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Prignitz Ost-West-Gefälle in Groß Pankow
Lokales Prignitz Ost-West-Gefälle in Groß Pankow
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00:18 21.04.2016
Neuer Bürgermeister von Groß Pankow: Marco Radloff. Quelle: Andreas König
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Groß Pankow

Knapp, unterm Strich aber klar für den Wechsel – so in etwa lässt sich das Wahlergebnis in der Gemeinde Groß Pankow zusammenfassen. Wie berichtet hat Marco Radloff, Kandidat der Wählergruppe Groß Pankow/Luggendorf, die Stichwahl um das Bürgermeisteramt mit 54,7 Prozent der Stimmen für sich entschieden. Ähnlich wie beim ersten Wahlgang zeigte sich beim Abstimmungsverhalten ein deutliches West-Ost-Gefälle. Während Marco Radloff deutlich mehr Stimmen in den westlichen Ortsteilen der Gemeinde bekam, gilt das selbe für den bisherigen Bürgermeister Thomas Brandt für den Osten.

Marco Radloff schnitt am besten in Wolfshagen ab

So erzielte der Herausforderer und Wahlgewinner Marco Radloff sein prozentual bestes Ergebnis im Ortsteil Wolfshagen. 80 Prozent der Wähler gaben ihre Stimme dem Herausforderer. Es folgen Gulow mit 77,4, Tacken mit 74,5 und Tangendorf mit 73 Prozent. In Helle stimmten 68,1 Prozent der Wähler für Marco Radloff. Eine der Grundlagen für den Wahlsieg dürfte jedoch in Groß Pankow selbst zu suchen sein. Wie schon im ersten Wahlgang erhielt Marco Radloff auch am Sonntag dort die deutliche Mehrheit der Stimmen: 67,5 Prozent. Groß Pankow ist mit 476 Wahlberechtigten, 323 Wählerinnen und Wählern sowie 320 gültigen Stimmen der bevölkerungsreichste Ortsteil der Gemeinde. Im ersten Wahlgang hatte Marco Radloff dort 56,1 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen können, was am 3. April 180 Stimmen entsprach. In Kuhbier stimmten jetzt 61,8 Prozent der Wähler für Radloff, in Retzin 60 Prozent. In Baek erhielt er 59,5 Prozent und in Vettin 54 Prozent.

Thomas Brandt erzielte bestes Ergebnis in Lindenberg

Amtsinhaber Thomas Brandt (parteilos) erzielte sein bestes Ergebnis erneut in Lindenberg. 79,22 Prozent der Wähler stimmten dort für ihn. Das war noch mal deutlich mehr als am 3. April. Seinerzeit hatte der seit 24 Jahren an der Spitze der Kommune stehende Brandt dort 72,7 Prozent geholt. Beim aktuellen Wahlgang folgten sein Heimatort Kuhsdorf mit 77,1 Prozent, Groß Woltersdorf mit 74,4 Prozent, Kehrberg mit 62,9 Prozent, Boddin mit 58,3 Prozent, Langnow mit 57,7 Prozent, Klein Gottschow mit 55,8 Seddin 53,8 Prozent und Tüchen mit 53,3 Prozent. Von 3358 Wahlberechtigten gingen h 1890 zur Wahlurne. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 56,3 Prozent. Dieser für eine Stichwal ungewöhnlich hohe Wert war nur geringfügig niedriger als beim ersten Urnengang am 3. April. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 57,5 Prozent. 1879 gültige Stimmen standen diesmal elf ungültige Stimmen gegenüber.

Versorgung eines Wahlbeamten

Bürgermeister Thomas Brandt gilt als Wahlbeamter und wird mit dem Ende seiner Dienstzeit wie ein Beamter behandelt. Er bekommt daher nach dem Beamtenversorgungsgesetz ein sogenanntes Ruhegeld.

Das Ruhegeld wird nur bei einer Dienstzeit von mindestens fünf Jahren gewährt. Thomas Brandt war 24 Jahre im Amt – zunächst als Amtsdirektor, danach als Bürgermeister. Grundlage zur Berechnung des Ruhegehalts sind das Grundgehalt sowie sonstige Dienst- und Leistungsbezüge.

Der Ruhegehaltssatz beträgt für jedes Jahr ruhegehaltsfähiger Dienstzeit 1,79375 Prozent, insgesamt jedoch höchstens 71,75 Prozent.

Der neue Bürgermeister Marco Radloff, der gegenwärtig im Amt Meyenburg arbeitet, kann die Amtsgeschäfte in vier Wochen übernehmen.

Von Andreas König

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