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Neudorf: Technischer Defekt verursacht Brand

Tote Schweine müssen aufwändig entsorgt werden Neudorf: Technischer Defekt verursacht Brand

Die Nachbearbeitung des schweren Brandes in der Neudorfer Schweinezuchtanlage wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Immerhin haben Kriminaltechniker herausgefunden, dass ein technischer Defekt die Brandursache war. Am Freitag wird entschieden, wie mit den Kadavern der 900 toten Schweine umgegangen werden muss.

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Unter dem Dach brach der Brand aus.

Quelle: Feuerwehr Pritzwalk

Neudorf. Sabine Kloß ist im Moment täglich in Neudorf anzutreffen. Die stellvertretende Prignitzer Amtstierärztin hatte Bereitschaftsdienst, als am Mittwoch in aller Frühe ein Brand in der Schweinezuchtanlage in Neudorf ausbrach. Sie wurde hinzugezogen, zuerst um Tiere zu retten und zu schauen, wie es den gesunden Tieren geht. „Wir haben mit verletzten Tieren gerechnet, das war aber nicht der Fall“, sagt sie. Denn bei dem Brand, der zwei Stallanlagen auf dem Gelände erfasst hatte, starben so gut wie alle darin untergebrachten Tiere.

Nun stellen sich auch für das Kreisveterinäramt ganz andere Fragen: Es beschäftigt sich damit, wie mit den Tierkadavern umgegangen wird und ob sie in eine Tierkörperbeseitigungsanlage gebracht werden können. Das steht deswegen noch nicht fest, weil bei dem Feuer Abdeckplatten aus Asbest, verschiedene Plastikteile und Bestandteile von Photovoltaikanlagen verbrannt sind. Die Reste dieser Gegenstände haben sich mit den Überresten der Tiere gemischt – es kann also sein, dass hier eine Giftmüllentsorgung auch der Tierkadaver notwendig wird. „Dafür ist dann das Land zuständig“, erklärte Sabine Kloß. Beim Landesamt für Umwelt soll am Freitag die Entscheidung in der Frage fallen.

Derweil hatte am Donnerstag die Kriminaltechnik ihren Großeinsatz am Ort des Geschehens. Denn es galt, die Brandursache herauszufinden. Mit Hilfe der Feuerwehr konnten die Kriminaltechniker aufs Dach der Anlage – schließlich ist dort auch das Feuer ausgebrochen. Nach Angaben der Polizeidirektion Nord in Neuruppin wurde ein nicht näher erklärter technischer Defekt als Ursache ausgemacht. Nach Abschluss der Ermittlungen wurde die Beschlagnahme des Geländes aufgehoben. Das wird es erleichtern, den Weiterbetrieb der Anlagen aufrechtzuerhalten. Dafür waren bereits Notmaßnahmen zu ergreifen. Schließlich war die Sicherung abgestellt, aber die Versorgung der Tiere läuft weitgehend über Technik. Auch musste eine Ausnahmegenehmigung her, um für die Versorgung die anderen Ställe betreten zu dürfen. Ein zweites Problem, bei dem auch die Amtstierärztin hinzugezogen werden musste und den Betriebsleiter weiter begleitet, war, dass die Schweinezucht ungeachtet des Brandes weitergeht, neue Ferkel geboren werden, aber zwei Ställe für die Unterbringung fehlen. Tragende Sauen können nicht einfach an einem anderen Ort untergebracht werden. „Dafür müssen wir eine Lösung finden“, sagte Sabine Kloß. „Es muss weitergehen.“

Von Bernd Atzenroth

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