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Musik von drei Kontinenten in der Kirche

Lindenberg Musik von drei Kontinenten in der Kirche

Ein beeindruckendes Konzert gaben zwei Musiker mit ungarischen Wurzeln am Sonnabend in der Dorfkirche von Lindenberg. Taylor Savvy kommt aus Kanada, Daniel Weltlinger aus Australien. Getroffen haben sich die beiden Musiker in Berlin. Die Heimat ihrer Vorfahren bestimmt noch heute ihr Repertoire, Aber auch Lieder aus Äthiopien waren zu hören.

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Ob Zither, Gitarre oder Violine, Taylor Savvy (l.) und Daniel Weltlinger sind Multiinstrumentalisten.

Quelle: Andreas König

Lindenberg. Wenn Daniel Weltlinger den Bogen über die Saiten seiner Violine gleiten lässt, klingt es in einem Moment wie Harfenklänge und Sekunden später wie eine melancholische Klarinette. Taylor Savvy nickt seinem Musikerkollegen zu und greift auf den Boden vor dem Altar der Lindenberger Kirche, um eine Rassel, eine Zither oder gar das typische Glockenspiel der Musikschule Fröhlich zum Klingen zu bringen.

Viel internationales Flair im Spiel

Was die knapp 70 Besucher des vorerst letzten Lindenberger Frühlingskonzertes am Sonnabendnachmittag erleben, ist eine musikalische Weltreise. Zwar spielen die beiden meist „nur“ Volksmusik, vor allem aus Südosteuropa, doch darin klingt mehr internationales Flair, als es bei manchem Weltmusikfestival geboten wird.

Beide Musiker haben ungarische Wurzeln

„Das liegt daran, dass ich ungarische Wurzeln habe“, sagt Daniel Weltlinger in recht gutem Deutsch. Es wirkt noch besser wenn man bedenkt, dass der Musiker von der anderen Hälfte der Erdkugel stammt. Er kommt aus Australien. Sein Kollege und Freund Taylor Savvys hat ebenfalls Wurzeln in Ungarn und ebenfalls einen ganz schön weiten Weg zurückgelehnt, um in der kühlen Feldsteinkirche zu musizieren – er stammt aus Kanada. Zwar leben die beiden Künstler schon seit etwa zehn Jahren in Berlin, doch können oder wollen sie weder ihre Herkunft verleugnen, noch ihre musiklaischen Vorlieben für sich behalten. Für ihr Programm stöbern sie immer wieder auf Flohmärkten oder bei anderen Gelegenheiten nach alten Schallplatten, um den authentischen Klang traditioneller Musikstücke zu hören.

Seliges Lächeln im Gesicht des jeweils anderen

Dass ihnen ihre Musik Spaß macht, hört und sieht man vor allem dann, wenn der eine den anderen mit einer überaschenden Instrumentierung oder einem verblüffenden Schlussschnörkel überrascht. Ein seliges Lächeln huscht über das Gesicht des jeweils anderen, wenn der Funke beim Improvisieren überspringt. Mit dem vorerst letzten Lindenberger Frühlingskonzert holen die beiden übrigens ein bereits für vergangenes Jahr geplantes Konzert nach. Damals fanden die beiden einfach das richtige Lindenberg nicht.

Von Andreas König

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