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Neue Ausstellung im Stadt- und Brauereimuseum

Pritzwalk Neue Ausstellung im Stadt- und Brauereimuseum

1864 nahm die Pritzwalker Gasanstalt ihren Dienst auf. Für die Dömnitzstadt war das so etwas wie eine Revolution, denn mit der Gaslaterne waren die Straßen auf einmal auch im Dunkeln beleuchtet. Diesem Umstand widmet sich jetzt eine neue Ausstellung im Stadt- und Brauereimuseum. Sie dokumentiert die Bedeutung des Stadtgases im Alltagsleben der Pritzwalker.

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Museumsleiter Lars Schladitz zeigt die Gaslaterne, deren Originalschein jetzt mit LED-Leuchte simuliert wird.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Die Aufbauarbeiten laufen auf vollen Touren, und in die Museumsräume werden jede Menge merkwürdig anmutende Maschinen oder Geräte gebracht, die Einblick in eine längst vergangene und doch noch gar nicht so ferne Epoche geben. „Gas-Licht in Pritz­walk seit 1864“ lautet der Titel der nächsten Ausstellung, die am kommenden Dienstag, 1. November, um 18 Uhr bei Musik und Getränken im Pritzwalker Stadt- und Brauereimuseum eröffnet wird.

Eine alte Straßenlaterne macht deutlich, worum es in dieser Schau geht. Im Original war die Leuchte gasgesteuert. Jetzt aber simulieren LEDs den Lichtschein von Gaslicht, wie Lars Schladitz, Leiter des Stadt- und Brauereimuseums, beim Rundgang durch die noch im Aufbau befindliche Ausstellung erklärt. Auf diese Art und Weise soll eine Anmutung geschaffen werden, wie es früher einmal gewesen sein muss. Dabei mag heute der Lichtschein eher dämmrig erscheinen. Doch war die Einführung der Gaslaterne dereinst eine Revolution, wie Lars Schladitz deutlich macht.

Plötzlich ward Licht auf den Straßen

Mit zahlreichen Exponaten und Bildern sollen sowohl technische Aspekte als auch die kulturelle Bedeutung des Stadtgases für die Einwohner Pritzwalks sowie die Abläufe im Gaswerk erkundet werden. Zu der Ausstellung haben nach Angaben von Lars Schladitz sowohl die Pritzwalker Stadtwerke als auch die Gaswerke Neustadt beigetragen.

1864 – das ist das Jahr, in dem die Pritzwalker Gasanstalt gegründet wurde. Und sie brachte tatsächlich Licht in die Dunkelheit an der Dömnitz. Wer hier Anfang des 19. Jahrhunderts abends auf die Straße musste, nahm besser eine Laterne mit: Die Straßen der Stadt waren dunkel. „Wenn Sie im Dunkeln herausgingen, hatten Sie kein Licht“, erklärte Lars Schladitz.

Gasherd, Bügeleisen, Waschmaschine

Es muss also für die Menschen eine Offenbarung gewesen sein, als sich dies mit den Gaslaternen und der Eröffnung der Gasanstalt änderte. Zunächst auf öffentlichen Plätzen erleuchteten die damals neuartigen Laternen die Stadt. Nach anfänglicher Skepsis kam Stadtgas zur Beleuchtung und als Brennstoff auch in die Haushalte. Gas wurde dann eine Zeit lang benutzt, um Haushaltsgeräte jeglicher Art zu betreiben. Auch das dokumentiert die Ausstellung sehr nachdrücklich. Denn Schladitz und seine Mitstreiter haben noch ganz andere Exponate aufgetrieben – vom Gasherd über das Bügeleisen bis hin zur gasbetriebenen Waschmaschine. Eine solche, die mit Gas betrieben werden konnte, war eines der ersten Exponate, die bereits am Dienstagvormittag im Museum zu sehen waren.

Von Bernd Atzenroth

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