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Prignitz Orgelnacht mit außergewöhnlichem Instrument
Lokales Prignitz Orgelnacht mit außergewöhnlichem Instrument
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00:17 13.07.2016
Ein Erlebnis war die diesjährige Lenzener Orgelnacht: Jan Ernst (Schwerin), Johannes Wauer (Wittenberge) Mijam und Wieland Meinhold (Weimar) und Christian Skobowsky (Ratzeburg) (v. l. n. r.) begeisterten das Publikum. Quelle: Kerstin Beck
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Lenzen

Wenn die Lenzener Orgelnacht stattfindet, bedeutet es, dass hier alles wie am Schnürchen klappen muss. Wie ist es diesmal?

Kurz nach 19 Uhr am Sonnabend ist die Kirche bereits geöffnet. Kirchenältester Norbert Nussbaum macht etwa 100 Lichter und Kerzen an und schaut noch einmal nach dem Rechten. Derweilen sitzen die Künstler in der Lenzener Pfarrei und genießen ihr Abendessen mit Schnittchen und Antipasti, sprechen über die Orgel. „Man kann sie vergleichen mit einer alten Dame mit Charakter. Wenn man mit ihr sprechen will, muss man sich auf sie einlassen können, und wenn man ihr seinen Willen nicht aufzwingt, geht das. Sie weist den Spieler im positiven Sinne in seine Schranken“, sagt Jan Ernst, der sich hier am Nachmittag eingespielt hat. Der gebürtige Ostfriese und Kirchenmusikdirektor ist seit 23 Jahren Kantor der Schweriner Domgemeinde.

Ohne besonderes Verständnis geht gar nichts

Für Johannes Wauer dagegen ist die Lenzener Scholtze-Schnitger-Orgel keine Unbekannte, der Kantor der Wittenberger Kirchengemeinde musizierte hier bereits unzählige Male.

Für Wieland und Mirjam Meinhold, dem Thüringischem Universitätsorganisten aus Weimar und der Sopranistin des dortigen Nationaltheaters, ist die Lenzenerin „ein Stück Auslese, welches die Zeiten überdauert hat, und das schaffen nur die besten Instrumente“. Auch Christian Skobowsky ist begeistert. Der Kirchenmusiker am Ratzeburger Dom, der zuvor sechs Jahre in Freiberg lebte, an den Silbermann-Orgeln des dortigen Domes musizierte und vor wenigen Stunden auch hier erstmals das Instrument erklingen ließ, meint: „Da kann man nicht einfach so reingreifen, man wird als Interpret regelrecht gezügelt, und Orgeln, die erst zehn Jahre alt sind, „können so etwas einfach noch gar nicht!“

Von Bach bis Buxtehude

Inzwischen steht Pfarrer Wolfgang Nier in der Kirche, begrüßt alle Gäste mit Handschlag und überreicht zugleich das Programm. Auffällig ist, dass viele Besucher aus der weiteren Umgebung kommen, darunter sind Geistliche aus Dömitz, Wittenberge und Berlin. Ein Ehepaar aus Dergenthin meint: „Wir kommen hier öfter her, weil wir sowohl die Predigten, als auch die Orgel zu schätzen wissen. Und es könnten ruhig mehr Lenzener hier sein!“

Punkt 20 Uhr geht es nach der Begrüßung los: Jan Ernst spielt fünf von der Bach-Familie komponierte Stücke, danach ist Johannes Wauer an der Reihe mit Musiken von Pachelbel, Sweelinck und Johann Sebastian Bach. Nach dem Applaus wird zu einem erlesenen Buffet gebeten, welches sorgfältig von Mitgliedern der Kirchengemeinde vorbereitet worden ist. Und auch die Organisten geben gern dafür eine Spende hin.

Nun sind Wieland und Mirjam Meinhold an der Reihe – die brillante Stimme der Sopranistin schwingt zunächst mit „Hallelujah“ durch die Kirche. Dann gibt es Ouvertüren und Arien aus Opern und Oratorien. Zuletzt sitzt Christian Skobowski an der Orgel, und nach seinen Stücken diverser barocker Komponisten wie Froberger, Weckmann, Muffat und Buxtehude gibt es vom Publikum tosenden Beifall. Sie war für die Zuhörer wieder ein besonderes Erlebnis, die Lenzener Orgelnacht. Insbesondere für Johannes Wauer, der seinen 64. Geburtstag damit „feierte“.

Von Kerstin Beck

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