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Nord und Süd trifft sich in Pritzwalk

Künstlerinnen eröffnen Ausstellung Nord und Süd trifft sich in Pritzwalk

Gerhild Grolitsch und Cornelia Piesk eröffneten am Freitag in Pritzwalk ihre erste gemeinsame Ausstellung. Beide kennen sich bereits seit 20 Jahren, nun fanden sie trotz unterschiedlicher künstlerischer Ausrichtung zum sprichwörtlich gemeinsamen Nenner: „Anblick versus Ausblick“.

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Cornelia Piesk, Horst Kontak und Gerhild Grolitsch (v.l.) bei der Vernissage in der Galerie der Kunstfreunde.

Quelle: Christamaria Ruch

Pritzwalk. Sie kommen aus Nord und Süd – in Pritzwalk finden sie nun bei ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung zusammen. Die beiden Künstlerinnen Gerhild Grolitsch und Cornelia Piesk kennen sich seit 20 Jahren. Nun fanden sie trotz verschiedener künstlerischer Ausrichtung zum sprichwörtlich gemeinsamen Nenner. Unter dem Titel „Anblick versus Ausblick“ eröffneten beide Malerinnen am Freitagabend in der Galerie der Kunstfreunde Pritzwalk in der Marktstraße vor mehr als 40 Gästen die Ausstellung.

„Wir haben lange überlegt, welches Thema uns zusammenbringt“, berichtet Gerhild Grolitsch aus Porep. Sie nimmt auf ihren großflächigen Bildern den Menschen unter die Lupe und stellt dabei ihre sozialkritische Sichtweise wie in einem Brennglas dar. Die Münchenerin Cornelia Piesk zeichnete hingegen „jenseits der Tagespolitik“ Bilder zum Thema Garten. Beide spiegeln jedoch im Mikrokosmos den Makrokosmos wider. Die Porträts der einen sind wie Anblicke und die Gartenbilder der anderen wie Ausblicke. „Es war ein Wagnis und ein gangbarer Weg“, so Piesk zur sechsmonatigen Schaffensperiode. Zum Wagnis zählt auch, dass Grolitsch ihre sonst bekannte Farbigkeit in den Bildern reduzierte und Piesk plötzlich zu mehr Farbe griff. „Die drei Grundfarben Rot, Gelb und Blau sowie Schwarz und Weiß sind hier vertreten“, so Piesk. Ihre zumeist angeschnittenen Motive erweitern den Bildraum und regen gleichzeitig zur Fantasie an.

Bilder zum Thema Garten von ­Cornelia Piesk

Bilder zum Thema Garten von ­Cornelia Piesk.

Quelle: Christamaria Ruch

Kontrastreich wirkt vor allem Grolitsch „Tapete“. Dort zeichnete sie auf dem 3,8 Meter langen und 1,5 Meter breiten Werk mit einem Eddingstift seit März ihre Sichtweise auf das Weltgeschehen: Kleinteilig wiederholt sich dort vor allem das Motiv eines Flüchtlingsbootes. „Ich habe schon immer Widersprüche auf meinen Werken dargestellt.“ Doch auch die Serie über Prignitzer Künstler präsentiert sie farbreduziert. Damit knüpft Grolitsch nach eigener Aussage an ihre Schaffensperiode in den 1980er Jahren an.

Für Horst Kontak, Vereinschef der Kunstfreunde Pritzwalk, neigt sich indes ein inhaltsreiches Jahr dem Ende entgegen. Mit der neuen Ausstellung präsentiert der Verein die zugleich achte in diesem Jahr. „Wir hatten bisher insgesamt gut 900 Gäste aus nah und fern“, sagt er. Im kommenden Jahr sind fünf Schauen geplant. Weit über ­Pritzwalk reicht bereits das Interesse an dem Kunstverein und den Sieben Künsten: Demnächst rückt bereits zum dritten Mal ein Student diese Thematik in den Mittelpunkt einer Bachelor- oder Masterarbeit.

Von Christamaria Ruch

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