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Neues Heizkraftwerk für die Klinik

Pritzwalk Neues Heizkraftwerk für die Klinik

Mit einem Blockheizkraftwerk will Klinikbetreiber KMG seine Einrichtungen in Pritzwalk und Bad Wilsnack wirtschaftlicher und umweltschonender betreiben. Laut Franz Christian Meier, Leiter der Unternehmenskommunikation, nutzt der Konzern ohnehin anstehende Investitionen, um Blockheizkraftwerke zu errichten.

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Daniel Schulz (l.) und Knut Schlicht bei der Montage.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk/Bad Wilsnack. Ein großer Kran reckte seinen Ausleger in den Himmel über Pritzwalk. Seine Aufgabe: Er soll den Schornstein des bisherigen Heizwerks am KMG-Klinikum in der Dömnitzstadt austauschen. Doch das ist nicht alles. Der Gesundheitskonzern mit Sitz in Bad Wilsnack lässt dort sowie am Hauptsitz, der Elbtalklinik in der Kurstadt, jeweils neue Blockheizkraftwerke (BHKW) errichten. „Diese Modernisierungen laufen im Rahmen unseres Energieeinsparmanagements und geplanter Ersatzinvestitionen ab, wobei bei einer Ersatzbeschaffung immer das Augenmerk auf energie- und kostensenkenden Maßnahmen liegt“, sagt Franz Christian Meier, Leiter der Unternehmenskommunikation der KMG-Kliniken.

Einsparung soll die Investition wieder reinholen

Über die Höhe der Investitionen möchte das Unternehmen nichts sagen, doch es sei geplant, die Ausgabe auf längere Sicht mit den eingesparten Mitteln zu refinanzieren. Direkt merken werden Patienten und Besucher der Kliniken nichts von der Investition, doch sind „alle Modernisierungsmaßnahmen letzten Endes auch zum Wohle der Patienten, da sie sich bei KMG in modernen, zeitgemäßen Gebäuden befinden. Investitionen werden regelmäßig auch in Gebäudesubstanz und Medizintechnik getätigt. Umweltgerechte Lösungen wie Blockheizkraftwerke können generell eine gute Investition für Mensch und Natur sein“, sagt Franz Christian Meier.

Die Grundidee hinter einem Blockheizkraftwerk ist es, die ohnehin zu Heizzwecken und für die Warmwasseraufbereitung verbrauchte Energie zu nutzen, um elektrischen Strom zu erzeugen. Je größer die erzeugte Wärmemenge, desto effektiv lässt sich Strom produzieren.

Kran hebt neues Abgasrohr in den Schornstein

„Wir tauschen zunächst das Abgasrohr in dem Schornstein aus“, sagt Daniel Schulz, Bauleiter für die beauftragte Firma Asetec aus Nauen. Der Kran hebt das alte Stahlrohr aus seiner Hülle und setzt ein neues, für die künftigen Aufgaben besser geeignetes Rohr die blaugestrichene Hülle. Rund 21 Meter hoch ist der Baustein, der die Abgase des geplanten Blockheizkraftwerks ins Freie leitet.

Probebetrieb beginnt im September

Beide Heizkraftwerke, sowohl das in Pritzwalk als auch das in Bad Wilsnack, werden mit Erdgas betrieben. Mit den beiden neu entstehenden Blockheizkraftwerken verfügt die KMG dann über vier solcher Anlagen an ihren Standorten. In den Probebetrieb sollen die BHKW im September gehen. Es ist vorgesehen, dass sie nach einer notwendigen Einfahr- und Einstellungsphase dann bis Ende Oktober den Dauerbetrieb aufnehmen“, sagt Franz Christian Meier.

Verbund: Die KMG betreibt Kliniken der Akutversorgung in Pritzwalk, Wittstock und Kyritz, darüber hinaus in Havelberg, Güstrow und Boizenburg. Medizinische Versorgungszentren gibt es in Pritzwalk, Wittstock und Havelberg. Hinzu kommt die Kurklinik in Bad Wilsnack sowie Pflege- und Rehaeinrichtungen.

Von Andreas König

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