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Nach dem Sturm wird aufgeräumt

Pritzwalk/Perleberg Nach dem Sturm wird aufgeräumt

Nach und nach zeigt sich das ganze Ausmaß der Schäden, die Sturmtief Xavier auch in der Prignitz verursacht hat. In der Pritzwalker Jahnschule wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass am Montag der Unterricht wieder normal stattfinden kann. Hier war das Dach teilweise abgedeckt worden.

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Die Jahnschule wurde durch den Sturm zum Teil abgedeckt.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk/Perleberg. Am Tag nach Xavier dauern die Aufräumarbeiten überall noch an. In der Pritzwalker Jahngrundschule wird fieberhaft daran gearbeitet, dass der Schulbetrieb am Montag wieder normal laufen kann. Am Freitag hatten die Schülerinnen und Schüler schulfrei, weil der Sturm das Schuldach teilweise abgedeckt hat. Auf die Frage, ob denn am Montag hier wieder unterrichtet werden kann, meinte Schulleiterin Britta Schwarz: „Ich gehe davon aus.“ Drei Tage lang soll nun durchgearbeitet werden, damit dies auch möglich wird. „Wir empfangen auf jeden Fall die Schüler“, erklärte Britta Schwarz weiter. Sollte es wider Erwarten anders kommen und länger an der Schadensbeseitigung gearbeitet werden müssen, soll es schon am Montag eine räumliche Ersatzlösung für den Unterricht geben.

Da ist einiger Schutt zu beseitigen

Da ist einiger Schutt zu beseitigen.

Quelle: Bernd Atzenroth

Aber auch Lothar Hildebrandt, Seniorchef des gleichnamigen Dachdeckerbetriebs in Pritzwalk, ist da ganz optimistisch. Zwar ist die obere Dachabdeckung auf dem der Straße zugewandten Gebäudeteil der Schule fast komplett abgedeckt – insgesamt eine Fläche von fast 800 Quadratmetern –, doch ist die Schicht darunter weiterhin intakt. „Es kann also nicht durchregnen“, folgert Lothar Hildebrandt, dessen Mitarbeiter auf dem Dach am Freitag insbesondere damit beschäftigt waren, lose Teile der Verkleidung einzusammeln und zusammenzutragen. Sie stellten, weil sie herunterfallen konnten, die größte Gefahr dar und waren der Hauptgrund, warum es am Freitag schulfrei für die Jahnschüler gab. Ein Gutteil des Daches verteilte sich auch auf die Innenhöfe im Schulgebäude.

Auch ansonsten zeigte sich bei einer Stadtrundfahrt, wie stark Prit­­zwalk von dem Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden war. Dabei blieb auch die Innenstadt nicht verschont. Vom Baugerüst an der Nikolaikirche wurden mehrere Planken hinuntergeweht, die sich dann an anderer Stelle wiederfanden. In der Nähe, am Sparkassengebäude, war ein Baum umgeknickt. Unweit der zweiten Pritzwalker Grundschule, der Herbert-Quandt-Schule am Hainholzweg, waren mehrere Bäume entwurzelt worden, ganz in der Nähe der dortigen Wohnblocks. Auch entlang der Straße am Hainholzstadion waren eine Reihe von Bäumen umgeknickt. Dicht war am Freitagvormittag auch der Weg an der Schönhagener Mühle – in Schönhagen blockierte ein umgefallener Baum diesen Verbindungsweg in Richtung Pritzwalk. Wie bereits vermeldet, haben fast alle Bäume entlang der B103 in Richtung Buchholz Schäden davongetragen. In dem Ortsteil selbst waren mehrere durchaus stattliche Bäume um- oder abgeknickt. Auch im Pritzwalker Stadtgebiet kam es zu Stromausfällen. In Mesendorf zum Beispiel dauerte der Stromausfall am Donnerstag immerhin bis 23 Uhr.

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In Pritzwalk erhält die Jahnschule ganz schnell ein neues Dach. Große Zerstörungen richtete Sturm „Xavier“ auch im Süden der Prignitz an. In der Gemeinde Plattenburg und im Amt Bad Wilsnack/Weisen wurden zahllose Bäume entwurzelt. Straßen waren nicht passierbar, die Stromversorgung konnte nur mühsam wieder hergestellt werden.

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Insgesamt waren die Pritzwalker Wehren 15 Mal am Sturmabend zum Einsatz gerufen worden, wie Stadtbrandmeister Volker Lehmann auf MAZ-Nachfrage erklärte. Lehmann geht davon aus, dass dabei zehn der 14 Stadtwehren auf jeden Fall zum Einsatz gekommen sind. Das ist aber noch längst nicht die endgültige Zahl der Einsätze, denn auch am Freitag gab es noch viel zu tun, Volker Lehmann wusste am Nachmittag bereits von mindestens zehn weiteren Einsätzen.

Und: „Das ist noch nicht zu Ende“, sagte Lehmann, „man weiß noch gar nicht, was in den Wäldern los ist.“ Dort seien Bäume reihenweise umgeknickt. Allerdings bezog Lehmann das zunächst mehr auf den Perleberger Bereich. Immerhin: Die Hauptstraßen waren am Freitagnachmittag soweit erst einmal frei.

Von Bernd Atzenroth

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