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Ortstermin in der Dinnebier-Arena

Pritzwalk Ortstermin in der Dinnebier-Arena

Eigentlich ist es wohl bald eine Erfolgsgeschichte: Wird der Antrag auf Leader-Fördermittel bewilligt, dann kann der FHV Pritzwalk sich im nächsten Jahr den Traum vom Kunstrasen endlich erfüllen. Allein: Dass Sponsorengelder nicht dafür dienen dürften, den Eigenanteil des Vereins aufzubringen, versteht man im Vorstand noch immer nicht.

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Ortstermin gestern in der Pritzwalker Dinnebier-Arena mit (v.l.n.r.) Ronald Thiel, Jörg Zeiger, Karsten Rohde,Erhard Jeschke, Sebastian Steineke und Ingo Jeschke.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk . Hockey ist ein Alleinstellungsmerkmal für Pritzwalk – so viel hat nicht nur der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke (CDU) begriffen, der gestern auf seiner Sommertour auch die Stadt an der Dömnitz besuchte. Beim Fußball- und Hockeyverein Pritz­walk 03 möchte man dem auch gerecht werden. Denn weit und breit gibt es keinen anderen Verein, der am Hockeyspielbetrieb teilnimmt. Darum aber ist es dem Verein auch so wichtig, dass ein Platz auf dem Gelände der Dinnebier-Arena mit Kunstrasen belegt wird – das ist für Hockey mittlerweile fast so etwas wie eine Grundvoraussetzung.

Das Vorhaben könnte, wenn alles gut geht, im kommenden Jahr endlich in die Tat umgesetzt werden, und das im dritten Anlauf. Doch es bedürfte einer großen Anstrengung, um überhaupt den Eigenanteil für eine Förderung nach dem Leader-Programm aufzubringen. 98 000 Euro beträgt dieser Eigenanteil. „Kein Verein weit und breit kann eine solche Summe selbst aufbringen“, musste auch Steineke zugeben. Der Verein schafft es jetzt über einen Kredit, den ihr die Volks- und Raiffeisenbank gewährt – mit einem kleinen Wermutstropfen: Der Vereinsvorstand muss zu einem Drittel für diese Summe bürgen. Für die beiden anderen Drittel tun dies die Stadt und das Geldinstitut, wofür man beim FHV auch sehr dankbar ist.

Nur: Der FHV hätte den Eigenanteil ohne Probleme über Sponsorengelder aufbringen können. Das ist aber nach den Richtlinien für die Leader-Förderung nicht möglich. Hier fragte der FHV-Ehrenvorsitzende Erhard Jeschke, ob man dies nicht hätte anders handhaben können. Sebastian Steineke konnte dies nicht sagen, aber dem Verein lag auf eine Anfrage hin auch schon eine Antwort aus dem Potsdamer Finanzministerium vor, die dies klar verneinte.

Befügelt durch die Unterstützung in der Stadt

Trotzdem: Es ist gelungen, einen Antrag auf Fördermittel zustande zu bringen und finanziell zu untersetzen – vor etwa drei Wochen wurde er eingereicht. Erhard Jeschke, seit 42 Jahren zunächst im Pritzwalker SV und dann in dem daraus hervorgegangenen Fußball- und Hockeyverein tätig, freut sich darüber: „Die Unterstützung für unseren Antrag beflügelt uns immer wieder.“ Die Stadtspitze und die Fraktionen im Stadtparlament stünden dahinter. Das Stadtparlament habe das Projekt einhellig unterstützt. Auch der Kreis- und der Landessportbund hätten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Unterstützung signalisiert.

Aber über die Richtlinie zu den Sponsorengeldern sei man enttäuscht. Sebastian Steineke versprach, das Thema an seinen Landtagskollegen Jan Redmann weiterzuvermitteln. Förderprogramme sollten schließlich so konzipiert werden, dass auch der ländliche Raum davon profitiere. Da traf Steineke auch auf offene Ohren bei Pritzwalks Vizebürgermeister Ronald Thiel, der erklärte, dass man auch versuche, das Vorhaben des Vereins aus dem Stadt-Umland-Programm zu unterstützen.

Ob es mit der Leader-Förderung etwas wird, entscheidet sich innerhalb der nächsten vier Monate, wie der FHV-Vereinsvorsitzende Karsten Rohde meinte. Wenn alles durch ist, soll es im Jahr 2017 an die Umsetzung des Vorhabens gehen.

Der Parlamentarier Sebastian Steineke hatte sich des Themas Sportförderung auch an zwei anderen Stellen angenommen: Er besuchte zunächst das Ernst-Thälmann-Stadion in Wittenberge und fuhr von Pritzwalk aus nach Wittstock weiter.

Von Bernd Atzenroth

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