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Prignitz Neue Erdgastrasse am Rande Pritzwalks
Lokales Prignitz Neue Erdgastrasse am Rande Pritzwalks
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02:18 27.08.2015
Mitarbeiter der Firma Vorwerk Rohrleitungsbau bringen die Rohre für die Erdgastrasse zum Verlegeort. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Die Vorhut wirkt noch eher unscheinbar, aber die Arbeiten an der Erdgasleitung haben es in sich. Auf 367 Metern Länge lässt die Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg (NBB) parallel zur B 103 eine Hochdruck-Erdgasleitung erneuern. Klingt zunächst nicht nach viel Aufwand, aber es sind die Details, die eine sorgfältige Vorbereitung erfordern.

„Die bestehende Leitung stammt noch aus DDR-Zeiten und muss ausgetauscht werden“, sagt NBB-Sprecher Paul-Martin Kiefer. Allerdings sind die Gleisanlagen der Deutschen Bahn (Pritz­walk–Kyritz) ebenso zu queren wie die Bundesstraße 103, die Pritz­walk mit Kyritz verbindet. „Wir werden ein grabenloses Verfahren einsetzen, um diese Hindernisse zu unterqueren“, sagt Paul-Martin Kiefer. Damit sei es möglich, sowohl den Bahnbetrieb als auch den Verkehr auf der Bundesstraße unbehelligt weiter fließen zu lassen. Die Parzellen des nahe gelegenen Kleingartenvereins „Sonnenschein“ bleiben also von den Bauarbeiten verschont. Auch die Bahnreisenden sowie Kraftfahrer auf der Bundesstraße 103 müssen wegen der Sanierung der Gastrasse mit keinen Einschränkungen leben.

„Wir lassen zunächst die neuen Rohre verlegen und nehmen erst danach die alten außer Betrieb“, erklärt der Sprecher. Daher bekomme kein Abnehmer etwas von den Arbeiten mit. Die Trasse führt von Meyenburg über Falkenhagen, Rohlsorf und Ellershagen zunächst nach Heiligengrabe. Dort verzweigt sich die Leitung: der westliche Strang führt nach Pritzwalk, der östliche Abzweig versorgt Wittstock mit Erdgas.

Ralf Simon (l.) und Andreas Kaufmann setzen die Fluchtstangen für die Bautrasse. Quelle: Andreas König

Das Erdgas strömt mit einem Druck von rund 25 Bar durch die Rohre. Das ist für eine Hochdruckleitung eher im unteren Mittelfeld angesiedelt. „Allerdings werden wir diesen Wert erst nach der Sanierung erreichen“, sagt Paul-Martin Kiefer. Gegenwärtig drückt das Gas mit rund 16 Bar auf die Rohrwände.

Wenn die Rohre erneuert sind und der Umschluss erfolgt sein wird, bleibt die alte Leitung allerdings im Erdboden. Das habe technische Gründe. Vor allem werde auf diese Art vermieden, dass die Anlieger behelligt werden. Aus Sicherheitsgründen lässt die Netzgesellschaft die alten Rohre dennoch verfüllen, Fachleute sagen verdämmen, damit die Rohre nicht irgendwann unter der Last der Erde in sich zusammensacken.

Von den 367 Metern neuer Leitung sollen 167 Meter unter Gleis und Straße verlaufen. Wegen der größeren Belastung liegt die Wandstärke der dafür vorgesehen Rohre bei 6,3 Millimetern. Die Standardrohre, die in normalen Gräben verlaufen, besitzen eine fünf Millimeter dicke Außenhülle.

Die Netzgesellschaft Berlin-Bradenburg ist ein Tochterunternehmen des Berliner Versorgers Gasag. In der Prignitz tritt das Unternehmen lediglich als Dienstleister auf. „Wir liefern das Gas bis zu den Verteilerstationen“, erläutert Paul-Martin Kiefer. Wer es von dort zu den Verbrauchern bringt, damit befasst sich die NBB nicht. Im Gebiet der Stadt Pritzwalk ist das Unternehmen Netzbetreiberin für Falkenhagen, Kemnitz und Sadenbeck.

Unweit der jetzt begonnen Baustelle existiert der Netzknotenpunkt Pritzwalk. Dort werden die überregionalen Gasströme nach Perleberg, Schwerin und Rostock verteilt. Es hat mit den aktuellen Arbeiten nichts zu tun.

Von Andreas König

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