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Prignitz Normalisierung nach Sturm „Herwart“
Lokales Prignitz Normalisierung nach Sturm „Herwart“
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00:18 02.11.2017
Dramatische Wetterlage bei Alt Krüssow: Man spürte noch am Sonntagnachmittag die Kraft, die von Sturm Herwart ausgehen konnte. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk/Perleberg

Es war schon wieder ein ganz schön heftiges Unwetter, das über die Prignitz gezogen ist, und selbst 24 Stunden danach musste man trotz Wetterberuhigung mit zwischenzeitlichen stürmischen Graupelschauern rechnen. Doch im Vergleich zum Mega-Sturm Xavier Anfang Oktober ging der zweite Herbstorkan für die Prignitz glimpflich ab.

Gleichwohl sorgte Sturm Herwart am Sonntag für etwa 60 Einsätze der Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis. Schwerpunkt waren wieder eher Westprignitzer Gebiete. Aus Perleberg wird noch von einem Sturmeinsatz am Montag berichtet, zu dem die Feuerwehr gegen 14.40 Uhr gerufen worden war. In der Sophienstraße drohte ein größerer Ast auf den Gehweg und die Straße zu fallen. Zwei Fahrzeuge waren im Einsatz, um die Gefahr zu beseitigen.

Es war bei weitem nicht so schlimm wie vor drei Wochen beim Sturm Xavier, doch hinterließ auch der Nachfolgesturm Herwart seine Spuren. Die Feuerwehr hatte jedenfalls auch an diesem Wochenende viel zu tun.

Am Sonntag hatte auch der Perleberger Tierpark geschlossen – aus Sicherheitsgründen, wie von verlautete. Am Montag konnte der Tierpark aber wieder regulär seine Pforten öffnen. Probleme gab es, wie berichtet, auch erneut auf den Bahnstrecken, insbesondere der Hauptstrecke zwischen Hamburg und Berlin, die ja durch die Prignitz über Wittenberge führt.

Fünf Einsätze in Pritzwalk, 13 in Wittenberge

In Wittenberge gab es nach Angaben von Norman Rauth insgesamt 13 Sturmeinsätze der Feuerwehr. Am Ende waren noch lose Ziegel zu beseitigen. Auch wurden die Wittenberger zu einem Einsatz per Drehleiter im Amt Lenzen gerufen. 33 Brandschützer waren unter Leitung von Stadtbrandmeister Lars Wirwich im Einsatz, 27 davon aus der Stadt selbst und sechs aus Bentwisch.

Im Stadtgebiet von Pritzwalk war es bei den fünf gemeldeten witterungsbedingten Einsätzen geblieben. Zur technischen Hilfeleistung war der Bronto-Skylift der Pritzwalker Feuerwehr am Sonntagmittag aber auch zu einer Einsatzstelle auf der L 111 bei Krumbeck in Richtung Suckow angefordert worden. Vor Ort konnten die Feuerwehrleute jedoch keine Maßnahme durchführen, heißt es dazu auf der Webseite der Pritzwalker Wehr.

Auch auf der L 133 zwischen Dallmin und Streesow mussten Einsatzkräfte einen Baum von der Straße räumen. Quelle: Michael J. Pfeiffer

Ein Problem waren auch diesmal Stromausfälle, weil wieder Bäume auf Leitungen gefallen waren. 60 Haushalte von (West-)Prignitzer Orten waren auch noch am Montag ohne Strom. Das sagte die Unternehmenssprecherin des Energieversorgers Wemag, Diana Kuhrau, auf MAZ-Anfrage. „In Ponitz, in der Gemeinde Plattenburg, in Kietz und in der Gemeinde Cumlosen konnte die Stromversorgung erst im Laufe des Tages wiederhergestellt werden“, sagte Diana Kuhrau.

Sonntag 24 Uhr: Alle Stromkunden wieder am Netz

Schuld waren Äste, die Sturm Herwart auf Oberleitungen geschleudert hatte. Im gesamten Wemag-Versorgungsgebiet waren am Montag nach dem Sturm noch 120 Haushalte ohne Strom. Auch an anderer Stelle hatte es Stromausfälle gegeben. Auch von der Eon Edis, die in der östlichen Prignitz viele Haushalte mit Strom versorgt, wurden Stromausfälle gemeldet – allerdings geht aus der Presseinformation nicht hervor, ob diese auch die Prignitzer Gebiete betrafen. Am Sonntag um 24 Uhr seien alle ihre Stromkunden aber wieder am Netz gewesen, ließ das Unternehmen verlauten.

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Von Bernd Atzenroth, Andreas König und Marcus J. Pfeiffer

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