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Neuer Bahnhofsbesitzer gegen Windräder

Siegfried Ryll meldete ehemalige Station in Kleinow als Wohnsitz an Neuer Bahnhofsbesitzer gegen Windräder

Es hatte sich in den Ausschussberatungen angedeutet: Möglicherweise können in Kleinow nur drei der einstmals fünf geplanten Windkraftanlagen gebaut werden. Zwei Anlagen waren in die Nähe des alten Kleinower Bahnhofs geplant. Dessen Besitzer hat diesen jetzt als Wohnsitz angemeldet, wie er den Plattenburger Gemeindevertretern mitteilte.

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Der leerstehende Bahnhof Kleinow wurde gekauft und soll wieder als Wohnhaus hergerichtet werden.

Quelle: Michael Beeskow

Kleinow. Drei oder fünf Windräder, das ist hier die Frage. Die Plattenburger Gemeindevertreter befassten sich am Montag in einer Sitzung in Kleinow mit dem geplanten Windpark am Rande des Ortsteils. Rund 200 Meter hoch sollen die Windräder laut Vorhabenträger, die Firma UKA Umweltgerechte Kraftanlagen sein. Fünf davon möchte UKA in der Nähe des Ortes errichten.

Zum Zünglein an der Waage könnte ein neuer Einwohner des Dorfes sein. Autohändler Siegfried Ryll aus Wittenberge hat den ehemaligen Bahnhof nicht nur gekauft, sondern jetzt sogar als Wohnsitz angemeldet. Seiner Argumentation zufolge muss der Bahnhof nun als Wohnhaus und damit Teil der Wohnbebauung gewertet werden. Windräder der geplanten Dimension dürften davon erst in einem Abstand von mindestens 800 Metern gebaut werden. Sollte der Bahnhof der Wohnbebauung zugeschlagen werden, wären höchstens noch drei Windräder möglich. Um mit den Windkraftanlagen auf der sicheren Seite zu sein, soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden. das hatte die Gemeindevertretung bereits 2014 beschlossen. Bis das Dokument in Kraft ist, darf nichts gebaut werden., die Gemeindevertreter haben auch eine Veränderungssperre beschlossen. Noch im November vergangenen Jahres hatte Siegfried Ryll dem Ausschuss für Ordnung, Soziales und Umwelt vom Kauf des durch einen Brand beschädigten Bahnhofs berichtet. Das Gremium hatte daraufhin den Vorentwurf zurückgestellt.

Nach einigen Diskussionen beschlossen die Gemeindevertreter, mit dem Planentwurf in die Offenlage zu gehen. Der Einwand, dass es sich beim Bahnhof um Wohnbebauung handelt, wäre dann einer von mehreren möglichen. Parallel zu diesem Entwurf hat die Firma UKA die Errichtung von fünf Anlage nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz beantragt. Dieses Ansinnen hat die Gemeindevertretung ab Montag jedoch abgelehnt. „Solch einen Antrag stellt man üblicherweise erst, wenn ein Bebauungsplan vorliegt“, sagte der Plattenburger Bauamtsleiter Martin Nagel. Da sich der Plan jedoch gerade in der Offenlage befindet, sei es ratsam, zunächst den Ausgang des Beteiligungsverfahrens abzuwarten.

Im Planentwurf, den die Gemeindevertreter gebilligt haben, ist der Windpark allerdings noch mit fünf Windrädern enthalten. Vieles hängt nun davon ab, ob der Bahnhof als Wohngebäude eingestuft wird oder nicht. Die Entscheidung darüber können die Gemeinde oder der Landkreis Prignitz treffen.

Von Andreas König

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