Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Neues Netzwerk will jungen Familien helfen
Lokales Prignitz Neues Netzwerk will jungen Familien helfen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:21 03.12.2017
Das Netzwerk gesunde Kinder für die Prignitz wurde vorgestellt. Koordinatorin ist Yvonne Maltz (l.), Projektleiterin ist Birgit Schewe. Als Trägerfungiert das Kreiskrankenhaus Prignitz. Quelle: Andreas König
Anzeige
Wittenberge

Wenn sich Nachwuchs einstellt, ist nicht nur für die Neugeborenen alles neu. Auch die Familien müssen sich auf die geänderten Lebensumstände erst einstellen. Hilfe in den ersten drei Lebensjahren will das Netzwerk Gesunde Kinder Prignitz geben. Zwar hat es seine Arbeit formell bereist im April aufgenommen, doch richtig los geht es jetzt, da die Räume im Gesundheitszentrum Wittenberge zur Verfügung stehen und Koordinatorin Yvonne Maltz sich der neuen Aufgabe widmen kann.

„Mit dem Netzwerk gesunde Kinder wollen wir ein kostenloses Angebot für Schwangere und Familien mit Kindern unterbreiten“, sagt Karsten Krüger, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Prignitz. Die gemeinnützige Gesellschaft ist Trägerin des Netzwerks. Gefördert wird es zu 80 Prozent vom Land Brandenburg, die restlichen 20 Prozent steuert das Krankenhaus bei.

Professionelle Hilfe auf allen Ebenen

„Unser Angebot basiert auf Freiwilligkeit“, sagt Yvonne Maltz. Die ausgebildete Kinderkrankenschwester war in ähnlicher Funktion bereits in einem anderen Landkreis tätig, wie sie sagt. Grundlegendes Ziel des Netzwerks ist es, die Gesundheit von Kindern zu verbessern und zwar auf allen drei Ebenen: körperlich, geistig und seelisch.

Doch wie soll das in der Praxis funktionieren? „Wir setzen auf ehrenamtliche Paten, die Schwangere und junge Familien betreuen“, sagt Yvonne Maltz. Mindestens zehnmal in den ersten drei Lebensjahren des Kindes sollten die Paten die Familien besuchen. Dabei kommen sie nicht mit leeren Händen. Die Zuwendungen beginnen mit gesundheitsfördernden Geschenken, wie einem Zahngesundheits-Set oder einem „Tollen Rucksack für die Kita“, wie Yvonne Maltz erklärt. Doch auch Anregungen für die Gesunderhaltung des Kindes, Hilfe bei Terminvereinbarungen für die Besuche und Untersuchungen beim Kinderarzt oder die Weitervermittlung an professionelle Helfer gehören zum Angebot der Paten.

Kinderklinik ist Kooperationspartner

„Wir wollen mit vielen Kooperationspartnern zusammenarbeiten“, ergänzt Birgit Schewe. Die Projektleiterin ist für den bürokratischen Teil des Projekts zuständig. Als geeignete Partner sehen die Organisatoren des Netzwerks Gesunde Kinder das SOS-Kinderdorf mit seinem Baby-Begrüßungsdienst an, auch das Perleberger Bündnis für Familie, Familienhebammen Pro Familia und viele mehr. „Auch die Kinderklinik im Kreiskrankenhaus versteht sich als Kooperationspartner“, ergänzt Karsten Krüger.

Während die materiellen Voraussetzungen dank der Förderung von zunächst 33 000 Euro für das laufende Jahr recht günstig sind, muss das Netzwerk sein System der ehrenamtlichen Paten noch ausbauen. „Wir sprechen alle an, denen das Wohl der Kinder am Herzen liegt“, sagt Yvonne Maltz. Und Birgit Schewe ergänzt: „Das wichtigste ist es, ein Herz für Kinder zu haben.“ Gesucht werden ehrenamtliche Patinnen und Paten, die jungen Familien helfen möchten. Sie werden für ihre Tätigkeit geschult und sollen eine materielle Anerkennung erhalten. Voraussetzung für die Arbeit als Pate ist auch ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis. Nicht zuletzt die Hilfe für Migrantenfamilien hat sich das Netzwerk auf die Fahnen geschrieben.

„Unser Ziel ist es, bis Ende 2018 ungefähr 50 Familien betreuen zu können“, sagt Yvonne Maltz.

Von Andreas König

Der Eigenbetrieb Rettungsdienst des Landkreises Prignitz begegnet dem Fachkräftemangel über eine Kooperation mit Jobcenter und Arbeitsagentur: In dem Jobscout-Projekt werden Rettungssanitäter ausgebildet. Sieben Bewerber konnten mit der Qualifikation mit ihrer Arbeit beginnen. Bei den Notärzten wird der prognostizierte Mangel nicht so einfach zu beheben sein.

03.12.2017

Der Anfang ist gemacht: Die ersten beiden Bauabschnitte an der ehemaligen L 146 sind abgeschlossen, von Seefeld nach Klein Woltersdorf und in Klein Woltersdorf selbst herrscht wieder freie Fahrt. Eine Strecke von 1300 Metern, davon 400 Meter innerorts, ist jetzt in einen guten Zustand versetzt worden. Die jetzige Kreisstraße K 7054 soll bis zum Jahr 2020 komplett saniert sein.

03.12.2017

Physiotherapeutin Saskia Höfer hat sich einen Traum erfüllt. Sie eröffnet am Freitag im ehemaligen Konsum in Demerthin ihre eigene Praxis. Die Bauarbeiten begannen im September. Die frühere Verkaufsstelle wurde komplett umgebaut.

03.12.2017
Anzeige