Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Neues Fahrzeug für Awo-Heim
Lokales Prignitz Neues Fahrzeug für Awo-Heim
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:49 27.02.2018
Konfetti: Die Belegschaft um Leiterin Petra Baich (2. v. r.) und die Bewohner des Awo-Kleinstheims im Pritzwalker Hainholzweg freuen sich über ein neues Fahrzeug, das über die Aktion Mensch mitfinanziert wurde. Quelle: Beate Vogel
Pritzwalk

Die Freude war ansteckend: Fast blendete der weiße Lack des nagelneuen Transporters in der tief stehenden Wintersonne, den die Belegschaft und die Bewohner des Kleinstheims der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Pritzwalker Hainholzweg am Freitag offiziell übernehmen durften. Ein Jahr lang haben die Pritzwalker laut Heimleiterin Petra Baich darauf gewartet. Die Stimmung war gelöst – auch wenn die Konfettikanone beim Fototermin nicht gleich funktionierte.

Das neue Fahrzeug, dessen Finanzierung zum größeren Teil die Aktion Mensch übernommen hat, ersetzt einen 14 Jahre alten Kleinbus. „Der Neue hat zwar nicht mehr Plätze, ist aber viel geräumiger“, erklärt Petra Baich. Das sei für die Ausflüge der Heimbewohner entscheidend: „Wir haben oft viel Gepäck und vor allem Rollatoren und Rollstühle zu transportieren.“

Kleiner Benzin-Zuschuss vom Bürgermeister

Fast jeder nutzte die Gelegenheit, sich mal in das neue Fahrzeug hineinzusetzen, die Sitze umzuklappen, die Türen auf- und zuzuschieben. Dass die Handbremse jetzt links ist, ist für die Mitarbeiter Gewöhnungssache. Wichtigste Neuerung am Bus ist ein kleiner Tritt zum Einsteigen. Bisher mussten sich die Fahrgäste mit einer Hutsche behelfen, wie Petra Baich erklärte. Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel überreichte zur Freude des Awo-Teams einen kleinen Zuschuss fürs Benzingeld. Noch am Freitag wollte Petra Baich die Jungfernfahrt mit dem Bus machen.

Das alte Auto hat seinen Dienst getan, findet Awo-Geschäftsführerin Heike Schulz. Es geht an die Awo-Jugendeinrichtung in Perleberg. „Sie hatten bisher gar kein Fahrzeug.“ Der weiße Franzose, den die Kleinstheim-Betreuer jetzt nutzen können, ist nicht das erste Fahrzeug, das die Aktion Mensch bei der Awo Prignitz gefördert hat. Diese kann einen Antrag stellen und den Bedarf begründen. „Die Organisation war bisher sehr großzügig, da kann man sich nur bedanken“, so Heike Schulz. Über den Kauf der Lose gebe die Aktion Mensch das Geld dahin, wo es gebraucht wird.

Helfer, Anleiter, Unterstützer, Motivatoren und Freizeitgestalter

Das Awo Kleinstheim gibt es seit 1995, im Jahr 2002 hat es die Awo übernommen. In der Einrichtung im Pritz­walker Hainholzweg wohnen elf Menschen, die ihr Leben allein und ohne Hilfe nicht gestalten können, auf einer Ebene, erklärt Petra Baich. „Wichtig ist uns die familiäre Atmosphäre, die aber auch den Rückzug in die Privatsphäre erlaubt.“ Betreut werden die Bewohner von neun Mitarbeitern. Auch nachts ist ein Ansprechpartner für die Menschen im Haus da. „Wir sind Helfer, Anleiter, Unterstützer, Motivatoren und Freizeitgestalter“, sagt die Hausleiterin. Auch individuelle Wünsche der Bewohner können erfüllt werden.

Das neue Auto nutzt das Awo-Kleinstheim für Ausflüge und Urlaubsreisen mit den Bewohnern. Jeder Kollege kann ihn fahren. So geht es mal an die Ostsee, mal in den Spreewald, nach Berlin oder nach Schwerin. Für längere Reisen wird ein zweiter Bus genutzt. „Unser Gepäck würden wir in einem Bus gar nicht wegbekommen“, sagt Petra Baich.

Von Beate Vogel

Der Meyenburger Ausschuss für Ordnung und Soziales fand seine Wünsche im aktuellen Haushaltsplanentwurf berücksichtigt. Unter anderem soll die Kita einen neuen Zaun bekommen und der Weg zur Trauerhalle auf dem Friedhof erneuert werden. Der Fonds für die Vereinsarbeit soll auf drei Vereine verteilt werden.

27.02.2018

Ein betrunkener Mann hat am Donnerstagnachmittag in Putlitz (Prignitz) eine 15-Jährige angefahren und schwer verletzt. Das Mädchen war hinter einem Bus auf die Straße gelaufen und dort von dem Wagen erfasst und durch die Luft geschleudert worden. Auch der Mann kam ins Krankenhaus, weil er am Unfallort davon sprach, sich umzubringen.

23.02.2018

Hirsche werfen jetzt wieder bis März ihre Geweihe ab, auf Wiesen, in Wäldern, entlang von Straßen. Gefährlich für Autofahrer ist es in der Abwurfzeit nicht. Wer jedoch auf die prachtvollen Fundstücke stößt, darf sie nicht einfach mit nach Hause nehmen. An diese Regelung sollte man sich halten, sonst macht man sich strafbar.

27.02.2018