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Neun Feuerwehren im Löscheinsatz

Stepenitz Neun Feuerwehren im Löscheinsatz

Ein Einfamilienhaus brannte in der Nacht zu Dienstag am Dorfausgang von Stepenitz, die Bewohnerin und eine Ersthelferin kamen ins Krankenhaus. Glück im Unglück gab es dennoch: Während der Osterfeiertage waren viele Feuerwehrleute im Einsatz. Die konnten aber nicht verhindern, dass das Haus nicht mehr bewohnbar ist.

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Der Hubsteiger der Pritzwalker Feuerwehr war auch im Einsatz.

Quelle: Feuerwehr Pritzwalk

Stepenitz/Meyenburg. Für eine Dame aus Stepenitz gingen die Osterfeiertage mit einem Unglück zu Ende: In der Nacht zu Dienstag brannte ihr Einfamilienwohnhaus in Stepenitz aus – bewohnbar ist es offenbar nicht mehr, die Frau wurde ins Krankenhaus gebracht.

Dennoch war es Glück im Unglück, denn in Anbetracht der Osterfeiertage waren zahlreiche Feuerwehrleute einsatzbereit, die aus großen Teilen des Meyenburger und des Putlitzer Amtsbereiches und sogar aus Pritzwalk zum Einsatzort gefahren waren. Konkret waren es die Feuerwehren aus Frehne, Grabow, Jännersdorf, Krempendorf, Meyenburg, Porep, Putlitz, Silmersdorf, Stepenitz sowie aus Telschow/Weitgendorf. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Volker Lehmann war ebenfalls dort, die Einsatzleitung lag beim Wehrleiter aus Grabow.

Ersthelferin kümmerte sich um Bewohnerin

Zumindest die Pritzwalker Feuerwehr, die mit ihrem Bronto-Skylift Hubsteiger nach Stepenitz gerufen worden war, hatte während der Anfahrt nach Stepenitz die Information erhalten, dass im Haus eine Person vermisst wurde. „Das war allerdings nicht der Fall“, sagt Volker Lehmann auf Nachfrage der MAZ. „Denn als die Feuerwehren eintrafen, hatte sich bereits eine Ersthelferin um die ältere Dame gekümmert. Auch durch sie war schnell klar, dass sich in dem Haus niemand mehr aufhält.“

Fast intakt wirkt das Haus, bewohnbar soll es allerdings nicht mehr sein

Fast intakt wirkt das Haus, bewohnbar soll es allerdings nicht mehr sein.

Quelle: Claudia Bihler

Nachdem das Feuer weitgehend gelöscht war, kam die Feuerwehr aus Putlitz zum Einsatz, die mit ihrer neuen Wärmebildkamera nach Glutnestern suchte. Auch die Brandwache später wurde von den Putlitzern übernommen. Die Pritz­walker Wehr war angefordert worden, da sicherheitshalber das Dach des Hauses zumindest teilweise aufgenommen werden musste – dies geschah vom Bronto Skylift aus. Die Pritzwalker konnten zudem vom Hubsteiger aus schlecht erreichbare Glutnester ablöschen.

Ursache noch unklar

Dass gleich drei Rettungswagen vor Ort waren, erwies sich nicht nur für das Brandopfer als vorteilhaft: Auch die Ersthelferin, die der Bewohnerin des Hauses geholfen hatte, kam ins Krankenhaus.

Die Pritzwalker löschten Glutnester im Dachstuhl vom Hubsteiger aus

Die Pritzwalker löschten Glutnester im Dachstuhl vom Hubsteiger aus.

Quelle: Feuerwehr Pritzwalk

Standardmäßig hat die Polizei das Grundstück zur Brandermittlung abgesperrt. Die Brandermittler werden nach der Ursache des Feuers forschen. Volker Lehmann erscheint es zumindest unwahrscheinlich, dass Brandstiftung im Spiel gewesen sein könnte: „Ob aber ein technischer Defekt oder vielleicht auch Fahrlässigkeit zum Brand geführt haben, werden die Brandermittlungen ergeben.“

Haus nicht mehr bewohnbar

Auch, wenn das Haus von außen noch vergleichsweise intakt wirkt: Der Dachstuhl ist offenbar vollständig ausgebrannt. Küche und Flur seien ebenfalls stark beeinträchtigt, sagt Lehmann: „Im Prinzip ist das Haus nicht mehr bewohnbar.“

Anne-Katrin Weber vom Meyenburger Ordnungsamt hat bislang noch keine Anfrage vorliegen, inwieweit eine Ersatzunterkunft für die Bewohnerin des Hauses benötigt wird. Sie verspricht aber: „Im Zweifel sind wir vorbereitet.“

Von Claudia Bihler

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