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Noch ein weiter Weg zum digitalen Unterricht

Pritzwalk Noch ein weiter Weg zum digitalen Unterricht

Keine Schulbücher mehr schleppen und alles Lehrmaterial elektronisch nutzen: Diese Vision verfolgt das Pritzwalker Goethe-Gymnasium. Doch bis zum vollständig digitalen Unterricht ist es noch ein weiter Weg. Zwar gibt es Whiteboards und digitale Endgeräte, aber Rechner- und Netzkapazität sind noch zu gering.

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Der Pritzwalker Bildungsausschuss tagte im Gymnasium. Vorsitzender Volker Hoffeins berichtete über die Digitalisierung des Unterrichts.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. Hinter der altehrwürdigen Backsteinfassade des Pritz­walker Gymnasiums verbirgt sich modernste Technik. Zumindest in einigen Fachräumen wäre schon heute Unterricht mit rein digitalen Lehrmitteln möglich. Beinahe, muss man sagen, denn für den massenhaften Zugriff gleichzeitig auf Lehrvideos, elektronische Lehrbücher und andere Anwendungen fehlt es der Bildungseinrichtung noch an Rechner- und Leitungskapazität.

Das erfuhren die Mitglieder des Bildungsausschusses am Dienstag bei ihrer Zusammenkunft. Passend zum Thema tagte das Gremium im Gymnasium, wobei mit dem Ausschussvorsitzenden und Lehrer Volker Hoffeins (Freie Wähler) ein kompetenter Ansprechpartner zur Verfügung stand.

Auch die herkömmliche Tafel ist noch im Gebrauch

„In diesem Raum arbeiten wir kreidefrei“, berichtetet Volker Hoffeins den Ausschussmitgliedern stolz. Möglich macht das eine elek­tronische Tafel, ein sogenanntes Whiteboard. Die Lehrer können damit Bücher und andere Dokumente an die Wand projizieren, Textstellen unterstreichen oder anderweitig hervorheben, Filme zeigen oder Internetseiten zeigen. Sollte doch mal etwas geschrieben werden, steht dafür eine spezielle – nicht elektronische Tafel zur Verfügung.

Im Grunde kann solch ein Whiteboard alles das, was mit einem Computer gleich welcher Bauform ebenfalls möglich ist. „Es gibt auch Überlegungen, bei den Schulbüchern komplett auf E-Books umzusteigen“, sagte Volker Hoffeins. Finanziell spare das auf lange Sicht sogar Kosten, wenn auch in die passenden Endgeräte zunächst Geld investiert werden müsste.

Ziel ist es, einmal auf Papier gänzlich zu verzichten

„Doch mit der Kapazität unseres derzeit vorhanden W-Lan wäre ein gleichzeitiger Zugriff von mehreren Klassen auf digitale Schulbücher nicht möglich“, dämpfte Volker Hoffeins zu große Erwartungen. „Dafür reicht die Kapazität einfach nicht aus. Dabei ist das Gymnasiums vergleichsweise gut ausgestattet. „Wir haben genügend digitale Endgeräte und nutzen die Whiteboards, wo immer es geht“, erklärte Volker Hoffeins.

Ein großes Ziel wäre es, auf die papiernen Lehrbücher eines Tages gänzlich zu verzichten und nur noch digitale Lehrmaterialien zu verwenden. „Der Bund und auch das Land Brandenburg haben ja angekündigt, mehr für die Digitalisierung auch in den Schulen tun zu wollen. Mal sehen, was da kommt“, sagte Volker Hoffeins. Man müsse auch mit den Verlagen über gute Konditionen reden. Teilwiese gebe es elektronische Lehrbücher für rund 4 Euro pro Exemplar. Gedruckte Bücher seien erheblich teurer.

Digitaltechnisch sind die Grundschulen nicht auf neuestem Stand

Dringend notwendig sei es indessen, die beiden Pritzwalker Grundschulen digitaltechnisch auf den neuesten Stand zu bringen. Vor allem in der Jahn-Grundschule bestehe einiger Investitionsbedarf, sagte Volker Hoffeins. Auch dabei hoffe der Bildungsausschuss auf Bundes- und Landesmittel.

Zwar sei es denkbar, auch private Engeräte zu nutzen, doch herrsche derzeit am Gymnasium ein strenges Handyverbot, auf dessen Einhaltung penibel geachtet werde.

Von Andreas König

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