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Neuer Kabelversorger für WBG-Wohnungen

Pritzwalk Neuer Kabelversorger für WBG-Wohnungen

Die Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk schloss am Freitag einen Zehnjahresvertrag mit dem neuen Kabelversorger Pepcom. Dieser hatte sich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Noch in diesem Jahr baut er für alle 1422 WBG-Wohnungen ein Glasfasernetz auf, das Fernsaehkomsum im Streaming-Zeitalter und superschnelles Internet ermöglicht.

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Bei der Vertragsunterzeichnung (v. l.): Ellen Prill, Rüdiger Schmidt und Marén Tänzer.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Es soll eine langfristige Partnerschaft werden: Die Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk (WBG) hat am Freitag einen Vertrag mit einem neuen Kabelversorger geschlossen. Ab dem 1. Januar 2018 übernimmt die Firma Pepcom, ein Unternehmen des drittgrößten deutschen Kabelbetreibers Tele Columbus, diese Aufgabe für die kommenden zehn Jahre. Sie hatte sich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Für die Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk unterschrieb Geschäftsführerin Ellen Prill den Vertrag, für Pepcom taten dies Rüdiger Schmidt und Marén Tänzer.

Pepcom wird noch in diesem Jahr ein neues Breitbandnetz für die Wohnungsbaugesellschaft errichten. Ab Januar 2018 sollen darüber alle 1422 Wohneinheiten der WBG mit Fernsehen, Internet und Telefon versorgt werden. Pepcom ist dabei ein Spezialist für Glasfasernetze, was wohl auch ein Grund ist, warum sich die Firma bei der Ausschreibung durchsetzen konnte. Das Glasfasernetz in FTTB-Struktur reicht dabei bis in die Gebäude hinein. Von einer neuen zentralen Kopfstelle aus, in der die TV-Programme und die IP-Signale für die Telefon- und Internetversorgung aufbereitet werden, für die Glasfasern zu den sogenannten Nodes in den Gebäuden. Wo sich die Kopfstelle befinden wird ist noch nicht entschieden. Vom Keller bis in die Wohnungen hält dann eine neue Kupfer-Koaxialverkabelung für den Frequenzbereich bis 1006 MHz mit aktivem Rückkanal Einzug.

Tiefbauarbeiten fürs Glasfasernetz

Rüdiger Schmidt wies auf eine Besonderheit hin: In die Wohnungen werden auch Leerrohre, also kleine Mikroröhrchen, gezogen. Soll heißen: Um Glasfaserkabel zu einem Zeitpunkt X auch in die Wohnungen legen zu können, wird es nur noch erforderlich sein, einen Glasfaserstrang durch die leere Kabelhülle zu pressen. Dafür werden jetzt bereits genügend Glasfaserstränge gelegt. So müsse es nur beim Aufbau des Glasfasernetzes Tiefbauarbeiten geben, bei einem späteren Ausbau nicht.

Die Tiefbauarbeiten stehen noch in diesem Jahr an. Prill und Schmidt kündigten an, dass es dazu noch Informationsveranstaltungen für Bürger geben soll. Ellen Prill wies darauf hin, dass sich wegen der Angelegenheit derzeit niemand bei der WBG melden muss – sie kommt auf die Mieter zu.

Superschnelles Internet als Nebenprodukt

Möglich ist es auch, Dritte an dieses Netz anzuschließen, sofern sie direkt an der Glasfaserleitung liegen. Auch dazu soll beizeiten das Gespräch gesucht werden. Rüdiger Schmidt: „Vorrangig werden die Wohnungen der WBG angeschlossen. Alles andere, was an der Trasse liegt, wird abgefragt.“ Sofern der Bedarf bestehe, auch darüber hinaus an dieses Netz angeschlossen zu werden, müsse dies zunächst kalkuliert werden.

Ellen Prill betonte, dass es Hauptanliegen der WBG sei, die Fernsehversorgung im Zeitalter von HD-Qualität und Streamingdiensten für alle ihre Mieter sicherzustellen. Als die 22 Jahre alte Kupferleitung erneuert werden musste, entschied sich die WBG direkt für ein größere Investition in die Zukunft. Wer noch ein Analog-TV besitzt, wird mit einem Receiver ausgestattet, um dieses vorerst noch weiter benutzen zu können. Quasi als Nebenprodukt erhalten die Mieter aber auch superschnelles Internet mit Geschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit, was vor allem für Geschäftsinhaber interessant sein dürfte. Tatsächlich könne dieses Netz, so Schmidt, „den künftigen Sprung in das Gigabit-Zeitalter begleiten“. Ellen Prill: „Wir wollen unseren Mietern einen Mehrwert bieten. Schließlich stehen auch wir im Wettbewerb.“

Von Bernd Atzenroth

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