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Neues Pfarrerehepaar eingeführt

Pritzwalk Neues Pfarrerehepaar eingeführt

Am Sonntag wurde das Pfarrerehepaar Susanne Michels und Holger Frehoff feierlich in ihren Dienst in Pritzwalk eingesetzt. Die beiden Geistlichen aus Nordrhein-westfalen hatten zuletzt in der Schweiz gepredigt und treten nun die Nachfolge von Pfarrer Volker Sparre an.

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Pritzwalks neue Pfarrer Holger Frehoff (l.) und Susanne Michels hatten nach dem Gottesdienst viele Hände zu schütteln.

Quelle: Kerstin Beck

Pritzwalk. Fünf Wochen ist es gerade mal her, dass nach dem sonntäglichen Gottesdienst in der Pritz­walker Kirche die Gemeindeglieder angestanden hatten, um Hände zu schütteln: War damals der Anlass die Verabschiedung des dortigen Pfarrers Volker Sparre in den Ruhestand gewesen, so war es am Sonntag nun ein sehr freudiger Anlass: die Einsetzung des Pfarrerehepaares Susanne Michels und Holger Frehoff, die bis dahin als kirchengemeindliche Mitarbeiter in der Kreissynode tätig waren, in den Dienst der zweiten Pritzwalker Pfarrstelle.

Für den amtierenden Superintendenten Daniel Feldmann, der die beiden Geistlichen in ihr Amt einführte, war die Zeremonie etwas Besonderes: „Es ist ganz selten, dass zwei Pfarrer zugleich eingeführt werden, zudem die Besetzung von Pfarrstellen schon sehr schwierig geworden ist!“

Für den gebürtigen Lüdenscheider und die gebürtige Essenerin, die sich in ihrem Theologiestudium kennengelernt hatten, ist die gemeinsame Einsetzung jedoch nichts Neues: „Das haben wir schon einmal erlebt, nämlich als wir 2006 zusammen unseren Dienst in einer evangelisch-reformierten Kirchengemeinde im Schweizer Kanton Aargau antraten.“

In der Zwischenzeit wurden zwei Kinder geboren, und das Ehepaar entschied sich vor einem Jahr, doch wieder nach Deutschland zurückzugehen. „Und vor einem Jahr wussten wir noch nicht einmal, dass es die Prignitz gibt, und wir haben Pritzwalk auch nicht gesucht, sondern es ist uns eher zugefallen. Denn als wir uns gegen Ende des Jahres an die Evangelische Kirche in Berlin wandten und nach freien Pfarrstellen fragten, wurde uns Pritzwalk genannt“, berichtete das Paar während des anschließenden Empfanges unter freiem Himmel.

Die beiden Theologen haben die Chance genutzt, die Gegebenheiten besichtigt, sich im April vor- und sich im Mai dem Gemeindekirchenrat zur Wahl gestellt und Erfolg gehabt: Der Wahlvorschlag wurde von allen in der Sprengelsitzung im Mai anwesenden Kirchenältesten einstimmig angenommen und befürwortet.

Im Gottesdienst hatten Holger Frehoff und Susanne Michels in ihrer gemeinsamen Predigt, die unter dem Motto des „Labyrinthes“ gehalten wurde, dazu festgestellt: „Im Mittelalter wurde das Labyrinth als Abbild des menschlichen Lebens betrachtet, wenn man dachte, in die Mitte, also ans Ziel gekommen zu sein, fand man sich wieder irgendwo am Rande wieder. Jeder von Ihnen wird so etwas erlebt haben, wo Lebensträume sich scheinbar auflösen. Aber so ein Bildnis wie das in Chartre zeigt uns, dass der Weg immer ans Ziel führt!“ Einige Kinder durften derweil neben dem Altar Labyrinthbilder ausmalen.

Ob der Weg denn nun das Pfarrerehepaar nach Pritzwalk in die „Mitte“ geführt hat?

„Wir hoffen es“, versicherten Susanne Michels und Holger Frehoff beinahe gleichzeitig. Denn es steht ja noch die Besetzung der momentan vakanten ersten Pfarrstelle aus, „und ich hoffe, dass das Konsistorium im November entscheidet, dass ich diese besetzen kann, so dass beide Pfarrstellen ab diesem Zeitpunkt wieder voll besetzt sind“, meinte die neue Pritzwalker Pfarrerin dazu.

Von Kerstin Beck

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