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Neues Leben für die Altarme der Dömnitz

Pritzwalk Neues Leben für die Altarme der Dömnitz

Große Freude herrscht in Pritzwalk angesichts guter Nachrichten. Das Potsdamer Umweltministerium bewilligte den Ausbau der Altarme der Dömnitz und bezuschusst das Projekt mit 2,6 Millionen Euro. Der alte Flusslauf soll Schritt für Schritt an die Dömnitz angeschlossen werden und somit für eine Belebung der Natur sorgen.

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Die Pflege der Gräben, hier in Kuhbier, obliegt dem Wasser- und Bodenverband Prignitz. Christian Plönnigs fährt den Traktor.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Frank Schröders Terminkalender weist in dieser Woche kaum Lücken auf. Hier ein Besuch in Potsdam, dort eine Beratung mit Fachausschüssen – der Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes Prignitz ist ein gefragter Mann in diesen Tagen. Kein Wunder, der Baustellen gibt es viele. Da wäre zum einen die Novellierung des Wassergesetzes, bei dem vor allem die Waldbesitzer bei den Gebühren entlastet werden sollen. Interessanterweise hatten wir solch eine Satzung vor zehn Jahren schon einmal im Wasser- und Bodenverband, mussten die Regelung aber kippen, weil sie nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprach“, sagt Frank Schröder.

Er rechnet damit, dass die Waldbesitzer künftig nur noch rund 80 Prozent der bisherigen Beiträge zahlen müssen. „Da die Kosten natürlich dennoch entstehen, müssen sie auf die übrigen Grundstücksbesitzer umgelegt werden. Er rechne zwar mit einer Gebührenerhöhung für diesen Personenkreis, doch dürfte sie nicht allzu hoch ausfallen. Die Wälder in der Prignitz machen ungefähr 30 Prozent der gesamten Fläche aus.

2,6 Millionen bekommt die Stadt für die Arbeiten

Vor etwaigen Rechtsstreitigkeiten ist Frank Schröder nicht bange. „Die Rechtssicherheit wächst allgemein“, sagt er. Von den 30 Gerichtsverfahren, an denen der Wasser- und Bodenverband Prignitz im vergangenen Jahr beteiligt war, wurden alle gewonnen.

Frank Schröder, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes

Frank Schröder, Geschäftsführer des Wasser- und Bodenverbandes.

Quelle: Andreas König

Eine gute Nachricht erreichte den Verband Anfang der Woche aus Potsdam. „Wir haben den Zuwendungsbescheid über insgesamt 2,6 Millionen Euro bekommen. Damit soll die Gewässerdynamik der Dömnitz zwischen dem Pritzwalker Hainholz und der Autobahn verbessert werden“, erklärt der Verbands-Geschäftsführer. Für das Hainholz in Pritzwalk sei vorgesehen, insgesamt sechs Altarme wieder an die Dömnitz anzuschließen. Im September beginne zwar das Verfahren, doch müssten zunächst Pläne erarbeitet werden. „Für einige Teilmaßnahmen sind Planfeststellungsverfahren erforderlich, andere dürfen mit wasserrechtlichen Genehmigungen umgesetzt werden“, sagt Frank Schröder.

Zwei Wehre werden in dem Zuge umgestaltet

Von den besseren Strömungsverhältnissen profitiere einerseits die Natur und andererseits der Mensch, in dem ein besserer Hochwasserschutz gewährleistet werde. Bis alle geplanten Vorhaben umgesetzt sind, dürfte jedoch noch viel Wasser die Dömnitz hinunter fließen: Das Gesamtvorhaben soll bis 2021 dauern. Neben dem Anschluss von Altarmen werden auch die Wehre an der Jakobs- und der Roßmann-Mühle umgestaltet. Ziel ist es dabei, die Durchgängigkeit der Dömnitz zu erhöhen.

Zusammen mit dem Rückbau des Stepenitz-Wehrs in Putlitz (siehe Beitrag oben) und dem Legen des Brauereiwehrs in Pritzwalk soll so erreicht werden, dass Lachse und Meerforellen wieder in der Prignitz heimisch werden. „Bei der Meerforelle haben die Maßnahmen der vergangenen Jahre bereits den Erfolg gezeigt, dass sie zu festgelegten Zeiten wieder befischt werden darf“, sagt Frank Schröder. Wenn das bei Lachsen gelinge, könne das für einen Aufschwung beim Tourismus sorgen. Das Beste an dem Programm ist allerdings, dass der Verband keinen Cent zuzahlen muss – Geld kommt von der Europäischen Union und dem Land Brandenburg.

Von Andreas König

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