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Objektstraße erregt weiter die Gemüter

Halenbeck Objektstraße erregt weiter die Gemüter

Das Thema Objektstraße in Ellershagen-Ausbau bestimmte am Montag die Gemeindevertretersitzung in Halenbeck. Einmal mehr waren Anlieger zu Gast, die sich gegen den Ausbau aussprachen. Bürgermeisterin Astrid Eckert bat darum, die Diskussionen auf den 6. Juni zu verschieben: Dann soll es eine extra Beratung dazu geben.

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Astrid Eckert, Hella Dibbert und Volker Sips am neuen Schaukasten mit Gemeindeporträt in Halenbeck.

Quelle: Beate Vogel

Halenbeck. Auch wenn es nicht auf der Tagesordnung stand: Der geplante Ausbau der Objektstraße in Ellershagen-Ausbau sorgte einmal mehr für Diskussionen in der Gemeindevertretersitzung Halenbeck-Rohlsdorf (Amt Meyenburg) am Montag in Halenbeck. Bürgermeisterin Astrid Eckert stellte in einem kurzen Statement noch einmal ihren Standpunkt zu dem Projekt dar, das aus Sicht der Gemeindevertreter eng mit der Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ verknüpft sei (die MAZ berichtete).

Bei der Anmeldung der Gemeinde zu dem Wettbewerb im Jahr 2014 sei Eckart nicht unbedingt davon ausgegangen, dass Halenbeck-Rohlsdorf gewinnt: „Ziel war vielmehr, die Gemeinde und die Gemeindeteile zusammenzuführen und eine Bestandsaufnahme zu machen“, erklärte sie. „Und ich glaube, das ist uns gelungen.“ So finden regelmäßig Treffs in den Ortsteilen statt, in der Gemeinde gebe es den Pyrotechnikverein und seit Kurzem auch den Verein „Wir gemeinsam“. Der in Ellershagen-Ausbau gegründete Verein hat unter anderem zum Ziel, sich mehr einzubringen – auch in politische Entscheidungen. Auslöser war das Projekt zum Ausbau der Objektstraße.

Einige Anlieger aus dem Gemeindeteil zeigten sich arg verwundert, dass am Montag ein Vermessungstrupp vor Ort war. „Wieso erfahren die, die davon betroffen sind, nicht von dem Projekt?“, fragten Elvira Gwozdz und andere. Sie forderten eine bessere Kommunikation. Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte es eine Versammlung gegeben, in der sich die Anlieger gegen den Ausbau der sogenannten Waschbrettstraße ausgesprochen hatten. Die Gemeinde hatte indessen entschieden, dass mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auch die letzte marode Straße im Ort erneuert werden soll.

„Wenn Straßen gebaut werden, stößt das bei den Anliegern selten auf Gegenliebe – weil der Anlieger seine Ausbaubeiträge zahlen muss“, räumte Amtsdirektor Matthias Habermann ein. Eine offizielle Anliegerversammlung werde dann gemacht, wenn das Projekt ansteht. „So weit sind wir aber noch nicht.“ Derzeit liegt ein Fördermittelantrag bei der Lokalen Arbeitsgruppe „Storchenland“ Prignitz, die im nächsten Auswahlverfahren darüber entscheidet. Erst dann ist klar, ob die Gemeinde das Projekt überhaupt umsetzen kann. „Wenn man aber die Straße überhaupt noch mal machen will, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt“, sagt Amtsdirektor Habermann. Später gebe es sicher keine Fördermittel mehr.

Das Amt bekam von der Gemeindevertretung den Auftrag, bei der Unteren Verkehrsbehörde zwei Anträge zu stellen: Zum einen soll am Ortsausgang Ellershagen-Ausbau ein Tempo-50-Schild aufgestellt werden. Zum anderen soll zwischen Ellershagen und Ausbau ein Limit mit Tempo 60 beantragt werden. Zum Ausbau der Objektstraße soll es am 6. Juni eigens eine Beratung mit den Anliegern, der Gemeindevertretung und dem Amt geben.

Aus der Ideensammlung für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ seien laut Astrid Eckert viele kleinere Projekte umgesetzt worden, zum Beispiel, dass dank der Hilfe von Manfred Morgenstern Bänke aufgestellt worden seien und jeder der fünf Orts- und Gemeindeteile seit Kurzem einen dreiteiligen Schaukasten hat. „Links stehen Bekanntmachungen, rechts aktuelle Veranstaltungstipps“, so die Bürgermeisterin. In der Mitte wird in Text und Bild die Gemeinde kurz vorgestellt, zudem gibt es jeweils ein Kurzporträt des Ortsteiles, in dem der Schaukasten steht. Bei der inhaltlichen Gestaltung hat Hella Dibbert aus Rohlsdorf geholfen.

Von Beate Vogel

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