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Prignitz Museen im Schloss vor zehn Jahren eröffnet
Lokales Prignitz Museen im Schloss vor zehn Jahren eröffnet
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00:17 06.07.2016
Für passende Musik sorgte mit ungarischen Weisen, Liebesliedern und französischem Tanz das Salonorchester der Kreismusikschule. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Hochrangige Gäste geben sich im Schloss Meyenburg ja häufiger die Ehre. An diesem Freitag aber war das Publikum besonders erlesen: Kulturministerin Martina Münch, Landrat Torsten Uhe, Britta Kaiser-Schuster von der Kulturstiftung der Länder, der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Prignitz, An­dré Wormstädt, Ex-Landrat Hans Lange und nicht zuletzt Innenstaatssekretärin Katrin Lange gaben sich die Ehre beim Festempfang. Sie alle feierten mit vielen weiteren ­Gästen und den Museumsgründern Josefine Edle von Krepl und Reinhard Hahn zehn Jahre Museen in Meyenburg.

Thilo von Trotha vom Vorstand des Trägervereins Modemuseum, führte galant durch den Abend. Er würdigte das Modemuseum als „weltweit größte Privatsammlung in Sachen Mode“ und das Schlossmuseum mit seinem originellen Konzept als Geschichtsmuseum. „Josefine von Krepl und Annegret und Reinhard Hahn haben der Stadt ein Gesicht gegeben.“

„Eines der am besten besuchten Museen der Prignitz“

Ministerin Münch erinnerte an die schrittweise Restaurierung von Schloss und Park, die bereits 1992 begann und ein Vorbild des städtebaulichen Denkmalschutzes ist. Sie glaube, niemand könne sich dem Charme des Museums entziehen. „Das Modemuseum ist das am besten besuchte Museum der Prignitz“, sagte sie.

Josefine Edle von Krepl gründete vor zehn Jahren in Meyenburg das Modemuseum. Quelle: Beate Vogel

Katrin Lange, die als Meyenburger Amtsdirektorin einen großen Anteil an der Umwandlung des Modemuseums von einem privaten in ein gemeinnütziges hatte, blickte ebenfalls zurück: „15 Jahre haben wir gebaut, trotz vieler Skeptiker.“ Meyenburg müsse den Vergleich mit großen Museumsstandorten wie Berlin oder Basel nicht scheuen: Beide haben 0,1 Museen auf 1000 Einwohner, Potsdam 0,3, Meyenburg könne mit 0,7 Museen auf 1000 Einwohner punkten. Es gab in den zehn Jahren 115 000 Besucher im Schloss. Erwähnen müsse man, dass beide Museen keine Betriebskosten zahlen müssen und viele Ehrenamtliche helfen, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Auch bei den Verhandlungen, die in eine neue Betriebsform führten, habe es viel Unterstützung gegeben, etwa von Hans Lange, der als Mediator dabei war. Auch Bürgermeister Falko Krassowski war involviert. „Ich werde dafür sorgen, dass Meyenburg in Mode bleibt“, versprach die Staatssekretärin.

Fördermittelzusage der Sparkassenstiftung

Aus Berlin war Britta Kaiser-Schuster angereist. Die Dezernentin der Kulturstiftung der Länder bezeichnete Meyenburg als einen kulturellen Leuchtturm, der „lokal verankert ist und das Land prägt“. Und den es zu fördern gelte: „Auch künftig werden wir das Modemuseum beraten und begleiten.“ Die Kulturstiftung hatte den Ankauf eines Teils der Sammlung großzügig unterstützt.

Mit einer ungewöhnlichen Idee führt Sammler Reinhard Hahn durch Meyenburgs Geschichte. Quelle: Beate Vogel

Eine Fördermittelzusage der Ostdeutschen Sparkassenstiftung übergab André Wormstädt an Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann – ohne die Summe zu nennen. Sie soll dem weiteren Ankauf von Kleidern dienen. Vor 20 Jahren, erinnerte sich Wormstädt, war er auf Einladung des damaligen Amtsdirektors Christian Kaim in Meyenburg. „Damals ging es darum, wie sich das wunderschöne Schloss wieder herstellen lässt.“

Josefine von Krepl betonte im Gespräch ausdrücklich, dass bei allem Engagement ohne die Mitarbeiterinnen im Museum nicht so viel gelungen wäre: „Sie haben unermüdlich gearbeitet, auch in schlechten Zeiten.“

Von Beate Vogel

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