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Prignitz Neue Preise, neue Zeiten
Lokales Prignitz Neue Preise, neue Zeiten
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02:15 24.01.2016
Der Sparkassenvorstand in der Perleberger Schalterhalle (v. l.): Stephan Zunke, André Wormstädt und Elfi Gabriel. Wormstädt zeigt einen ersten Entwurf für eine Neugestaltung des Kundenbereichs, der künftig auch multimedial aufgewertet werden soll. Quelle: Bernd Atzenroth
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Perleberg

Sein Bilanzpressegespräch hielt der Vorstand der Sparkasse Prignitz am Donnerstag ausnahmsweise einmal nicht in ihrer Zentrale in Pritzwalk ab, sondern in der Perleberger Hauptgeschäftsstelle. Anlass: Dort wird demnächst, wie schon in Pritz­walk und Wittenberge, die Schalterhalle umgestaltet und energetisch saniert. Alles soll heller und freundlicher werden, die Beratung dafür diskreter. Mit dem Beginn der Arbeiten, die bei fortlaufendem Betrieb durchgeführt werden sollen, ist im Frühsommer zu rechnen – bis zum Jahresende, so der Plan, ist möglichst alles fertiggestellt.

Die Außenansicht der Filiale im Herzen von Perleberg. Quelle: Bernd Atzenroth

Im Gegensatz zum Vorjahr, als zwei kleine Geschäftsstellen geschlossen wurden, ist in diesem Jahr für die 13 verbliebenen Geschäftsstellen nichts dergleichen geplant. Dokumentiert wird das auch dadurch, dass in allen Geschäftsstellen ab März 50 SB-Geräte ausgetauscht oder modernisiert werden. In den 13 Geschäftsstellen mit 24 Geldautomaten und 32 weiteren SB-Automaten arbeiten derzeit 158 Mitarbeiter. Die Sparkasse hält an dieser nach eigener Aussage gewollt aufwändigen Infrastruktur fest. Doch deren Aufrechterhaltung und Modernisierung liefert auch die Begründung dafür, dass das Geldinstitut erstmals seit elf Jahren die Preise im Giroverkehr erhöhen will, und zwar zum 1. Mai 2016. Sparkassenvorstand André Wormstädt kündigte dazu eine Kundeninformation in den kommenden Tagen an. Der zweite Grund ist das anhaltend niedrige Zinsniveau, das zu rückläufigen Erträgen aus dem

Zahlen und Fakten

„Stabile Geschäftsentwicklung in schwierigem Umfeld“ – so hatte die Sparkasse Prignitz ihre Erklärung überschrieben, mit der sie eine Bilanz des Jahres 2015 zog und einen Ausblick auf 2016 gab und die der Vorstand gestern erläuterte. Der Sparkasse Prignitz ist es gelungen, 2015 ihre Bilanzsumme um ein Prozent auf 725 Millionen Euro zu erhöhen. Grund dafür: die Kundeneinlagen, die man um 1,5 Prozent auf 628,9 Millionen Euro steigern konnte.

Das Kreditgeschäft sei zufriedenstellend gewesen, erklärte Vorstandsmitglied Elfi Gabriel. Der Bestand an Krediten beläuft sich auf zirka 238 Millionen Euro. Dabei wurden neue Kredite in Höhe von fast 43 Millionen Euro zugesagt. Allein 24 Millionen Euro davon gingen an Privatkunden.

Die Kundenzahl der Sparkasse im Landkreis Prignitz blieb 2015 in etwa konstant. Der Bestand der Girokonten erhöhte sich auf über 41 800 um zirka 400 bei mehr als 2100 Neueröffnungen. Darin enthalten sind auch Kontoeröffnungen für Flüchtlinge und Asylsuchende.

Anlage- und Kreditgeschäft führt. Und: Die Geschäftszeiten in den Geschäftsstellen werden, von der Ausnahme Glöwen abgesehen, zum 1. März „angepasst“. Das heißt: In allen Geschäftsstellen soll es künftig eine Mittagspause von 13 bis 14 Uhr geben. Außerdem werden sie freitags ab 13 Uhr geschlossen haben. Wormstädt erklärte, dass dies ohnehin in zehn Geschäftsstellen schon der Fall sei. Nun kämen auch noch die Filialen in den Städten hinzu. Die Entscheidung erfolgte nach internen Erhebungen über den Besuch in den Filialen. Die Sparkassen-Kunden nutzten zunehmend die Möglichkeiten per Internetfiliale und App, um ihren Zahlungsverkehr abzuwickeln, hieß es zur Erklärung. Über 37 Prozent der Konten werden zudem bereits online geführt, mit weiter steigender Tendenz.

Einen positiven Aspekt konnte Wormstädt noch vermelden. Für das kommende Ausbildungsjahr hatte die Sparkasse ausreichend Bewerber – fünf von ihnen könnten ihre Ausbildungsstelle im August antreten, die Sparkasse wartet aber noch auf die Zusagen der jungen Leute, die allesamt aus der Region kommen. Im vergangenen Jahr hatte dies noch ganz anders ausgesehen, so dass die Sparkasse Prignitz am Mobipro-Programm teilnahm und eine spanische Azubi einstellte. Die Erfahrungen damit sind gut. Sollten wider Erwarten doch Kandidaten abspringen, wäre ein Azubi aus einem EU-Land über Mobipro auch wieder eine gute Alternative.

Von Bernd Atzenroth

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