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Prignitz Neues Knieper-Rezept kommt gut an
Lokales Prignitz Neues Knieper-Rezept kommt gut an
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00:18 15.11.2017
Mit Kartoffeln und Kohlwurst – so schmeckt der Knieper. An den Ständen im Kulturhaus bildeten sich lange Schlangen. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Er ist wieder da; Knieperkohl, das Prignitzer Nationalgericht erfreut sich wachsender Beliebtheit. Das wurde bei der Saisoneröffnung für das deftige Gericht am Sonnabend in Pritzwalk deutlich. Schnell füllten sich am Vormittag die Veranstaltungssäle. An den beiden Knieperständen bildeten die Wartenden erste Schlangen.

Knieper soll den Tourismus fördern

„Knieper ist ein wichtiges touristisches Thema“, sagte Hans-Werner Boddin, Vorsitzender des Pritz­walker Tourismusvereins, der die Saisoneröffnung seit Jahren organisiert. Das findet auch Mike Laskewitz, der Geschäftsführer des Tourimusverbandes Prignitz, der das Ereignis in diesem Jahr groß beworben hatte. Die Strahlkraft des säuerlichen Kohlgerichts hat inzwischen sogar die Hauptstadt erreicht. Zwei Mitarbeiter eines Kulinarik-Magazins aus Berlin sahen sich an den Ständen um, sprachen mit Gastronomen und Kunden, um die Prignitzer Spezialität in einer der nächsten Ausgaben der Zeitschrift „Garçon“ ausführlich zu besprechen. Der neugewählte Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel verknüpfte mit dem erfolgreichen Start in die Kniepersaison die Hoffnung, dass Pritz­walk in den nächsten Jahren touristisch weiter voran kommt.

Knieperkohl ist das Nationalgericht der Prignitz. In Pritzwalk wurd am Wochenende die Saison für die Spezialität aus dreierlei Sorten Kohl eröffnet. Hunderte Besucher ließen es sich gut schmecken. Mittlerweile wird das touristische Potenzial des Gerichts auch beim Verein Pro Agro erkannt.

Rezepte wurden neu und weiterentwickelt

Weiterentwickelt haben Jeannine Groth und Stefan Friedrich aus Preddöhl die Rezepte, nach denen sie den Knieper zubereiten. „Wir verzichten in diesem Jahr völlig darauf, Kohlstrünke weiterzuverarbeiten“, erklärte Stefan Friedrich. Das gebe der Spezialität eine feinere Konsistenz. Zudem haben die Produzenten aus Preddöhl eine neue Knieper-Rezeptur entwickelt und zur Marktreife gebracht: „Süß-pikant“, verfeinert mit Honig und Senf solle der Knieper einen lieblicheren und herzhaften Geschmack besitzen, in dem das Schmalz nicht so dominiert wie im Originalrezept. Vom eigenen Anbau haben sich Jeannine Groth und Stefan Friedrich verabschiedet. Stattdessen haben sie einen Vertragslandwirt aus der Region gewonnen, von dem sie die drei Zutaten – Weißkohl, Grünkohl und Markstammkohl – in der gewünschten Menge beziehen. „Wir können uns so voll auf die Herstellung konzentrieren“, sagte Stefan Friedrich. Die Knieper-Herstellung sei noch immer vorwiegend Handarbeit und dauere ihre Zeit.

Pro Agro will helfen, die Spezialität bekannt zu machen

Weitaus schneller ging es, die deftigen Mahlzeiten zu verzehren, wenn man auch ein wenig Geduld mitbringen musste, um die begehrte Köstlichkeit zu erstehen. Erstmals dabei war der Verband Pro Agro. „Der Tourismusverband hat uns um darum gebeten, die Veranstaltung zu unterstützen“, sagte Kirsten Mäurer von Pro Agro, dem Verein zur Förderung des ländlichen Raums Berlin-Brandenburg. „Knieper ist eine regionale Spezialität mit erheblichem Potenzial“, sagte sie. „Wir wollen dabei helfen, ihn in ganz Berlin und Brandenburg und darüber hinaus noch bekannter zu machen“, sagte sie, nachdem sie sich ihre Portion Knieper hatte schmecken lassen.

Von Andreas König

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