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Prignitz Parabel baut am Netz
Lokales Prignitz Parabel baut am Netz
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13:41 08.10.2013
Meyenburg/Putlitz

Darüber informierte jetzt Holger Ruletzki, Geschäftsführer der Parabel AG in Berlin. Sein Unternehmen plant und baut das zweite Umspannwerk zwischen Meyenburg und Freyenstein. Über Details soll heute während der "Energietour 2013" ab 15 Uhr im Neuruppiner Rathaus informiert werden. Dazu laden die Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE) interessierte Bürger ein.

Die Parabel AG hat bekanntlich bei Jännersdorf riesige Solarflächen errichtet, die seit dem Sommer vergangenen Jahres am Netz sind. Der Anschluss für das nächste Projekt - den Solarpark Krempendorf - gestaltete sich um einiges schwieriger: Teil I ging im Februar mit 24 Megawatt über das eigens errichtete Umspannwerk bei Sadenbeck ans Netz der Eon-Edis AG. Der Bau des geplanten zweiten Teiles (26 MW) lässt indessen auf sich warten - mögliche Netzanschlüsse sind komplett dicht.

"Jetzt planen wir ein Umspannwerk zwischen Meyenburg und Freyenstein, das Ende 2014 ans Netz gehen soll", sagte Parabel-Chef Holger Ruletzki. Dazu habe Parabel zwischen Meyenburg und Freyenstein einen Standort lokalisiert, das Grundstück sei gesichert, das Projekt genehmigt. Das Berliner Unternehmen arbeite in enger Abstimmung mit den Netzbetreibern 50 Hertz und Eon-Edis zusammen.

Gemäß zweier Studien der BTU Cottbus über den Bedarf an Netzkapazitäten für die nächsten Jahre in der Region sind laut Ruletzki zwei Umspannwerke nötig, um den Strom von Wind- und Sonnenkraftwerken abzunehmen. 50Hertz will bekanntlich eines zwischen Putlitz und Silmersdorf errichten, das an die 380-KV-Leitung von 50 Hertz angeschlossen wird, die in der Prignitz an Meyenburg und Putlitz vorbei und über Perleberg in Richtung Süden verläuft. "Das könnte unter Umständen 2016/17 mit den ersten Trafos ans Netz gehen."

Zwei Jahre vorher soll das Umspannwerk der Parabel AG den Betrieb aufnehmen: Geplant ist Ende 2014 für den Fertigstellungstermin. "Das wird für die nächsten zehn Jahre der Standort, der auch noch ausgebaut werden kann." Start soll mit einem Trafo sein, der zweite könne 2015 angeschlossen werden. "Ab 2017 ergänzt dann 50 Hertz", erklärt der Parabel-Vorstand. Die Verbindung von Windenergie, Solarstrom und Strom aus Biomasse sorgt laut Ruletzki für eine bessere Auslastung der Stromnetze. Die Prognose für die Strommenge, die in den nächsten Jahren aus der Region kommt, liegt bei zwei Gigawatt.

Für den laufenden Betrieb hat das Berliner Unternehmen die Umspannwerk GmbH gegründet, die alle Verträge abschließen wird. "Finanziert wird der Bau über Fremdkapital - aber ohne Bankbeteiligung", erläuterte Ruletzki auf Nachfrage. 30 Millionen Euro soll die erste Ausbaustufe kosten. Für die zweite Stufe würden noch Investoren gesucht. Immerhin 100Millionen Euro sollen insgesamt in den nächsten sechs bis sieben Jahren bei Freyenstein investiert werden. Dazu gehören laut Ruletzki aber nicht nur die technischen Anlagen, sondern auch die Kosten für das Grundstück, die Genehmigungen, die Zufahrten. "Die Refinanzierung erfolgt über die Anschlussgebühren."

Beide Projekte zusammen böten für die Region nun endlich eine Planbarkeit, die sicher nicht nur Parabel selbst mit dem Solarpark, sondern auch anderen Betreibern von regenerativen Energiekraftwerken zugute kommt, die aus Wind, Sonne und Biomasse Strom gewinnen. "Damit haben wir zwei zentrale Anschlusspunkte, die dann fertig entwickelt sind", erklärte der Parabel-Geschäftsführer. Krempendorf II sei damit auch weiterhin in Planung. Einen Fertigstellungstermin für den Solarpark nannte Ruletzki aber nicht.

Die Parabel AG und die beiden Netzbetreiber wollen bei der heutigen Energietour, während der unter anderem Brandenburgs Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) über die "Energiewende vor Ort" referieren wird, ein Zeichen für die Region setzen, sagt Ruletzki: "Es ist eine Perspektive für die nächsten zehn Jahre. Sie hebt die Argumentation der Landräte auf, wonach keine Netze zur Verfügung stehen."

Von Beate Vogel

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