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Neuer Treffpunkt für Familien in Pritzwalk

Eltern-Kind-Zentrum des Pfarrsprengels Neuer Treffpunkt für Familien in Pritzwalk

Pritzwalk hat jetzt ein Zentrum für Familien, das Eltern jederzeit offen steht. Das vom Pfarrsprengel der Dömnitzstadt betriebene Haus soll eine Lücke im sozialen Angebot schließen. Vier hauptamtliche Mitarbeiter kümmern sich ab sofort um jene, die Unterstützung suchen. Jetzt hängt alles davon ab, wie das Angebot angenommen wird.

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Greta (links) und Enno eroberten das Spielzimmer im neuen Familientreffpunkt.

Quelle: Christamaria Ruch

Pritzwalk. Der übergroße, goldene Pappschlüssel symbolisierte am Sonntagmittag in der Grünstraße 49 in Pritzwalk eine neue Zeitrechnung. Die ehemalige Superintendentur steht nun als Eltern-Kind-Zentrum (Ekidz) allen Besuchern offen. Der Pfarrsprengel Pritzwalk ist Träger der Einrichtung. 30 000 Euro aus dem Fonds Missionarischer Aufbruch der Landeskirche flossen als Anschubfinanzierung in Umbau und Erstausstattung. Gut vier Jahre vergingen von der ersten Idee bis zur Eröffnung.

„Wir möchten ein Ort für Familien in und um Pritzwalk sein und stehen ihnen allen offen“, sagte Christine Flassig, Vorsitzende vom Gemeindekirchenrat (GKR) Pritz­walk. Und: Das Team vom Eltern-Kind-Zentrum möchte auch dabei helfen, schulische, familiäre oder soziale Probleme zu bewältigen.“ Doch vor allem wünschte sie den vier Mitarbeitern der Einrichtung Gottes Segen bei ihrer Arbeit.

Mitarbeiter und Gäste bei der Eröffnung

Mitarbeiter und Gäste bei der Eröffnung.

Quelle: Ruch

Pritzwalks Vizebürgermeister, Ronald Thiel, reihte sich in die Schar der Gratulanten ein. „Von hier soll ein Signal ausgehen – die Türen stehen allen offen“, sagte er im Grußwort. Und: Die Lage in der Innenstadt ist attraktiv und ich hoffe auf Zulauf und Annahme.“ Die Stadt zeigt auch zukünftig den Schulterschluss mit der Kirchengemeinde, so Thiel: „Das Angebot für unsere Unterstützung steht.“ Johannes Bulawa, Vorsitzender des katholischen Pfarrgemeinderates in Pritzwalk, hofft „auf einen Dialog.“ Die Ausgangssituation für die hauptamtlichen Mitarbeiter ist komfortabel: Inka Panten, Kersten Volkmann, Carmen Mir und Jörn Walther haben zunächst auf sechs Jahre befristete Arbeitsverträge. Die Personalkosten trägt zu 100 Prozent der Kirchenkreis Prignitz. „Dazu gab es einen Grundsatzbeschluss bei der Herbstsynode 2014 des Kirchenkreises“, sagte Ellen Winter, stellvertretende Leiterin des Kirchlichen Verwaltungsamtes in Kyritz. Denn: „Wir erhoffen uns, dass von der Einrichtung eine Wirkung über den Pfarrsprengel hinaus ausgeht. Eventuell wird das Haus sogar einen Modellcharakter haben.“

Johannes Bulawa (links) und Jörn Walther im Gespräch

Johannes Bulawa (links) und Jörn Walther im Gespräch.

Quelle: Ruch

Sozialpädagoge Jörn Walther umriss mit klaren Worten die eigentliche Herausforderung: „Entweder die Leute laufen uns das Haus ein oder wir stehen ein halbes Jahr ohne Besucher da.“ Dabei betont er: „Trotz der kirchlichen Finanzierung bieten wir unkonfessionelle Arbeit an.“ Es wird weder Bibelstunden noch Andachten geben. Krabbelgruppen, Elternfrühstück, Kinderturnen oder Hausaufgabenhilfe – die Liste der Angebote ist lang. „Es gibt feste Öffnungszeiten, aber nach Bedarf werden diese auch verändert“, sagte Pfarrerin Ina Piatkowski. Montags bis freitags stehen die Türen von 9 bis 17 Uhr offen und abends nach Bedarf. „Vormittags sind wir für die kleinen Besucher und nachmittags für die großen da“, so Jörn Walther. Einzig der Mittwoch Nachmittag ist ein Fixpunkt. „Der Erzähl- und Spieletreff für Eltern und Kinder ab zwei Jahre wird immer an diesem Tag sein. Vorlesen steht dabei mit im Vordergrund.“ Enno (18 Monate) und seine dreijährige Schwester Greta besichtigten mit ihren Eltern Theda und Maximilian van de Loo die hellen und modern eingerichteten Räume. „Wir haben schon lange einen Bezug zur Kirchengemeinde und werden diesen Treffpunkt regelmäßig nutzen. Bisher fehlte hier so etwas“, sagte Theda van de Loo. Besonders gefällt ihr, dass „sowohl für kleinere als auch größere Kinder gemeinsam etwas geboten wird.“ David Kahl, Sachbereichsleiter Allgemeiner sozialer Dienst beim Landkreis Prignitz: „Das Ekidz ist keine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten anderer Träger, vielmehr ist es eine Erweiterung“, sagte er am Rande der Eröffnungsfeier. Er wies darauf hin: „Das sind hier alles niedrigschwellige Angebote und die Einrichtung lebt ausdrücklich vom Mitmachen aller.“

Von Christamaria Ruch

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