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Neuer Blitzer bei Perleberg

Fünf Unfallschwerpunkte ausgemacht Neuer Blitzer bei Perleberg

Warum kracht es so oft an der Auffahrt von der B 5 zur B 189 bei Perleberg? Die Prignitzer Unfallkommission vermutet, dass hier zu schnell gefahren wird – deswegen soll jetzt an dieser Stelle ein stationäres Messgerät aufgestellt werden. Vier weitere Unfallhäufungsstellen sind kreisweit im Fokus der Kommission, so auch die B 189 zwischen Groß Pankow und Pritzwalk.

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An der B 5 bei Schönfeld steht schon lange ein Blitzer. Jetzt soll nur etwa fünf Kilometer entfernt in Richtung Perleberg ein weiteres Gerät installiert werden – der Termin ist noch offen.

Quelle: Atzenroth

Perleberg. Fünf Unfallhäufungsstellen hat die Prignitzer Unfallkommission bei ihrer jüngsten Tagung am Mittwoch kreisweit ausgemacht. „Wir sind in dieses Jahr mit zwei Unfallhäufungsstellen gestartet“, erklärte dazu Anja Autzen, Sachbereichsleiterin Ordnung und Verkehr beim Landkreis Prignitz. Jedoch hat die Zunahme einen einfachen Grund: Die Definition davon, was eine solche Stelle ist, war geändert worden. So werden jetzt auch Orte erfasst, an denen dreimal im Jahr Personen zu Schaden gekommen sind, unbeachtlich dessen, wie oft es hier sonst kracht. Einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr wird es aber wohl bei den Unfallzahlen geben: Bis Oktober waren 2167 Unfälle auf Prignitzer Straßen verzeichnet worden. Dramatisch sei dies nicht, meinte Anja Autzen. Der Mittelwert der Vorjahre liege bei 2138. Leider sind in diesem Jahr schon elf Menschen in der Prignitz zu Tode gekommen und 270 verletzt worden. Deutlich angestiegen sind die Unfallzahlen außerorts – ein Drittel aller Ereignisse sind Wildunfälle. Dabei belegt die Prignitz auch landesweit einen Spitzenplatz. Rückläufig sind bei den Unfallursachen die Geschwindigkeit und der Alkohol. Sehr positiv ist der Trend bei den jungen Fahrern zwischen 17 und 14 Jahren. „Wider Erwarten“ habe sich das begleitete Fahren ab 17 als Erfolg gezeigt. Eine gegenläufige Tendenz gibt es aber bei den Senioren, allerdings analog zur demografischen Entwicklung.

Ein Schwerpunkt ist der Knotenpunkt der B 189 mit der B 5 nördlich von Perleberg. An der Ausfahrt in Richtung Wittenberge hat es zwischen Juni 2014 und Juni 2015 sechsmal gekracht. Das Muster war immer gleich: Von Perleberg kommende Linksabbieger missachteten den Gegenverkehr. Die Kommission vermutet, dass an dieser Stelle, an der Tempo 60 gilt, zu schnell gefahren wird. Jetzt wird die Einrichtung eines stationären Blitzers vorbereitet.

Die Abfahrt aus Richtung Wittenberge soll durch den Rückbau der Schutzplanken entschärft werden, die an dieser Stelle ein Sichthindernis sind.

Beobachtet wird die B 189 zwischen Groß Pankow und Pritzwalk. Hier gebe es relativ häufig Unfälle. Jedoch hat sich die Lage nach dem Ausbau zwischen Kuhbier und Pritzwalk deutlich beruhigt. Bis zum Ende der weiteren Ausbauarbeiten um Groß Pankow Mitte 2017 werde diese Unfallhäufungslinie weiter beobachtet.

Neu ist eine Häufungsstelle in Wittenberge: Gleich acht Unfälle wurden an der Kreuzung Perleberger Straße/Karl-Marx-Straße verzeichnet, davon fünf mit Personenschaden. Bei der Ortsbesichtigung konnte die Kommission dafür aber noch keinen einleuchtenden Grund ausmachen. Auch der neue Kreisverkehr auf der B 5 bei Karstädt scheint es in sich zu haben. Doch vermutet Anja Autzen, dass sich dies wieder ändern wird, wenn sich die Menschen an die neue Verkehrsregelung gewöhnt haben. Die Geschwindigkeitsbegrenzung wird aber auf jeden Fall weiter nach vorne verlagert.

Die Kommission setzt sich aus Vertretern der Straßenverkehrsbehörden, der Polizei und der Straßenbaulastträger zusammen. Ihre Aufgabe laut Anja Autzen: „Wir wollen Unfallhäufungsstellen erkennen und beseitigen.“ Abgesehen davon sei man aber auch „mit offenen Augen unterwegs“, um präventiv tätig zu werden. Aus der Bevölkerung erhält die Kommission Anregungen, wenn „das subjektive Empfinden“ besteht, dass eine Stelle unfallträchtig ist. „Wir können dann mit belastbaren Zahlen antworten und sagen, ob das stimmt.“

Von Bernd Atzenroth

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