Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Neue Drehleiter hilft noch besser beim Retten
Lokales Prignitz Neue Drehleiter hilft noch besser beim Retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 10.07.2016
Erste Fahrt im Korb der neuen Drehleiter. Quelle: Privat/König
Anzeige
Wittenberge

Bei den Blauröcken ist es wie in vielen anderen Berufsständen: Höchstleistungen kann man nur mit der richtigen Ausrüstung erbringen. Daher war die Freude am Mittwoch umso größer, als den Feuerwehrleuten endlich das lang ersehnte neue Drehleiter-Fahrzeug übergeben werden konnte.

Fahrzeug kam aus mysteriösem Nebel

Das heißt, so ganz ohne Spannung verlief die Übergabe nicht. Die freiwilligen Helfer hatten sich für die Enthüllung des Schmuckstücks etwas Besonderes einfallen lassen. Die Fahrzeughalle der Feuerwache in der Weisener Straße lag in einem mysteriösen Nebel, als das Signal zur Übergabe gegeben wurde. Zunächst waren nur die sich drehenden Blaulichter zu sehen und der charakteristische Klang des Martinshorns zu hören. Dann fuhr die L32A XS 2.0, wie der vollständige technische Name der neuen Drehleiter lautet, langsam ins Freie. Bürgermeister Oliver Hermann und der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Karsten Korup, würdigten die Neuanschaffung als wichtigen Schritt für die Einsatzbereitschaft. „Die neue Leiter ist toll, aber wir hoffen natürlich, dass sie möglichst selten zum Einsatz kommen muss“, sagte Karsten Korup.

Erste Fahrt im neuen Korb für Vertreter von Stadt- und Wehrführung

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und der befreundeten Wehren zum Beispiel aus Perleberg, Kleinow (Gemeinde Plattenburg) und dem altmärkischen Wahrenberg wurde dann der neue Korb auf die ebene Erde bewegt, was dank des neuen Knick­arms technisch ohne weiteres möglich ist, Zunächst durften die offiziellen Vertreter der Stadt sowie der Stadtbrandmeister Jens Bösel und der Wehrführer Lars Wirwich eine erste Fahrt in die luftige Höhe über dem Feuerwehrdepot unternehmen, ehe anschließend auch Besucher Gelegenheit bekamen, die Neuanschaffung zu besichtigen.

Fast eine halbe Million Euro

Das Fahrzeug hat 495 111 Euro gekostet. 228 000 Eigenmittel musste die Stadt aufwenden, wobei das Land Brandenburg 60 Prozent der Grundkosten von 450 000 Euro förderte. Die Zusatzausstattung des Fahrzeugs schlug mit 46 350 Euro zu Buche. Es soll perspektivisch das 25 Jahre alte Vorgängerfahrzeug ablösen, dass dann versteigert werden soll. Bis es soweit ist, müssen jedoch noch alle Feuerwehrleute in die neue Technik eingewiesen werden.

Unbemannte Fahrt möglich

Merkmale der neuen Drehleiter sind neben dem Knickarm und de höheren Traglast von bis zu 270 Kilogramm auch neue elektronische Steuermöglichkeiten. So ist es möglich, den Korb der Drehleiter bei einmal bekannter Strecke auch unbemannt zur Einsatzstelle fahren zu lassen, erklärte Norman Rauth, der bei der Feuerwehr Wittenberge für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich zeichnet. Ebenfalls neu ist eine grafische Anzeige,welche die Feuerwehrleute darüber informiert, ob die Abstützung auf der Erde sicher steht. Um für Eventualitäten gerüstet zu sein, bietet die neue Drehleiter ein Notstromaggregat, mit dessen Hilfe der Korb sowie der Leiterpark auch bedient werden können, wenn der Antrieb über den Fahrzeugmotor ausfällt.

500 Euro für die Jugendwehr übergeben

Bevor die eigentliche Übergabe begann, überreichten Vertreter des Wittenberger Ansprechpartners für MAN-Nutzfahrzeuge, die Firm Rudow und Partner, der Jugendwehr einen Scheck in Höhe von 500 Euro. Das Geld soll der Ausstattung des Feuerwehrnachwuchses zugute kommen.

Von Andreas König

Prignitz Polizeibericht für die Prignitz vom 7. Juli 2016 - Glöwen: Feuerteufel zündet Strohmiete an

Am Donnerstagmorgen gegen 1.25 Uhr steckten Unbekannte eine Strohmiete in Brand. Die rund 60 Strohballen aus dem Vorjahr standen an der Bundesstraße 107 zwischen Glöwen und Klein Leppin. Die Feuerwehren aus Glöwen, Gumtow und Schrepkow löschten das Feuer. Der Schaden beträgt etwa 1100 Euro. Die Kriminalpolizei sucht nun nach dem Brandstifter.

07.07.2016

Obwohl nicht die notwendige Unterstützerzahl erreicht wurde, sieht Fariba Nilchian das Volksbegehren gegen Windkraft als Erfolg an. Die Windkraftgegnerin als Bölzke glaubt, dass damit eine kritischere Einstellung zu dieser Art der Energieproduktion aus der Tabuzone herausgeholt worden ist. Überhaupot gebe es nach der jüngsten Sitzung der Regionalen Planungsgemeinschaft weiter viel zu tun.

10.07.2016

Besser eine kontroverse Diskussion als gar keine: Die Prignitzer Linke hatte zum Thema Kreisgebietsreform eingeladen. Der Gast, Landtagsfraktionschef Ralf Christoffers, und der Kreisvorsitzende Thomas Domres hatten dabei als Befürworter der Reform einen schweren Stand.

10.07.2016
Anzeige