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Noch immer lagert illegaler Müll in Kiesgrube

Luggendorf Noch immer lagert illegaler Müll in Kiesgrube

Von mehr als 11 500 Kubikmetern illegal entsorgten Mülls in der ehemaligen Kiesgrube Luggendorf wurden erst knapp 500 Kubikmeter entsorgt. Das geht aus der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion hervor. Von übergroßen Rest gehe laut Bergbauamt keine Gefährdung aus. Die Deponie-Planfeststellung ist noch nicht beantragt.

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In Luggendorf und Groß Pankow wehren sich Bürger gegen die geplante Deponie.

Quelle: Andreas König

Luggendorf. Im Inneren der ehemaligen Kiesgrube Luggendorf (Gemeinde Groß Pankow) lagern noch immer illegale Abfälle in erheblichem Umfang. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Nur 200 Kubikmeter Asbest und 190 Kubikmeter Bauschutt entsorgt

„Von den insgesamt 11 500 Kubikmetern Abfällen, die illegal in den Kiessandtagebau Luggendorf verbracht wurden, entsorgte die Firma PS Kieswerke 200 Kubikmeter Asbest und 190 Kubikmeter Baumischabfall“, heißt es in der Antwort des brandenburgischen Wirtschaftsministeriums. „Nachweise dazu liegen dem Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) vor. Darüber hinaus verbrachter Bauschutt, Boden und Holz konnten, da keine Gefährdung der Schutzgüter zu erwarten ist, gemäß einer dem Landesbergbauamt vorliegenden Gefährdungsabschätzung verbleiben“, heißt es in der Antwort. Das Grundwasser in Luggendorf sei nicht beeinträchtigt, habe dessen ständige Überwachung (Monitoring) ergeben.

Luggendorf wurde vom Betreiber ausgewählt

Dass die ehemalige Kiesgrube Luggendorf in die engere Wahl für die Prüfung als Deponiestandort gekommen ist, habe der Vorhabenträger (PS Kieswerke) entschieden. „Dem Landesamt für Umwelt als der zuständigen Behörde liegt für das Vorhaben noch kein Antrag auf Planfeststellung vor. Die im abfallrechtlichen Planfeststellungsverfahren insbesondere nach den Maßstäben der Deponieverordnung durchzuführende Untersuchung des Standortes auf seine Eignung und Zulässigkeit ist mithin noch erfolgt“, heißt es weiter.

Über Schutz der Bürger soll „im Einzelfall“ entschieden werden

Die Schutzinteressen der Bürger, etwa gegen Lärm- und Staubemissionen, seien „im Einzelfall“ zu klären, teilt das Ministerium weiter mit. „Die Notwendigkeit immissionsminimierender Maßnahmen wird im Rahmen des abfallrechtlichen Planfeststellungsverfahrens geprüft. Sollte es erforderlich sein, würden „solche Maßnahmen“ in den Beschluss zum Planfeststellungsverfahren aufgenommen. Denkbar wären „Sichtschutzpflanzungen und reduzierte Fahrtgeschwindigkeiten.

Bedenkliche Abfälle müssten erst entsorgt werden

„Für die illegale Abfallentsorgung in der Deponie ist das Landesamt für Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe zuständig“, sagte Ulrich Stolz, Abteilungsleiter Technischer Umweltschutz im Landesamt für Umwelt. Sollten in Luggendorf bedenkliche Abfälle in der Kiesgrube lagern, müssten diese erst beseitigt werden, ehe dort eine Deponie genehmigt werden könnte. Auch das in Groß Warnow ein ähnliches Vorhaben geplant ist, müsste bewertet werden. „Aber erst, wenn Anträge auf Planfeststellung vorliegen.“ Bisher sei das nicht der Fall.

Von Andreas König

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