Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Musikalisches Spektakel in Wittenberge

Französische Nacht bei den Elblandfestspielen Musikalisches Spektakel in Wittenberge

Die 16. Elblandfestspiele am Wochenende in Wittenberge haben wieder Maßstäbe gesetzt. Die musikalische Reise stand ganz im Zeichen französischer Kompositionen. Neben der österreichischen Sopranistin Eva Lind und der Musicalsängerin Ella Endlich traten weitere hochkarätige Künstler auf. Mit dabei auch das Deutsche Filmorchester Babelsberg.

Voriger Artikel
Tierische Ablenkung sorgt für schweren Unfall
Nächster Artikel
B 189 in Kuhbier wieder frei

Bunt und schillernd sind die Elblandfestspiele jedes Jahr.

Quelle: Jens Wegner

Wittenberge. Zum 16. Mal öffneten sich am Freitag und Sonnabend wieder die Tore der Alten Ölmühle Wittenberge zu den alljährlich stattfindenden Elblandfestspielen. Bei fast perfektem Wetter kamen die Besucher in Scharen, so dass kaum ein Platz vor der prächtig gestalteten Elblandbühne frei blieb.

Der Präsident der Elblandfestspiele, Michael Hansen, begrüßte zunächst alle Gäste und die Musiker. „Die 16 ist eine schöne Zahl. Aber Routine ist es nach all den Jahren dennoch nicht”, erklärte er den Gästen. Von der Bühne aus sehe es ganz toll aus, über die voll besetzten Reihen zu blicken, schwärmte er. „Wir im Verein Elb­landfestspiele sind wie eine große Familie mit ganz vielen Sponsoren. Allen voran die Bank mit dem Punkt über dem roten S.“ Ein ganz wichtiges Standbein sei die Zusammenarbeit mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB), die schon seit 15 Jahren bestehe. Das Bühnenprogramm begann mit einem Medley berühmter französischer Schlagermelodien, in einer Bearbeitung von Michael Hansen.

Französische Nacht am Elbestrand - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Dann kam die RBB-Moderatorin Madeleine Wehle auf die Bühne und lud die Gäste zu einer französischen Nacht am Elbestrand ein. „La France – mon amour“ lautete das diesjährige Motto der Festspiele. Der französischen Sprache sei sie leider nicht mächtig, verriet sie dem Publikum, jedoch fasziniere sie der Klang dieser Sprache. In ihrem goldfarbenen Pailletten-Kleid schien sie förmlich über die Bühne zu schweben. Die österreichische Sopranistin Eva Lind eröffnete mit dem Stück „Je veux vivre” aus der Oper „Roméo et Juliette” den Reigen bunter Melodien aus Oper und Operette. Den Wittenbergern ist sie nicht unbekannt. Mehrmals weilte sie in der Elbestadt, trat während der Elblandfestspiele und im Kultur- und Festspielhaus auf. Marco Jentzsch, der kurzfristig die Partien des erkrankten Tenors Oliver Ringelhahn übernahm, sang „Salut demeure Chaste et Pure” aus der Oper „Carmen”. Von der Preisträgerin der Lotte-Lehmann-Woche Perleberg, Veronika Golling, war „Les Filles de Cadix” von Léo Delbis zu hören. Begeisterten Applaus erntete die Pop- und Musicalsängerin Ella Endlich, als sie auf die Bühne kam. Mit dem Stück „Ella, elle l’a” wurde es poppiger und schwungvoller und das Publikum klatschte begeistert mit. Als letztes Stück vor der Pause sang sie „Berce moi, serre moi, aime moi” aus dem Märchenfilm „Drei Haselmüsse für Aschenbrödel”. Dazu hatten erstmals bei den Elblandfestspielen auch junge Tänzer vom Tanzcentrum Wittenberge ihren Auftritt. Märchenhaft kostümiert tanzten sie herzallerliebst zu der Musik und ernteten dafür viel Applaus. Zur Tanzgruppe gehörte die neunjährige Emely Behrendt aus Wittenberge. Das Tanzen und mit Ella Endlich auf der Bühne zu stehen, habe ihr sehr viel Spaß gemacht, verriet sie. „Bei der Probe haben wir sie kennen gelernt. Sie ist sehr nett”, sagte die kleine Tänzerin.

Mit einem Potpourri aus Opern, weltberühmten Chansons und Musicalmelodien ging es nach der Pause beschwingt weiter. In Frankreich stehe die Wiege der Operette, von Jacques Offenbach begründet, berichtete Madeleine Wehle. Als Jakob Eberst in Offenbach geboren, ging er zur musikalischen Ausbildung nach Paris, wo er sich bald einen guten Ruf als Virtuose machte. Seinen Namen änderte er dort in Jacques Offenbach. Mit dem beliebten „Höllen-Cancan” aus Offenbachs Operette „Orpheus in der Unterwelt”, getanzt von Deutschen Fernsehballett, endete das musikalische Programm des Abends. Auftritte von Pantomimen, Marionetten und Tänzern rundeten die Show ab.

Zum Abschluss gab es traditionell ein prächtiges Feuerwerk. Für die Musik sorgte das Deutsche Filmorchester Babelsberg unter der Leitung von Robert Reimer. Nicht weniger Blicke als die Protagonisten auf der Bühne zog Peter Simonis aus Wittenberge mit seinem bunten Hut auf dem Kopf auf sich. „Ich hatte den Hut noch zu liegen und dachte mir, ich setze ihn heute einfach mal auf”, sagte er. Zu den Elblandfestspielen gehe er jedes Jahr. „Das ist immer wieder sehr schön”, schwärmte er.

Von Jens Wegner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Prignitz

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg