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„Nichtschüler“ erhielten Zeugnisse

Perleberg „Nichtschüler“ erhielten Zeugnisse

Die Schüler hatten bereits Ferien, als auch gestern in der Perleberger Oberschule die fünf „Nichtschüler“ ihre Abschlusszertifikate erhielten. Erstmals waren bei dem seit neun Jahren existierenden Programm alle Teilnehmer erfolgreich.

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Diese fünf haben ihren Schulabschluss nachgeholt.

Quelle: Foto: Atzenroth

Perleberg. Nur einen Tag nach den Schülern bekamen nun auch die „Nichtschüler“ in der Perleberger Friedrich-Gedike-Oberschule ihre Zeugnisse. Dabei ist „Nichtschüler“ eigentlich kein wirklich treffendes Wort für das, was dieses Quintett geleistet hat. Denn innerhalb eines Jahres schafften sie es, einen Abschluss zu erwerben, nachdem ihnen dies früher in ihrer Jugend nicht gelungen war. Es handelt sich um die Teilnehmer an der CJD-Produktionsschule, die nun einen Schulabschluss nachträglich erworben haben. Bernd Benesch vom CJD und Gisela Hauck, Schulleiterin der Oberschlue, verteilten die Abschlusszertifikate an die drei Frauen und zwei Männer, die nun darauf hoffen, mittels ihres Abschlusses auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein. Dabei soll nun das Jobcenter helfen – wie man hört, in dem ein oder anderen Fall schon mit Erfolg.

Ausgemacht ist ein solcher Erfolg in dem seit 2007 existierenden Programm aber durchaus nicht. Erstmals überhaupt haben alle Teilnehmer des Lehrgangs diesen erfolgreich abgeschlossen. Nur 42 Prozent der bislang 75 Schüler in all den Jahren haben überhaupt ein Ergebnis geschafft. „Wir hatten auch schon Jahrgänge, da hat es keiner geschafft“, berichtete Gisela Hauck. Umso höer ist die Leitung der jetzigen Absolventen einzuschätzen, die den Willen gezeigt hätten, diesen Abschluss trotz aller Widrigkeiten zu erwerben und künftig vielleicht auch als Fachkraft eingesetzt werden zu können. Gisela Hauck hat an allen Prüfungen seit 2007 teilgenommen und konnte daher die Leistungen besonders gut einschätzen: „Sie haben wirklich fleißig gelernt, und das soll heute belohnt werden“, sagte sie anerkennend. Mit Unterstützung des Jobcenters hatten sich die Teilnehmer, die sich zumeist in ihren Dreißigern befinden, entschlossen, die sogenannte „Nichtschülerprüfung“ abzulegen. Die Schule sei dabei prüfendes Organ gewesen, erklärte Bernd Benesch. Über die Rolle des CJD sagt er: „Wir haben inm Grunde genommen den Lehrgang durchgeführt und den Unterricht mitgestaltet.“ Fachpraktisches Arbeiten wurde beim CJD von Montag bis Freitag vermittelt. Zwar könne der Schulabschluss auch an der Volkshochschule nachgeholt werden, die CJD-Produktionsschule biete jedoch eine ganztägige Betreuung, meinte Benesch.

Die fünf Absolventen machten jedenfalls einen sehr glücklichen Eindruck. Für die Lehrkräfte hatten sie noch ein besonders passendes Geschenk als Dankeschön dabei – jede erhielt eine Packung „Merci“.

Auch im kommenden Schuljahr wird es die Möglichkeit geben, auf diese Weise einen Abschluss zu erwerben. Im September soll laut Benesch wieder ein neuer Lehrgang beginnen.

Von Bernd Atzenroth

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