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Prignitz Neue Drehleiter kostet halbe Million Euro
Lokales Prignitz Neue Drehleiter kostet halbe Million Euro
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10:56 24.06.2016
Sie bereiten die Überführung einer neuen Drehleiter für Feuerwehr Wittenberge vor (v.l.): die Feuerwehrmänner Kevin Tack, Daniel Hecht, Stefan Alff und Uwe Kämmrich fahren nach Karlsruhe. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Bestellt ist sie schon seit längerem, nun kann sie abgeholt werden: Die Wittenberger Feuerwehr bereitet die Überführung der neuen Drehleiter vor. Abgeholt werden soll das gute Stück aus dem weit entfernten Karlsruhe (Baden-Württemberg), wie Uwe Kämmrich der stellvertretende Ortswehrführer informiert. Der Fördermittelantrag war vor zwei Jahren gestellt worden.

Drehleitern schafft das Land nur alle zwei Jahre an

Da im Land Brandenburg die Ausrüstung aller Feuerwehrehren über den Zentaldienst der Polizei vorgenommen wird, mussten die elbestädtischen Feuerwehrleute einige Zeit warten, denn „Drehleitern werden nur alle zwei Jahre angeschafft“, wie der Ordnungsamtsmiterbeiter Stefan Alff in der Feuerwache erklärte.

Fahrzeug kostet fast eine halbe Million Euro

Das Land gibt zu der Anschaffung der Drehleiter 60 Prozent der „förderfähigen Grundkosten“ hinzu. Die neue Drehleiter wird 497 134,40 Euro kosten. Davon förderfähig sind rund 450.000 Euro. Die Stadt Wittenberge muss einen Eigenanteil von 226.664 Euro leisten, wovon die Grundkosten 180.313 Euro ausmachen. Die Differenz, 46.350 Euro, ist für Zusatzausstattung gedacht.

Knickarm und stärkerer Korb zeichnen die neue Technik aus

„Dazu gehört vor allem der Drehleiterarm in Gelenkausführung“, sagt Uwe Kämmrich. Landläufig wird dieses Ausstattungsmerkmal als Knickarm bezeichnet. Der ermöglicht es der Feuerwehr, in engen Straßen mit hohen Häusern Personen leichter aus oberen Stockwerken zu retten, vielleicht auch mal über engstehende Häuserdächer hinweg. Das zweite besondere Merkmal des neuen Fahrzeugs ist der stärkere Leiterkorb. Kann der alte nur bis zu einem Gesamtgewicht von 270 Kilogramm beladen werden, schafft der Korb an Spitze der neuen Drehleiter 500 Kilogramm. „Die 270 Kilo waren schnell erreicht, zum Beispiel wenn mehrere leichte oder eine schwererer Person gerettet werden musste“, sagt Uwe Kämmrich. Dem demografischen Profil Wittenberges angepasst ist auch eine Rollstuhllagerung, sowie eine Krankentragelagerung für Schwerlasttragen.

Sprungretter kann mitgeführt werden

Angesichts der Einsätze der vergangenen Woche dürfte auch die Lagerungsvorbereitung für den Sprungretter gut gewählt sein. Dass die neue Dreheiter über eine Rückfahrkamera mit Bild und Ton verfügt, ist dem technischen Fortschritt und den Anforderungen an moderne Feuerwehrarbeit geschuldet.

20 Jahre altes Vorgängerfahrzeug wird verkauft

Die neue Drehleiter wird das rund 20 Jahre alte Vorgängerfahrzeug ablösen. „Für einen Übergangszeitraum von rund zwei Monaten werden in der Feuerwehr noch beide Fahrzeuge parallel betrieben“, erklärt Stefan Alff. Die Zeit wird benötigt, um allen Feuerwehrleuten den Umgang mit der neuen Technik beizubringen. Als eigentliche Maschinisten werden 15 Angehörige der Wehr ausgebildet, aber mit der Technik sollten schon alle Feuerwehrleute vertraut sein. Sobald sich alle mit dem neuen Fahrzeug auskennen, wird das alte verkauft.

Vorkommando wird in neue Technik eingewiesen

Erste Kenntnisse im Umgang mit der Investition wird bereits das Vorauskommando erwerben, das am Sonntag von Wittenberge aus die rund 650 Kilometer lange Strecke bis nach Karlsruhe zurücklegt. Ihm gehören neben Uwe Kämmrich und Stefan Alff auch Daniel Hecht, Kevin Tack und Norman Rauth an. Am Montag um 8 Uhr kann das Fahrzeug dann übergeben werden. „Bis einschließlich Dienstag werden die Kameraden beim Hersteller in die Besonderheiten der Fahrzeugbedienung eingewiesen, dann geht es am Mittwoch zurück nach Wittenberge“, sagt Stefan Alff. Die offizielle Übergabe ist für den 6. Juli geplant.

Von Andreas König

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