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Olaf Glomke leitet jetzt Notfallseelsorgerteam

Ulrich Preuß feierlich verabschiedet Olaf Glomke leitet jetzt Notfallseelsorgerteam

Vor zehn Jahren gehörte Ulrich Preuß zu den Initiatoren des Notfallseelsorgerteams Prignitz. Danach leitete der Pfarrer im Ruhestand die Truppe. Zum Jahresanfang nun gab der 70-jährige Pritzwalker sein Amt an seinen langjährigen Stellvertreter Olaf Glomke ab. Bei einer Andacht in Perleberg wurde Ulrich Preuß aus dem Team verabschiedet.

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Seit zehn Jahren gibt es das Prignitzer Helferteam. Nach Ulrich Preuß (5.v.l.) führt jetzt Olaf Glomke (2.v.r.) die Gruppe.

Quelle: Fischer

Perleberg. Vor zehn Jahren gehörte Ulrich Preuß zu den Initiatoren des Notfallseelsorger-Teams Prignitz. Zehn Jahre lang hatte der Pfarrer im Ruhestand die Truppe geleitet. Zum Jahresanfang gab der 70-jährige Pritzwalker nun sein Amt an seinen langjährigen Stellvertreter Olaf Glomke ab.

Bei einer Andacht in der Sankt-Jacobi-Kirche in Perleberg wurde Ulrich Preuß am Sonnabend aus dem Team verabschiedet. Die musikalische Umrahmung war eine Überraschung für die Gäste der Feierstunde, zu denen der Landespfarrer für Notfallseelsorge Stefan Baier ebenso gehörte wie der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes des Landkreises Erich Schlotthauer: Neben Ulrich Preuß und Olaf Glomke griffen vier weitere Mitglieder des Prignitzer Notfallseelsorger-Teams zu ihren Blechblasinstrumenten, um den Gesang christlicher Lieder musikalisch zu begleiten.

Zu Beginn der Andacht erbat Pfarrer Olaf Glomke weiterhin die Zuwendung Gottes für die Frauen und Männer, die in ehrenamtlicher Arbeit für andere da sind, wenn diese in großem Leid moralische Unterstützung brauchen.

Anstoß gab ein Trauerfall

In seiner Ansprache erinnerte Olaf Glomke an die zehnjährige Arbeit des Notfallseelsorger-Teams unter Leitung von Ulrich Preuß seit dem Neujahrsmorgen 2006, als es den ersten Einsatz gab. Wie Pfarrer Glomke berichtete, gab es schon im Jahr 2002 einen ersten Versuch, in Perleberg eine Notfallseelsorger-Gruppe zu bilden. Sechs Christen hatten in Bad Saarow eine Grundausbildung absolviert. Doch unter anderem aufgrund von Personalwechseln im Kirchenkreis und Wegzügen kam es nicht zur Aufnahme der Arbeit.

Den Anstoß, es noch einmal zu versuchen, gab dann Ulrich Preuß nach einem plötzlichen Trauerfall in seiner Familie. Er wollte seine Erfahrungen bei der Trauerbewältigung einbringen und fand Mitstreiter.

Schließlich konnte Pfarrer Peter Sachse am 11. Januar 2006 in der Perleberger Sankt-Jakobi-Kirche die ersten sieben Mitglieder des Prignitzer Notfallseelsorger-Teams einsegnen. Über die Jahre waren, wie Olaf Glomke sagte, immer zwischen sieben oder zehn Samariter für die Seele da. Jährlich gab es zwischen 20 und 26 Einsätze zur psychosozialen Betreuung.

Die Mitglieder des Teams stehen bei Unfällen oder Katastrophen Opfern und Angehörigen, Beteiligten und Helfern bei, sie unterstützen Polizeibeamte bei der Überbringung von Todesnachrichten. Sie wirken an der Seite von Ärzten, Rettungssanitätern, Feuerwehrleuten und Polizisten, um Menschen in seelischer Not beizustehen.

Im Namen des Landrates dankte Erich Schlotthauer dem Prignitzer Notfallseelsorger-Team für sein bedeutsames und erfolgreiches Wirken. Herzliche Worte fand er für Ulrich Preuß, dem er ein Abschiedspräsent überreichte.

Auch Ulrich Preuß hatte am Sonnabend etwas zu überreichen: Er übergab seinen Notfallkoffer und das Autoschild, das die Helfer beim Einsatz als solche kenntlich macht, an Christoph Albrecht, der damit als neues Teammitglied aufgenommen wurde.

Von Ulrich Fischer

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