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Perleberg Musik mit Puls

Die Band Halsschlagader aus Perleberg wagt sich längst nicht mehr nur auf Bühnen in der Heimat. Im Juni spielen die fünf Jungs sogar in Hamburg und wollen da mit ihrer melodischen Punkmusik, in der auch Metal-Einflüsse zu hören sind, begeistern. Kennengelernt haben sich die Musiker im Gymnasium.

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Die Band Halsschlagader.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Perleberg. „Halsschlagader“ ist eine Prignitzer Band mit fünf jungen Musikern aus der Region. Seit über vier Jahren rocken sie die Bühnen mit melodischem Punkrock und Metal-Einflüssen. „Angefangen hat alles als Schülerprojekt innerhalb des Musikunterrichts am Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasium“, sagt Andreas Bauer, ein langjähriges Mitglied. Von Anfang an mit dabei war Frontmann, Initiator und Sänger Lukas Arnoldt. „Damals hatten wir noch einen Proberaum ohne Mikrofon. Da sah man beim lauten Singen durch die Anstrengung oft die Halsschlagader, so kamen wir zu unserem Bandnamen“, führt Andreas Bauer fort.

Den ersten Durchbruch hatten die jungen Prignitzer Musiker bei dem Rock im Moor Contest „Preview Party“ im Jahr 2015. Dort belegten sie gegen ihre Erwartungen den ersten Platz und gewannen so einen Auftritt beim legendären Festival „Rock im Moor“ an der Moorscheune in Boberow. „Jahrelang waren wir Besucher des Festivals und dann standen wir plötzlich selbst mit unserer Band auf der Bühne.“ Es folgten Auftritte auf Privatfeiern, „Rock im Stall“ in Klein Leppin und „Martha’s Jamboree“ in Perleberg. „Viel Unterstützung bekamen wir von Familie und Freunden, ohne die das alles gar nicht möglich gewesen wäre“, so Andreas Bauer.

Band macht beim SPH-Bandcontest mit

Anfangs musizierten „Halsschlagader“ als eine reine Coverband. Mittlerweile zählen zehn selbst geschriebene Songs zum Repertoire der Formation. Mit den Liedern im Gepäck ging es Anfang Mai zum SPH-Bandcontest nach Hamburg, einem im Jahr 2008 gegründeter Bandwettbewerb, der in ganz Deutschland, Österreich und in der Schweiz stattfindet. Mit etwa 2000 Bandbewerbungen, 1000 auftretenden Bands und 350 Konzerten pro Saison gilt er als der größte Bandwettbewerb im deutschsprachigen Raum. Alle teilnehmenden Bands werden unmittelbar an den Umsatzerlösen beteiligt, erhalten Gagen, ein Förderpaket sowie die Chance auf jährlich verliehene „Best Artist Awards“ für die besten Musiker. Außerdem erhalten alle Bands Jury-Feedbacks, sammeln Live-Erfahrung und erhalten allerhand nützliche Handbücher und Tipps von den Organisatoren.

Stadtfinale in Hamburg

„Vor unserem Auftritt beim SPH-Bandcontest haben wir viel geprobt und neue Lieder fertiggestellt. Die intensive Vorbereitung schweißt natürlich noch einmal enger zusammen“, berichtet Andreas Bauer. „Der Auftritt ist für uns eine ganz neue Erfahrung gewesen. Das Gewinnen war für uns eher nebensächlich. Wir haben ein anderes Publikum erreichen können, Eindrücke gewonnen, Kritiken erhalten und neue Kontakte geknüpft, was uns sehr wichtig war“. Von fünf Bands belegte „Halsschlagader“ den zweiten Platz innerhalb Hamburgs und ist damit Ende Juni zum großen Stadtfinale eingeladen. Außerdem stehen 2017 weitere Auftritte der Band bevor. Am 2. Juni spielen sie beim „Fight Against Racism“, einem Open-Air-Konzert als Zeichen gegen Rassismus, beim Dorfbums in Bruno sowie im „Würfel“, dem Wittenberger Freizeitzentrum.

„Schon oft wurden wir bei unseren Auftritten nach einer CD gefragt. Daran arbeiten wir gerade“, verrät Andreas Bauer. „Vielleicht geht es in diesem Jahr noch ins Tonstudio.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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