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Neues Konzept für Ferkelaufzucht

Neudorf Neues Konzept für Ferkelaufzucht

Zur Feier ihres zehnjährigen Bestehens stellte die Firma Prignitzer Landschwein ihr neues Haltungskonzept für ihre Schweine vor: Neben mehr Platz soll vor allem für mehr Sauberkeit im Stall gesorgt werden. Das beginnt beim Förderband für einen trockenen Stallboden und reicht bis hin zur neuen Futtermischung.

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Ferkel im Beispielstall in Neudorf.

Quelle: Claudia Bihler

Neudorf. Pünktlich zum zehnjährigen Bestehen der Firma Prignitzer Landschwein und dem 25. Jubiläum der Neudorfer Fleischerei luden die beiden Unternehmen nicht nur ihre Geschäftspartner zu einer großen Feier nach Neudorf ein. Die Landschwein stellte zudem die Planungen für ihre neuen Ferkelställe vor, die an Stelle der ehemaligen Gebäude treten sollen, die im Januar abgebrannt waren. „Dabei sind die Planungen eigentlich schon älter“, sagte Landschwein-Geschäftsführer Ralf Remmert.

An mehreren Stationen informierte die Landschwein über die künftige Anlage. Damit sie einen Überblick über die künftigen Haltungsbedingungen bekommen konnten, hatten die Neudorfer einen Beispiel-Stall aufgebaut, in dem einige Tiere untergebracht waren. Die Neuerungen in Neudorf betreffen alle Bereiche: „Überwiegend bringen wir völlig neue Konzepte in die Schweinehaltung ein“, sagte Remmert.

Auch in die neuen Planungen konnten die Jubiläumsgäste Einblick nehmen

Auch in die neuen Planungen konnten die Jubiläumsgäste Einblick nehmen.

Quelle: Claudia Bihler

Das beginnt bei der Ausstattung der Mastställe. In denen sollen künftig die Ausscheidungen der Tiere auf einem Förderband sofort außer Reichweite gebracht werden, so dass die Tiere generell auf trockener Einstreu stehen können. „Schweine sind sehr saubere Tiere“, sagt Remmert, „dem wollen wir mit der neuen Anlage entgegen kommen.“ Die Fördereinrichtung stammt aus der Automobilindustrie. Sofern sich die Tiere in den Masteinheiten daran gut gewöhnen, soll das Konzept auch auf die Ferkelstation übertragen werden.

Heimische Futterstoffe, Verzicht auf Soja

Vor allem in diesem Bereich soll es weitere Neuerungen geben. Nachdem die Muttertiere abgeferkelt haben, bleiben sie noch zwei Tage lang in einer festgelegten Zone. Anschließend können sie jedoch im ganzen Stall umherlaufen, während die Ferkel in einem zugewiesenen Abteil bleiben. „Dazu werden Trennvorrichtungen eingebaut, die die Sauen überqueren können, die Ferkel aber nicht“, sagt Remmert. Umgestellt wird zudem das Futter der Tiere: Zum einen will die Landschwein ausschließlich heimische Futterstoffe verwenden. Auch, um den Eiweißbedarf der Tiere zu decken – und zwar mit einer Rapsmischung. Komplett verzichtet werden soll auf Soja, das oft aus Übersee eingeführt werden muss und vielmals aus gentechnologischen Anbauten stammt.

Zudem werden Neudorfs Schweine eine weitere, mineralische Komponente zu fressen bekommen. Diese Zeolithe, das sind bestimmte Silikate, mögen die Schweine gern. Der positive Nebeneffekt: Aus den Ausscheidungen der Schweine steigen dann keine Ammoniak-Dämpfe mehr auf – was sowohl Tieren, Haltern und der Nachbarschaft zugute kommt.

Von Claudia Bihler

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