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Neuer Vorstand bei den KMG-Kliniken

Wolfgang Neubert geht, Stefan Eschmann kommt Neuer Vorstand bei den KMG-Kliniken

Führungswechsel bei den KMG-Kliniken: Der Unternehmensgründer Wolfgang Neubert wechselt in den Aufsichtsrat. Sein Nachfolger an der Spitze des Klinikkonzerns wird Stefan Eschmann. Vor dem Wechsel nach Bad Wilsnack war Eschmann er für die Helios-Kliniken tätig.

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Wolfgang Neubert (2.v.l.) wechselt zum 1. Januar 2014 an die Spitze des Aufsichtsrats der Gruppe. Vorstandsvorsitzender wird Stefan Eschmann (3.v.l.), bisher Finanzvorstand. Franz Tepper (l.), bisher Aufsichtsratsvorsitzender, wird Aufsichtsratsmitglied, Volker Kalwatz (r.) verantwortet im Vorstand weiterhin das operative Geschäft.

Quelle: Andreas König

Bad Wilsnack. Nach 23 Jahren an der Spitze der KMG-Kliniken tritt die Gründerfamilie Neubert ins zweite Glied. Zum 1. Januar nächstens Jahres wechselt Vorstandsvorsitzender Wolfgang Neubert an die Spitze des Aufsichtsrates des Gesundheitskonzerns, der als „Public Limited Company“ (PLC) englischen Rechts firmiert. Seine Funktion übernimmt der 41-Jährige Hamburger Jurist Stefan Eschmann, wie das Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt hat.

„Der Wechsel ist sozusagen eine vorgezogene Nachfolgeregelung“, erläuterte Wolfgang Neubert. Ziel sei es, die Geschicke der Unternehmensgruppe weniger abhängig von den Mitgliedern der Gründerfasmilie zu machen. Die KMG-Kliniken PLC gehört zwei Familienstiftungen. In der nach ihm benannten „Dr. Wolfgang-Neubert-Stiftung“ hat der Gründer das Sagen, an der „Dres.-Neubert-Familienstiftung“ sind sowohl Wolfgang Neubert als auch seine Frau Barbara Neubert, ebenfalls promovierte Medizinerin, beteiligt.

„Dieses Modell schützt das Unternehmen, sodass ein Verkauf nahezu ausgeschlossen ist“, erläuterte der noch amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Franz Tepper. Mit den nun verkündeten Personalentscheidungen sei sichergestellt, dass die Unternehmensgruppe weiter erfolgreich geführt werden kann, unabhängig vom Wohlergehen der Gründerfamilie. „Dabei haben wir keinen Anlass zur Sorge, es ist eben eine Vorsichtsmaßnahme“, erklärte Franz Tepper. Das Unternehmen befinde sich derzeit in vergleichsweise ruhigem Fahrwasser, so dass man die Umstrukturierungen ohne Druck angehen könne.

Die Kontrolle des Konzerns verbleibe ohnehin in den Händen der Familie Neubert. Der scheidende Vorstandsvorsitzende Wolfgang Neubert werde als Aufsichtsratsvorsitzender „weiter die strategische Ausrichtung der KMG-Kliniken mitbestimmen“, hieß es. Das Unternehmen beschäftige 3600 Mitarbeiter und hat nach eigenen Angaben im vergangen Jahr einen Umsatz von 221 Millionen Euro erzielt. Zur KMG-Gruppe gehören fünf Krankenhäuser, darunter die in Pritzwalk, Wittstock, Kyritz und Havelberg, drei Rehakliniken, unter anderem die Elbtalklinik in Bad Wilsnack, zehn Seniorenheime, drei medizinische Schulen und diverse Servicegesellschaften. Hinzu kommt die weitgehend eigenständig agierende Ambiente-Hotelgruppe.

Stefan Eschmann, der neue Mann an de Spitze des Konzerns, steht bereits seit einem halben Jahr in dessen Diensten. Vor dem Wechsel nach Bad Wilsnack war er für die Helios-Kliniken tätig.

Die wichtigsten Projekte der nächsten Zeit sind der Neubau des Klinikums in Kyritz und die Modernisierung des Standortes in Havelberg, sagte Wolfgang Neubert. Beide Vorhaben sollen noch vor dem Beginn der Bundesgartenschau 2015 in der Havelregion fertiggestellt werden. Zudem ist geplant, die Zahl der Seniorenpflegeplätze von derzeit 800 auf 1000 aufzustocken. Seit 1991 hat die KMG- 400 Millionen Euro investiert.

Von Andreas König

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