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Prignitz Neue Signaltechnik für Bahnübergang
Lokales Prignitz Neue Signaltechnik für Bahnübergang
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00:18 22.08.2016
Fahrzeuge aus dem Stadtzentrum (in Blickrichtung) haben künftig Vorfahrt. Wer aus Wittenberge kommt, muss warten. Auch die Tage des Andreaskreuzes sind gezählt. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Der Bahnübergang in der Wittenberger Straße wird vollständig erneuert und der gesamte Kreuzungsbereich zur August-Bebel-Straße dazu. Ab Montag, 29. August, ist dieser für Perleberg neuralgische Verkehrsknoten für Fahrzeuge gesperrt – voraussichtlich bis zum 21. November.

Die anstehenden umfangreichen Arbeiten skizzierte jetzt Gisbert Gahler, Sprecher im Regionalbüro Kommunikation Berlin, in einem Gespräch mit der MAZ. „Die technische Sicherung des Bahnübergangs erfolgt gegenwärtig durch eine mechanische Schrankenanlage und Blinklichtsignalen, die in den Andreaskreuzen integriert sind“, beschreibt er den Ist-Zustand. Die alte Technik, wahrscheinlich in den 1930er Jahren oder noch früher errichtet, wurde einst per Hand bedient, was ein geschultes Auge noch heute erkennt. Später erhielten die mechanischen Schrankenwinden allerdings einen elektrischen Antrieb.

Lange Wartezeiten soll es bald nicht mehr geben

Bedient werden die Schranken aktuell vom Fahrdienstleiter im nahen Perleberger Bahnhof. Der Kreuzungsbereich ist vom Stellwerk aus jedoch nicht unmittelbar einsehbar.„Daher besteht eine Signalabhängigkeit zu den Hauptsignalen des Bahnhofs Perleberg“, erklärt Gisbert Gahler. Das heißt, solange der Zug den Bahnhof nicht verlassen hat, kann die geschlossene Schranke vom Fahrdienstleiter nicht geöffnet werden, selbst wenn er den Knopf versehentlich drücken sollte. Ebenso kann sich die Schranke erst öffnen, wenn der Zug aus Pritzwalk in den Bahnhof eingefahren ist. Erst dann kann der Fahrdienstleiter das Signal drücken. Daher sind die Wartezeiten am Bahnübergang auch ziemlich lang.

Das soll sich jetzt ändern. Um den Verkehr flüssiger zu machen, erhält der Bahnübergang „eine signalabhängige Lichtzeichenanlage Rot-Gelb mit Halbschranken und zusätzlichen Gehwegschranken.“ Die Schranken stehen nicht mehr schräg zur Fahrbahn, sondern im rechten Winkel und rücken direkt an die Gleise ran.

Alte Technik ist ausgereizt. Quelle: Beeskow

Auch der Straßenverkehr läuft dann anders

Das elektronische Signal zum Schließen und Öffnen der Halbschranke kommt von Einschaltpunkten, die sich in den Gleisen befinden. „Die Schrankenschließzeiten verkürzen sich dadurch erheblich. Sie dauern künftig nur noch 120 bis 150 Sekungen“, erklärt der Bahnsprecher. Allerdings werden diese kurzen Schließzeiten erst ab Oktober 2017 erreicht – mit der Inbetriebnahme eines neuen elektronischen Stellwerks auf dem Bahnhof. Dazu wird die gesamte Sicherungstechnik erneuert. Einen Fahrdienstleiter wird es dann nicht mehr geben. Die komplexen Arbeiten auf dem Bahnhof beginnen im April oder Mai 2017 mit der Errichtung eines neuen Mittelbahnsteigs. Der Bahnhof wird dabei barrierefrei umgebaut.

Bei den demnächst beginnenden Arbeiten wird allerdings nicht nur der Bahnübergang erneuert. Völlig neu gestaltet wird auch die Kreuzung Wittenberger/ August-Bebel-Straße. Die abbiegende Hauptstraße aus Richtung Bad Wilsnack (Aral Tankstelle) führt künftig nach rechts über den Bahnübergang in Richtung Stadtzentrum. Fahrzeuge aus Richtung Wittenberge müssen dann warten, Fahrzeuge aus dem Stadtzentrum haben Vorfahrt. Damit sollen Rückstaus bis in die Feldstraße vermieden werden. Rund 700 000 Euro kostet der Ausbau. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist die Stadt an den Kosten nicht beteiligt.

Von Michael Beeskow

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