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Neues Leben für Ex-Rossmann in Pritzwalk

WBG zieht um und Arzt zieht ein Neues Leben für Ex-Rossmann in Pritzwalk

Lange stand der einstieg Rossmann-Markt in der Pritzwalker Innnestadt leer. Jetzt belebt ihn die Eigentümerin selbst. Die stadteigene Wohnungsbausgesellschaft Pritzwalk zieht dort ein. Auch Allgemeinarzt Oliver Körnig wird seine Praxis in dem umgebauten Markt eröffnen.

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Die frühere Rossmann-Filiale stand einige Zeit leer.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Wenn man nicht alles selbst macht. Lange Zeit bemühten sich die Stadt Pritzwalk und die Wohnungsbaugesellschaft darum, eine neue Nutzung für die ehemalige Rossmann-Filiale in der Marktstraße 18 zu finden. Ohne Erfolg: Das 383 Quadratmeter große Geschäft erwies sich als zu großflächig für kleinere Gewerbetreibende und zu klein für die großen Anbieter. Der Drogerie-Discounter hatte sich im Jahr 2012 aus der Innenstadt zurückgezogen, weil die Geschäftsräume keine Erweiterungsmöglichkeiten boten und zudem mit Pfeilern versehen waren. Das entsprach nicht den Vorstellungen des niedersächsischen Drogeriekonzerns.

Drei Jahre und viele Gespräche später haben es die Akteure in die eigenen Hände genommen: Die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft wird einen Teil der Gewerberäume für ihren Firmensitz übernehmen. Die restlichen Flächen soll Allgemeinmediziner Oliver Körnig als neuen Sitz seiner Praxis beziehen.

„Wir haben wirklich nichts unversucht gelassen, eine Nachnutzung für die Gewerbeeinheit zu finden“, sagt der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel. Doch Größe und Zuschnitt erwiesen sich als nicht praktikabel. Mit der neuen Nutzung sei die Stadt allerdings sehr zufrieden. „Medizinische Versorgung in der Innenstadt ist eine wichtige Funktion, die es so vor zehn Jahren noch nicht gab“, sagt der Vizebürgermeister.

Im Übrigen bemühe sich die Stadt weiterhin darum, leerstehenden Gewerberaum an Interessenten zu vermitteln. Analog zur Kampagne „Wie wär’s mit uns beiden?“ bewirbt die Stadt Gewerberäume per Internetseite unter der Rubrik „Laden zu haben“. Aufgeschlüsselt nach Quadratmeterzahl können Interessenten aus Immobilien bis über 200 Quadratmeter Fläche wählen. Wobei letztgenannte Größe nur die Marktstraße 18 erreicht.

Doch die ist nun vergeben. „Gegenwärtig befasst sich unser Architekt mit den Umbauplänen“ sagt WBG-Geschäftsführerin Ellen Prill. Voraussichtlich ab August soll mit dem Umbau begonnen werden. „Den Zuschnitt der Räume müssen wir natürlich ändern“, fügt sie hinzu. Die Pfeiler sollen in Trockenbauwände integriert werden. Auf die Säulen verzichten könne man wegen ihrer tragenden statischen Rolle nicht. Die WBG wird ihren jetzigen Firmensitz am Markt aufgeben und dort wieder zwei Wohnungen schaffen. Die Geschäftsführerin sieht den Kostenbedarf für den Umbau „im hohen fünfstelligen Bereich“, wie sie sagte.

Das Haus Marktstraße 18 wurde 1964 gebaut. Es beherbergte früher unter anderem einen Kfz-Laden und das „Exquisit“-Geschäft.

Von Andreas König

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