau weiß er es selbst nicht, aber im Lauf der vergangenen zehn Jahre hat er weit mehr als eine halbe Million Euro an Förder- und Spendengeldern in die Prignitz geholt. „Man muss immer wieder staunen, welche Quellen Ingo Jeschke für den guten Zweck anzuzapfen versteht“, sagte Vizebürgermeister Ronald Thiel, als er Ingo Jeschke die Glückwünsche der Stadt überbrachte. Auch Adrian Zechser, in dessen Seniorenresidenz die Selbsthilfegruppe nicht nur einen Treffpunkt hat, sondern dort auch den neuen Bewegungsparcours nutzen kann, stimmte in das Lob ein. „Mit Ingo Jeschke hat es genau den Richtigen getroffen“, sagte er.

Neben der Urkunde und einem Preisgeld erhielt der Sadenbecker einen gläsernen Quader mit einem 3-D-Hologramm-Bild von Muhammad Ali. „Ich habe damals alles seien Kämpfe angeschaut“, erinnert sich Ingo Jeschke. „Schade, dass er von uns gegangen ist.“

In Kontakt mit Ex-Boxer Axel Schulz

Wie sein Idol lässt sich der Sadenbecker auch von widrigen Umständen nicht ins Bockshorn jagen. „Über die ehrenamtliche Arbeit vergesse ich die Krankheit ein bisschen und kann obendrein noch anderen helfen“, sagt er bescheiden.

Sein neuestes Projekt ist die Teilnahme einer deutschen Mannschaft von Parkinson-Kranken an einem internationalen Fußballturnier in Dänemark. „Da sind noch einige Vorbereitungen nötig“, sagt Ingo Jeschke. Wenn alles klappt, könnte es im kommenden Jahr soweit sein.

Überhaupt die internationalen Beziehungen. Ingo Jeschke kennt Ex-Boxer Axel Schulz, der sich nicht nur für die Parkinson-Hilfe engagiert, sondern auch Muhammad Ali noch getroffen hat. Ingo Jeschke steht auch in Kontakt mit dem an Parkinson erkrankten US-Schauspieler Michael J. Fox, der im Film „Zurück in die Zukunft“ mitgespielt hat. „Über Facebook sind wir befreundet“, sagt Ingo Jeschke. Besonders oft antworte der Schauspieler nicht auf die Veröffentlichungen aus der Prignitz, aber es ist schon vorgekommen.

Von der Politik wünscht sich Ingo Jeschke „ein bisschen mehr wirkliche Unterstützung für ehrenamtlich Tätige“.

Von Andreas König

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