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Prignitz Noch fehlt die Resonanz
Lokales Prignitz Noch fehlt die Resonanz
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19:30 20.03.2013
PERLEBERG

. Diesen Eindruck vermittelte jedenfalls das Bürgerforum am Dienstagabend im Großen Sitzungssaal. Die Beteiligung von Bürgern, Vereinen, Gewerbetreibenden und Unternehmen war erschreckend gering. Immerhin ist jedoch noch immer auf einige Perleberger verlass, auch wenn deren Zahl immer kleiner zu werden scheint. So trugen Martin Sengebusch, langjähriger Perleberger Kulturchef, Dieter Kreutzer vom Bürgerverein, Michael Hoheisel, Blau-Weiß-Vorsitzender und einziger Stadtverordneter in dieser Runde, der Event-erfahrene Knut Tonagel und Stadtförster Stefan Koepp zur einer Diskussion bei, die vor allem eines deutlich machte, die Zeit läuft. Es bleiben nur noch ein Jahr und drei Monate für die Vorbereitung des Festes vom 26. bis 29. Juni.

Erinnerungen an die 750-Jahr-Feier, die ein bleibendes Ereignis wurde, lebten auf. Selbst der Kleintierzüchterverein, alle Schulen und Betriebe, der ganze Landkreis machte damals mit. „Das war eine Staatsaktion“, erinnerte sich Dieter Kreutzer. Er spielte auf das Wappen der Stadt an, Perleberg als Perle der Prignitz. Wo aber sind die Perlen, die anderen Prignitz-Städte Kyritz oder Pritzwalk zum Beispiel? Es sei Chefsache, die Bürgermeisterkollegen für das Stadtjubiläum zu gewinnen. Nicht zuletzt dürfte 2014 die Entscheidung über den Zuschnitt neuer Landkreise und den Kreissitz fallen. Auch Martin Sengebusch meinte, die Prig-nitz müsse sich bei dem Stadtjubiläum treffen – etwa auf dem Schuhmarkt, wo auch die Hansestädte präsent sind. Dieter Kreutzer sprach von einer beeindruckenden Programmvielfalt, die Ulrike Ziebell vorgestellt habe. Statt eines Festumzuges soll es am Samstag den ganzen Tag über eine große Zahl von Erlebnispunkten geben. „Die sind nicht von Pappe“, meinte Dieter Kreutzer. Wenn an der Pferdeschwemme etwa die Bedeutung der Stepenitz für die Stadtgründung und deren Entwicklung veranschaulicht werden solle, dann reiche es nicht, dort eine Fischerhütte und einen Stand aufzubauen. Da müsse mehr sein. Vielleicht ließe sich ja mit dem CJD ein weiteres Projekt in Gang setzen. Er regte auch an, die Aufsteller der Kulturland-Projekte zu Bäckerstraße, Kinos und Wasser in Perleberg zu reaktivieren.

Martin Sengebusch bedauerte, dass es keinen Festumzug geben wird. Er will Hertha BSC zum Stadtjubiläum in die Stadt holen. Die Chancen stehen nicht schlecht, doch die Fußballer werden selbst für eine Partnerstadt nicht zum Nulltarif zu haben sein. Das Budget für die 775-Jahr-Feier soll sich auf 50 000 Euro belaufen. Das sei viel zu wenig, meinten die Anwesenden. Diese Summe gehe ja schon weitgehend für Mülltonnen, Toiletten und dem Wachschutz drauf. Das Bühnenprogramm auf dem Großen Markt bestreiten vor allem die Band Burgrock, das Live-Sound-Orchester der Kreismusikschule sowie Prig-nitzmusik.

Museumsleiter Peter Knüvener meinte, das Museum werden sicher die Urkunde der Ersterwähnung zeigen. Über eine Sonderausstellung könne er jedoch noch nichts sagen, da 2014 im Museum gebaut werde. Knut Tonagel vermisste einen roten Faden, damit sich die Jahresfeier von einem normalen Stadtfest unterscheide. Michael Hoheisel befürchtet: „Die Zeit rennt uns weg.“ Wenn man die Urlaubszeit abrechne, bleibe kaum mehr als ein Jahr für die Vorbereitung. Es müssten sich Arbeitsgruppen bilden, die sich mit den Finanzen, Organisation, Sicherheit und all die anderen Dingen befassen. Er fragte auch, ob nicht eine professionelle Agentur die Ausrichtung des Geburtstags übernehmen solle?

Stefan Koepp meinte, Forst und Jagd sollten auch als Thema eine Rolle spielen. Immerhin sei Perleberg einer der größten Waldbesitzer in Brandenburg. Die Oberförsterei Gadow und der Jagdverband Perleberg sollten mit ins Boot geholt werden. Er erklärte: „Wir haben Wald, das Material ist da.“ Nur es gebe keine Mitarbeiter. Er äußerte auch Bedenken, ob das vom Gymnasium geplante Musical „Linie 1“ in der Aula an der Puschkinstraße aufgeführt werden soll: „Die ist doch viel zu klein.“

2014 steht eine Reihe von Jubiläen an: 50 Jahre Schwimmbad, 50 Jahre Tierpark, 775 Jahre Düpow sowie 145 Jahre Ortsfeuerwehr Perleberg. Hier muss eine Abstimmung erfolgen, hieß es. Das Tierparkfest – es findet traditionell am letzten Juni-Wochenende statt – soll nun doch nicht im Rahmen der 775-Jahr-Feier begangen werden. Es wird noch nach einem Ausweich-Termin gesucht. (Von Michael Beeskow)

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