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Prignitz Neues Heim in Wochenendarbeit
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02:15 31.01.2016
Beim Arbeitseinsatz im Vereinsheim (v.l.): Guido Korn, Horst Theiß, Tim Mattstedt, Heinz Herrmann, Klaus Rump, Rüdiger Kurtz. Am Sonnabend geht es ab 9 Uhr weiter. Quelle: Foto/Repro: Privat/König
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Pritzwalk

Der Großbrand im früheren Domizil der Pritzwalker Kleintierzüchter hätte leicht das Ende der Vereinsarbeit bedeuten können. Im November vergangenen Jahres waren bei dem Großbrand auf dem Gelände der Firma TAC bekanntlich auch die bisher von den Kleintierzüchtern genutzten Räume zerstört worden. Doch die Zuchtfreunde um den Vorsitzenden Hans-Gero Sperlich haben sich nicht entmutigen lassen und nach Alternativen gesucht. „Gefunden haben wir die Fläche der ehemaligen Arbeitsförderungsgesellschaft Afö an der Freyensteiner Chaussee“, berichtet Hans-Gero Sperlich. Mit der Besitzerin, Andrea Haetzer von der Gärtnerei Lüders wurden die Kleintierzüchter schnell einig. „Wir hatten das Angebot von Frau Haetzer, aber das wollte ich nicht im Alleingang entscheiden, sondern mit den anderen Zuchtfreunden abstimmen“, erklärt Hans-Gero Sperlich. Die Mitglieder sprachen sich einstimmig für das Projekt eines neuen Vereinsheims aus.

Ein zunächst für die Dauer von zehn Jahren geschlossener Pachtvertrag sichert den Zuchtfreunden die Nutzung von rund 360 Quadratmetern Fläche auf dem Gelände. Etwa 250 Quadratmeter sollen als Ausstellungsfläche gestaltet werden.

Als bauliche Hülle nutzen die Kleintierzüchter den Flachbau der Arbeitsfördergesellschaft auf dem Gelände. „Allerdings müssen wir den Zuschnitt der Räume für unsere Belange verändern“, sagt Hans-Gero Sperlich. Zu diesem Zweck haben sich Mitglieder des Vereins bereits am vergangenen Wochenende am künftigen Domizil eingefunden, um es mit freiwilliger Arbeitsleistung in ein neues Zuhause zu verwandeln. „Vor allem wurden Wände herausgebrochen, weil wir einen durchgängigen Raum für die Ausstellungen gewinnen möchten“, erläutert der Vereinsvorsitzende. Aber es ist noch weitaus mehr zu tun. „Vor allem die Heizung und Sanitäranlagen müssen demontiert werden, weil wir das Vereinsheim nur in der Saison nutzen werden“, sagt Hans-Gero Sperlich. Stattdessen soll eine Elektroheizung zum Einsatz kommen. Wenn die Umgestaltung abgeschlossen sein wird, soll Platz für 450 bis 500 Tiere – je nach Tierart und Käfiggröße zur Verfügung stehen.

Zwar ist noch nicht der gesamte Brandschaden reguliert, aber eine Abschlagszahlung hat die Versicherung bereits geleistet, so dass die Pritzwalker Kleintierzüchter schon ein gutes Stück vorankommen. Einige der Käfige aus dem abgebrannten Domizil haben das Feuer zwar überstanden, aber sie sind bis auf weiteres unbenutzbar. Zum einen bedeckt ein schmieriger Film aus Ruß und Löschmitteln die Drahtgitter, zum anderen ist der Brandgeruch noch immer stark wahrnehmbar. Bisherige Reinigungsversuche brachten noch nicht den durchschlagenden Erfolg. Daher schauen sich die Kleintierzüchter nach gebrauchten Käfigen um. Die Vereinsmitglieder sind zuversichtlich, die diesjährige Ausstellung bereits im neuen Heim ausrichten zu können. Bis dahin ist aber noch einiges zu tun.

Nächste Gelegenheit dazu ist am Sonnabend, 30. Januar, ab 9 Uhr. Die Handwerker unter den Zuchtfreunden werden gebeten, Werkzeug mitzubringen. Für Getränke und Imbiss ist gesorgt.

Schreck nach dem Jubiläumsjahr

Noch im Jahr 2014 feierten die Mitglieder des Kleintierzüchtervereins Pritz­walk ihr 100-jähriges Bestehen. Die Freude war groß, zumal Wilfried Giese mit dem „Europa-Champion“ einen namhaften Titel errungen hatte.

Beim Großbrand in der Firma TAC am 19. November 2015 wurde auch das Vereinsheim der Kleintierzüchter ein Raub der Flammen.

Für das neue Domizil auf dem Gelände der Gärtnerei Lüders brauchen die Kleintierzüchter noch Tische und Küchenmöbel, sowie zwei Türen. Nähere Informationen gibt es bei Rüdiger Kurtz unter 03395/30 28 40.

Von Andreas König

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