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Prignitz Ort der Entspannung mit geschichtsträchtiger Kulisse
Lokales Prignitz Ort der Entspannung mit geschichtsträchtiger Kulisse
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19:42 31.07.2017
Heinz Koebe präsentiert stolz die alte große und schwere Mühle im Inneren des neu ausgebauten Gebäudes. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Triglitz

Unzählige Ausflügler finden am jeweils ersten und letzten Wochenende in den Monaten Mai bis September zu der Koebemühle in Triglitz (Amt Putlitz-Berge), wenn die Türen zum Anwesen und zu der Gaststätte offen stehen. „Manchmal kommen wir dem Ansturm gar nicht hinterher“, weiß Inhaber Heinz Koebe. Im Jahr 1999 kaufte er zusammen mit seiner Frau Petra das Gelände mit den sehr heruntergekommenen Ruinen. „Wir wollten einen ruhigen Ruhestand hier verbringen“, führt Heinz Koebe fort. Doch nach und nach wurden die alten Gebäude wieder restauriert und hergerichtet. „Zunächst war lediglich geplant, das Wohngebäude wiederherzustellen“, so der Inhaber weiter. Es folgten viele weitere Baumaßnahmen.

Heute beherbergt die alte Mühle eine – natürlich durchgängig geöffnete – kleine Herberge mit drei Zimmern und eine Gaststätte. Die Speisekarte hat allerhand zu bieten und das in einem Zwei-Mann-Betrieb, von Schnitzel über Sülze bis hin zu Burger. „Drei Doppelzimmer bietet unsere Herberge. Insgesamt können bis zu zehn Personen bei uns unterkommen“, sagte Heinz Koebe weiter.

Liebevoll dekoriert, viel Platz zur Entspannung und eine ruhige Umgebung bietet das Gelände der Koebemühle bei Triglitz. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Erst am Wochenende war im Restaurant wieder Hochbetrieb. „Bis spät in die Nacht wurde getrunken und gespeist“, so der Inhaber. „Zwei hungrige Touristen aus Potsdam kamen in die Gaststätte, als wir bereits geschlossen hatten“, führt Heinz Koebe fort. „Doch auch für sie hatten wir noch eine frische Soljanka im Topf. Wir versuchen immer, alles möglich zu machen.“

Viele kleine Orte und Ecken auf dem Gelände laden zum Entspannen inmitten der Natur ein. Sei es am kleinen Bach oder am Teich. Der Natur ist man so nah wie selten. Auch in Sachen Geschichte gibt es bei der Mühle von Inhaber Heinz Koebe allerhand zu erfahren. So hat jede Tür im Gebäude ihre ganz eigene Herkunftsgeschichte und die alten Anlagen im Dachgeschoss haben ihre ganz eigene Entwicklung. „Die Schrotmühle wurde im Jahr 1922 in Dresden erbaut, zehn Zentner ist sie schwer“, weiß Heinz Koebe. „Ich frage mich bis heute, wie sie die schwere Mühle hier ins Haus hereinbekommen haben.“ Außerdem werden die Kräuter und das Obst sowie Gemüse zum Teil alles selbst angebaut und geerntet. „Für alle Gäste unserer Herberge gibt es jeden Morgen ein leckeres Bio-Frühstück mit Zutaten von unserem Hof“, verrät Heinz Koebel.

Erbaut wurde die alte Wassermühle bereits im Jahr 1698. Viele Generationen an Gutsbesitzern tat die Mühle ihren Dienst, bis in die 30er-Jahre hinein. „Die verfallene Mühle haben wir versucht, nach originalen Unterlagen und Zeichnungen so wieder herzurichten, wie sie damals aussah“, berichtet Heinz Koebe. Durch die vielen Jahre des fehlenden Betriebes waren die Gebäude sehr stark verfallen und kaum wiederzuerkennen. Doch sie wurden liebevoll und mühsam wieder aufgebaut, weiß der Besitzer. Und damit ist es nicht getan: „Das Grundstück ist ziemlich groß, es gibt immer was zu tun.“

Von Marcus J. Pfeiffer

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