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Prignitz Paar zieht von Holland in die Prignitz
Lokales Prignitz Paar zieht von Holland in die Prignitz
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00:17 22.06.2016
Angekommen in Vettin: Ina und Theo Dekker mit ihren Hunden Liska und Juri. Quelle: Fotos (2): Christamaria Ruch
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Vettin

Der Liebe wegen folgte Ina Dekker ihrem Mann Theo in seine alte Heimat Niederlande. Das war im Jahr 2004. Damals ahnte sie nicht, dass sie erst neun lange Jahre später nach Deutschland zurückkehren würde. Der Zufall führte das Paar 2013 nach Vettin (Gemeinde Groß Pankow).

„Vettin ist ein außergewöhnliches Dorf, hier lebt es sich so wie früher, weil jeder dem anderen hilft“, sagt Ina Dekker. Die 41-Jährige lebte früher in Rohrlack (Ostprignitz-Ruppin). Dort lernte sie den damaligen Landwirt Theo Dekker kennen. 2004 heiratete das Paar und kehrte Rohrlack den Rücken. „Ich bin in Holland nie warm geworden“, bekennt sie. Vor drei Jahren dann die Rolle rückwärts: „Ich wollte unbedingt in den Osten zurück und eher zufällig fiel die Wahl auf Vettin“, erinnert sie sich. Besonders ihre Nachbarin Marita Schneeberg ebnete den Zugang zur Dorfgemeinschaft. „Wenn sie nicht gewesen wäre, hätten wir hier nicht so gut Fuß gefasst“, sagt Ina Dekker. Doch es schwingt auch Wehmut und Trauer darin mit, denn Maria Schneeberg starb im vergangenen Jahr. „Sie war ein herzensguter Mensch und wie eine Mutter für mich und hat sich immer für den Zusammenhalt im Dorf stark gemacht.“ Die Nachbarin holte die beiden Neuen in das Boot der Dorfgemeinschaft: Sie bat Ina, Kuchen für Veranstaltungen zu backen und lockte Theo in die Feuerwehr. „Ich bin sofort nach unserem Einzug Mitglied der Feuerwehr geworden und habe mittlerweile auch die Truppmannausbildung absolviert“, sagt der 49-Jährige. „Das ist eine gute Gemeinschaft“, stellt er immer wieder fest. Und obwohl er schon vor Jahren von Landwirt auf Spediteur umgesattelt hat und wöchentlich bis zu 3500 Kilometer im Lastwagen sitzt, drückte er am Wochenende die Schulbank für den Brandschutz.

In Vettin verwirklichte Ina Dekker ihren lang gehegten Traum: Die Tierfreundin gründete mit entsprechendem Zeugnis in der Tasche eine Hundepension. „Ich habe schon immer ein Gespür für Tiere gehabt und ziehe sie an, oder sie laufen mir hinterher“, bekennt sie frei. Auf diese Weise lernte sie ihren Mann kennen. Theo Dekkers Hund lief ihm immer wieder davon, und sie brachte den Vierbeiner immer zurück. Außerdem hat sie „ein Gespür für gebrechliche Tiere, und das Tierwohl ist wichtig.“ Ihre eigenen Hunde Liska und Juri sind Straßenhunde aus Bulgarien. Der etwa zwölf bis 14 Jahre alte Juri läuft auf drei Beinen. „Eine Freundin von mir hat eine Stiftung in Bulgarien, die sich um Straßenhunde kümmert“, berichtet Ina Dekker. Immer wieder nimmt sie von dort gestrandete Tiere auf und versorgt sie liebevoll. Außerdem gesellen sich in ihrer Hundepension bis zu drei Gasthunde gleichzeitig hinzu. Egal ob Tages- oder Wochengäste, die Vierbeiner fühlen sich wohl. Die beiden Hundezimmer auf dem Hof sind groß und mit Körbchen, Sessel und Kuscheldecke ausgestattet. An den Wänden leuchten selbst gemalte Landschaften. Mit festen Tagestrukturen gibt sie den Hunden einen Rhythmus. „Das läuft ab wie in einer Kita“, sagt sie. Mittlerweile hat sie Stammkunden und erhält immer wieder neue Anfragen nach einem Platz auf Zeit für Bello & Co.

Von Christamaria Ruch

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