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Neue Brücke auf altem Postkutschenweg

Uenze-Düpow Neue Brücke auf altem Postkutschenweg

Die Verbindung über das Flüsschen Jeetze ist wieder hergestellt. Für 168 000 Euro haben die Stadt Perleberg und die Gemeinde Plattenburg die Verbindung zwischen ihren Ortsteilen Uenze und Düpow wieder herstellen lassen. Der Vorgängerbau, eine Holzbrücke aus dem Jahr 1935, war gesperrt worden. Damit entfällt ein Umweg von 1,5 Kilometern

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Die neue Jeetze-Brücke zwischen Uenze und Düpow wurde von Vertretern aus Perleberg und Plattenburg übergeben.

Quelle: Andreas König

Uenze/Düpow. Die Stadt Perleberg ist um eine Brücke reicher. Der Überweg über die Jeetze zwischen dem Plattenburger Ortsteil Uenze und Düpow ist seit Donnerstag wieder offiziell für den Verkehr freigegeben. Vertreter der Verwaltungen beider Kommunen, von Unternehmen aus dem Ort, der Lokalen Aktionsgruppe Storchenland und interessierte Bürger trafen sich am Donnerstag, um auf die 168 000 Euro teure Investition mit einem Glas Sekt anzustoßen. „Die alte Holzbrücke aus dem Jahr 1935 war nicht mehr passierbar und musste gesperrt werden“, sagte der Plattenburger Bauamtsleiter Martin Nagel. Zwar war es auch danach möglich, von Uenze nach Perleberg zu kommen, aber die Bürger mussten einen 1,5 Kilometer langen Umweg in Kauf nehmen, hin und zurück sogar das Doppelte.

Historischen Wegebeziehungen werden wieder aufgenommen

„Wir nehmen damit die historischen Wegebeziehungen wieder auf“, sagte die Perleberger Bürgermeisterin Annett Jura. Uenze und Düpow waren früher über die historische Postkutschenroute miteinander verbunden, und diese Tradition sollte fortgesetzt werden. Jahrelang war man davon ausgegangen, dass die Gemarkungsgrenze zwischen der Stadt Perleberg und der Gemeinde Plattenburg durch den Lauf der Jeetze bestimmt wird. „Doch bei der Durchsicht der Akten stellte sich raus, dass die Brücke auf unserem Gebiet lag“, sagte Annett Jura. Das Vorhaben wurde zu 75 Prozent über das Leader-Programm gefördert, Den Eigenanteil übernahm die Stadt Perleberg zu zwei Dritteln und die Gemeinde Plattenburg zu einem Drittel.

Perleberg lässt den Weg nur profilieren

Auf der Uenzer Seite wurde an die alte Kopfsteinpflasterstraße ein 74 Zentimeter breiter Streifen angepflastert, so dass der Weg von Uenze bis zur Brücke jetzt relativ gut befahrbar ist. Vor allem die Uenzer hätten sich gewünscht, dass die Stadt Perleberg ihr Stück bis zur B 5 ebenfalls ausbaut. „Unser Betriebshof wird die Straße profilieren, aber mehr ist gegenwärtig nicht machbar“, sagte die Perleberger Bürgermeisterin. Die Stadt habe derzeit andere große Bauvorhaben. Für Landwirte wie Reiner Guhl ist die erneuerte Brücke dennoch eine Errungenschaft. Auch Rentner Günther Krüger weiß es zu schätzen, dass er die Jeetze jetzt wieder überqueren kann, ohne vom Fahrrad absteigen zu müssen. Übverlegungen, die Brücke ganz zu beseitigen, wurden verworfen und das nicht nur, um die Tradition der alten Postkutschenlinie zu bewahren.

Von Andreas König

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