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Neuer Feuerwehrhänger löst 1976er Modell ab

Pritzwalk Neuer Feuerwehrhänger löst 1976er Modell ab

Über einen neuen Anhänger freuen sich die Pritzwalker Feuerwehrleute. Das neue Gerät löst einen 41 Jahre alten Schlauchanhänger ab, der eigentlich gar keine Zulassung mehr für die Straße hatte. 8000 Euro hat das gute Stück samt Ausrüstung gekostet. Der Vorgänger aus dem Jahr 1976 landet trotz seiner vielen Einsatzjahre nicht auf dem Schrot, sondern anderweitig verwendet.

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Der neue Logistik-Anhänger der Feuerwehr Pritzwalk wurde am Freitag im Dienst gestellt.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. 41 Jahre ist der Schlauchanhänger, mit dem die Pritzwalker Feuerwehr Verbrauchsmaterial und ähnliches zu den Einsatzorten transportiert hat. Der rote Anhänger stammt noch aus DDR-Produktion und besaß eigentlich gar keine Straßenzulassung mehr. Weil der Blechmantel aus einem Stück gefertigt war, neigte die Konstruktion zum Verwinden – die Türen schlossen nicht mehr richtig und mussten mit Spanngurten zugehalten werden.

Das alles ist seit Freitag Vergangenheit. Die Feuerwehr Pritzwalk stellte einen neuen Anhänger in Dienst. „Die Stadt hat sich entschlossen, diese Technik selbst anzuschaffen, ohne Fördermittel in Anspruch zu nehmen“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel. Der wenig befriedigende Zustand des bisherigen Anhängers wurde schon seit Jahren beklagt, zuletzt bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Pritz­walk in diesem Jahr.

Anhänger passt an verschiedene Fahrzeuge

„Dieser Anhänger wird für logistische Zwecke eingesetzt“, sagte Stadtbrandmeister Volker Lehmann. Die Technik steht allen 14 Ortswehren der Stadt Pritzwalk zur Verfügung, wird aber im Pritz­walker Feuerwehrgerätehaus stationiert.

Der alte Hänger hatte noch einen weiteren gravierenden Nachteil. Mit seiner speziellen Anhängerkupplung passte er nur hinter ein einziges Tanklöschfahrzeug der Pritzwalker Feuerwehr. Wenn er irgendwo benötigt wurde, musste also stets ein Feuerwehrangehöriger mit Lkw-Führerschein und dem Tanklöschfahrzeug ausrücken. Der neue Anhänger kann von verschiedenen Fahrzeugen zum Einsatzort gezogen werden.

Gekostet hat das Fahrzeug inklusive der zusätzlich beschafften Innenausstattung knapp 8000 Euro. „Wir werden auch künftig Anschaffungen tätigen, die nicht mit Fördermitteln untersetzt sind – natürlich im Rahmen des Haushaltsansatzes“, sagte Ronald Thiel. Anders lasse sich ein kontinuierlicher Ersatz von veralteter Technik nicht in einer vertretbaren Zeit bewerkstelligen.

Für 1,8 Tonnen Nutzlast ausgelegt

Ortswehrführer Adrian Zechser verwies auf die Notwendigkeit einer einsatzbereiten und zeitgemäßen Ausrüstung. „Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sind die einzigen Ehrenamtler mit einem öffentlichen Auftrag“, sagte er.

Peter Gronau, Fachbereichsleiter Brandschutz bei der Stadtverwaltung, erläuterte einige technische Daten. Der neue Anhänger hat eine zulässiges Gesamtgewicht von zwei Tonnen, wobei er eine Nutzlast von 1,8 Tonnen aufnehmen kann. In den Rollwagen, die zeitgleich mit dem Hänger angeschafft wurden, kann allerlei Ausrüstung untergebracht werden. Typisch wären zum Beispiel Ölbindemittel oder andere Verbrauchsmaterialien. Zwar wird der Vorgänger-Anhänger nicht mehr bei Einsätzen genutzt, auf den Schrott muss er jedoch noch nicht. „Wir werden ihn als Ersatzteilspender nutzen“, sagte Volker Lehmann.

Von Andreas König

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