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Prignitz Parkinson-Hilfe-Prignitz im Wettbewerb
Lokales Prignitz Parkinson-Hilfe-Prignitz im Wettbewerb
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02:15 28.01.2016
Ingo Jeschke zeigte seine Präsentation in Berlin. Quelle: Beate Vogel
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Sadenbeck

Die Befupark-Hilfe-Prignitz ist ein Ein-Mann-Unternehmen. Noch: Denn Initiator Ingo Jeschke aus Sadenbeck bei Pritz­walk will jetzt einen Verein gründen, um die Arbeit auf viele Schultern zu verteilen. Dafür braucht der parkinsonkranke Ehrenamtler aber Mitstreiter: „Das müssten Menschen sein, die sehr aktiv mitarbeiten wollen.“

Der Vereinszweck würde sich inhaltlich nicht von dem unterscheiden, was die Befupark-Hilfe-Prignitz schon jetzt bietet. Jeschke hilft Behinderteneinrichtungen, Vereinen, Schulen, Kitas und Menschen mit Parkinson, aber auch Menschen, die in Not sind. Der Initiator unterstützt vor allem dabei, Sponsoren und Spender zu finden, die Geld für Projekte freimachen können. Jeschke, der viel am Computer sitzt, nimmt ohne Scheu Kontakt zu großen Konzernen, zu Prominenten oder zu bundesweit agierenden Stiftungen auf – und kommt so an viel Geld für soziale Projekte. Der Bierbrauer Krombacher etwa hat in der Prignitz bereits einige 1000 Euro gelassen, unter anderem in der Meyenburger Kita.

Einer unter 100 ausgesuchten Projekten

Damit können finanzschwache Kommunen unterstützt, aber auch Einzelschicksale verbessert werden. Auch Blockaden zwischen Behinderten und nichtbehinderten Menschen sollen abgebaut werden. So hat der Sadenbecker das jährliche Integrationssportfest im Landkreis Prignitz mitorganisiert. Ein Verein hätte nicht nur den Vorteil, dass Jeschke nicht mehr alles allein stemmen müsste. Zumal er durch seine Krankheit recht eingeschränkt ist. „Ich suche zum Beispiel Leute mit einem Führerschein, solche, die künstlerisch, grafisch oder auch zwischenmenschlich begabt sind“, sagt er.

Damit der potenzielle Verein Starthilfe bekommt, hat sich Jeschke beim Verein „startsocial“ beworben, der einen bundesweiten Wettbewerb für soziale Projekte ausgelobt hat. „Ich bin übers Internet darauf gestoßen“, sagt er. Am 15. Januar war er mit seiner Projektbeschreibung in der Kalkscheune in Berlin, wo er sich mit vielen anderen sogenannten Stipendiaten vorstellte. „Es waren 100 Projekte dabei, darunter zwei aus der Prignitz.“ Demnach hatte sich auch der Verein „Preddöhl International“ aus der Gemeinde Kümmernitztal beworben. Fünf Bewerber sollten sich den anderen Teilnehmern konkret erklären – darunter Ingo Jeschke. „Ich hatte drei Tage Zeit, die Präsentation auszuarbeiten“, erzählt er. Kurzerhand gestaltete er eine Tapetenrolle, auf der er die Internetseite der „Befupark-Hilfe“ beschrieb, darstellte, wie der Verein ins Leben gerufen werden und welchen Zweck er haben soll. Das Motto: „Wir helfen dort, wo Hilfe gebraucht wird.“ Das hat in Berlin offenbar viele interessiert. „Dabei waren da richtig gute Projekte dabei, die sich auch beworben haben.“ Der Verein „startsocial“ stellt Jeschke zudem einen Coach zur Seite, der ihm vier Monate lang etwa beim Fundraising unterstützt, beim Beschaffen von Sponsorengeld. Nun wartet der Sadenbecker darauf, wie die Jury von Startsocial entscheidet. Immerhin locken ein paar 1000 Euro Preisgeld. Die besten 25 Ideen werden nach Berlin eingeladen.

Wer sich an einer Vereinsgründung beteiligen will, kann über  0174/ 84 47 61, E-Mail: ogni3@gmx.de oder über facebook zu Ingo Jeschke Kontakt aufnehmen. Hintergrundinfos gibt es auf www.befupark-hilfe-prignitz.de.

Von Beate Vogel

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