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Prignitz Neue Strategie bei Flüchtlings-Unterkünften
Lokales Prignitz Neue Strategie bei Flüchtlings-Unterkünften
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09:22 27.11.2015
In diesem Haus in der Wahrenberger Straße in Wittenberge sollen Asylbewerber untergebracht werden. Quelle: Andreas König
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Wittenberge

Noch können die Flüchtlinge im Landkreis Prignitz in Wohnungen untergebracht werden. Doch das dürfte sich bald ändern. Der Landkreis beabsichtigt, das Haus Wahrenberger Straße 41 in Wittenberge als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber zu nutzen. Die ehemalige Wohnstätte der Lebenshilfe wird gegenwärtig für die Aufnahme der Flüchtlinge hergerichtet.

Oliver Hermann und Christian Müller. Quelle: Andreas König

„Wir beabsichtigen, in dem Gebäue, das dem Landkreis gehört, Kapazität zur Aufnahme von zunächst 30 Asylbewerbern zu schaffen“, erklärte der Vizelandrat. Maximal 50 Personen könnten in dem Gebäude untergebracht werden. Es ist laut Christian Müller die erste Gemeinschaftsunterkunft im Landkreis Prignitz, seit dieser die dezentrale Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen in Wohnungen praktiziert. „Wir wollen so lange das möglich ist, daran festhalten“, sagte Christian Müller. „Aber wir bekommen die Wohnungen gar nicht so schnell bezugsfertig, wie das erforderlich wäre“, begründete Christian Müller. Allein im Oktober seien 190 Personen aufgenommen worden, 50 weniger als im gesamten Jahr 2014. Auch sei es einfacher, eine kreiseigene Immobilie herzurichten als ein Haus, das von Vermietern bereitgestellt wird.

Angst vor Nazi-Angriffen und Schmierereien

Vor dem Pressegespräch am Mittwochabend hatten Christian Müller, Bürgermeister Oliver Hermann und Polizeiinspektionsleiter Peter Schröder die Anwohner und Gewerbetreibenden in der unmittelbaren Nachbarschaft informiert. „Die Veranstaltung verlief erstaunlich ruhig und diszipliniert“, lobte der Bürgermeister. Die Bewohner hätten keine Ängste vor den Flüchtlingen artikuliert, sondern sich eher besorgt gezeigt, dass fremdenfeindliche Aktionen die Sicherheit gefährden könnten. Die Polizei habe zugesichert, „die erforderlichen Maßnahmen“ zu treffen. Anlass zur Sorge hätten vor allem die Nazi-Schmierereien sowie Angriffe auf die neue Asylunterkunft im Jugendgästehaus gegeben. Laut Christian Müller sind dort gegenwärtig etwa 30 Asylbewerber untergebracht – allerdings anders als für die Wahrenberger Straße vorgesehen, in abgeschlossenen Wohngruppen.

Aus Sicht der Stadt und des Kreises sei es wichtig, möglichst schnell dafür zu sorgen, dass sich die Neuankömmlinge integrieren können. Christian Müller nannte Sprachkurse und Arbeitsmöglichkeiten für Flüchtlinge und Asylbewerber. Eine zentrale Anlaufstelle soll das Bürgerzentrum im Jahn-Schul-Viertel werden. Schon jetzt gebe es dort Angebote, die ausgeweitet werden sollen, kündigte Oliver Hermann an. Wünschenswert sei es auch, dass die Neu-Bürger, denn das seien die Asylbewerber, sich in Vereinen der Stadt betätigen könnten.

Mit der Ankunft der weiteren Asylbewerber in Wittenberge sei für Januar zu rechnen, sagte Christian Müller. Garantieren könnte das jedoch niemand. In diesem Zusammenhang dankte Bürgermeister Hermann dem Landkreis, der einen einmaligen Landeszuschuss an die Kommunen weitergereicht habe. „Doch davon abgesehen, bleiben wir bisher auf den Kosten für die Aufnahme der Flüchtlinge weitgehend sitzen“, klagte das Stadtoberhaupt.

Von Andreas König

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