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Neptunfest zu 90 Jahre Freibad

Putlitz Neptunfest zu 90 Jahre Freibad

Mit 90 Jahren ist das Freibad in Putlitz wohl das älteste in der Prignitz. Mit einem Neptunfest wurde am Montag das Jubiläum gefeiert. Bürgermeister Bernd Dannemann versicherte, solange er im Amt ist, werde es auch die Badeanstalt geben.

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Neptun zog mit zwei Nixen und einem Häscher ins Freibad ein und verkündete seine Gesetze.

Quelle: Foto: Michael Beeskow

Putlitz. Hat die älteste Stadt der Prignitz auch das älteste Freibad im Landkreis? „Wir nehmen das einfach mal an, solange uns keiner vom Gegenteil überzeugt“, sagte am Montag Bernd Dannemann. Der Putlitzer Bürgermeister war zum Gratulieren ins Schwimmbad an der Jahnstraße gekommen. Immerhin besteht es nun 90 Jahre. Und der Bürgermeister eröffnete zugleich ein Neptunfest. Denn Neptun, der eigentliche Herrscher auch über das Freibad-Gewässer, wie er allen Besuchern einschärfte, gehörte zu den Geburtstagsgästen. Mit Nixen und einem Häscher im Gefolge vollzog er die Taufe. Sandy, die nun den Namen Strahlender Seestern trägt, ließ die Prozedur mit Schlagsahne geduldig über sich ergehen. Dann tauchte die Zehnjährige aus Lüneburg, die gerade bei ihrer Oma ihre Ferien verbringt, ein in das nasse Element. Bei einer Wassertemperatur von 21 Grad und satten 28 Grad Luftwärme ideales Badewetter. Andere wie Hannes, die sich der Taufe entziehen wollten, rannten auf und davon. Doch Neptuns Häscher entging keiner – zum Riesenspaß aller.

Bademeisterin Angela Pank erzählte: „Wer einmal hier gewesen ist, der kommt garantiert wieder.“ Das Waldbad mit dem Charme der DDR-Zeit liegt in einem gepflegten Areal mit einer kleinen Gastronomie, wo man es sich gut gehen lassen kann. Seit Generationen lernen Kinder aus Putlitz und Umgebung hier das Schwimmen. „Morgen beginnt wieder ein Schwimmkurs“, berichtete die Bademeisterin. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Angela Pank beinahe alle Kinder mit Namen kennt. Wenn sie eine Ansage macht, dann kommt keiner auf die Idee, dies zu überhören.

Das Amt Putlitz-Berge unterstützt mit dem Bauhof die Pflege des Freibads, wie Amtsdirektor Hergen Reker berichtet.

Doch Träger des Bades ist die Stadt und die lässt es sich etwas kosten. Der Zuschuss beläuft sich jährlich auf etwa 35 000 Euro, sagte Bernd Dannemann. Durch den Bau eines eigenen Brunnens im Jahr 2000 konnten die Kosten gesenkt werden. Doch am Freibad wie auch an der Bibliothek will er nicht rütteln lassen. „Solange ich Bürgermeister bin, wird es diese freiwilligen Angebote geben. Das gehört zur Lebensqualität.“ Für Kinder und Erwachsene ist das Bad ein wichtiges Freizeitangebot, ebenso wichtig ist ihm aber auch, dass Kinder hier schwimmen lernen können, ohne weit fahren zu müssen. Auch am Eintrittspreis – zwei Euro Erwachsene, ein Euro Kinder – lässt der Bürgermeister nicht rütteln.

Von Michael Beeskow

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