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Parkinson-Selbsthilfe-Gruppe Prignitz trommelt

Auftakt für Projekt Parkinson-Selbsthilfe-Gruppe Prignitz trommelt

Kondition, Koordination und Konzentration. Diese Eigenschaften werden beim neuen Projekt „Trommeln gegen Parkinson“ im Pritzwalker Ortsteil Sadenbeck gefördert. Über eine Spende der Gesundheitskasse AOK konnten Gymnastikbälle, Drummerstöcke und eine Musikanlage finanziert werden. Nun heißt es für die Betroffenen, am Ball zu bleiben.

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Beim Trommeln finden die Betroffenen Ablenkung und Linderung der Schmerzen.

Quelle: Christamaria Ruch

Sadenbeck. Die violetten und blauen Gymnastikbälle sehen wie eine Kampfansage aus. Eine Kampfansage gegen die Parkinsonkrankheit. Denn seit Dienstag erweitert das Trommeln gegen Parkinson die Angebote in der Prignitzer Selbsthilfegruppe in Sadenbeck (Stadt Pritzwalk).

Ingo Jeschke rief die Selbsthilfegruppe im Februar 2012 ins Leben. Er entdeckte das Trommelprojekt im vergangenen Jahr in Ludwigsfelde (Potsdam-Mittelmark), lernte die Bewegungsabläufe im Rahmen eines Lehrgangs kennen und trommelte dann im Wortsinn die notwendigen Mittel zusammen. Die Gesundheitskasse AOK Nordost in Perleberg stellte nun 1500 Euro bereit. Damit konnten 30 Bälle, Drummerstöcke sowie eine Musikanlage finanziert werden. „Die Übungen lindern die Beschwerden und steigern das allgemeine Wohlbefinden“, sagte Anett Krassin, AOK-Niederlassdungsleiterin Prignitz. Sie besuchte am Dienstag die erste Übungsstunde in der Turnhalle in Sadenbeck. „Die Gesamtverfassung der Betroffenen profitiert von diesen Angeboten“, so Krassin.

Ideengeber und Initiator der Selbsthilfegruppe Ingo Jeschke trommelte  mit

Ideengeber und Initiator der Selbsthilfegruppe Ingo Jeschke trommelte mit. Anett Krassin, Leiterin der AOK-Niederlassung Prignitz, konnte sich von der belebenden Wirkung des Trommelns überzeugen.

Quelle: Christamaria Ruch

„Langsame Bewegungen mit den Stöcken sind wichtig“, sagte Physiotherapeutin Anja Bendig aus Pritzwalk. Sie engagiert sich seit mehr als zwei Jahren ehrenamtlich in der Gruppe und betreut auch die Trommelgruppe. „Es kommt beim Trommeln auf die Wiederholung von wenigen Bewegungen an.“ Dadurch öffnen sich Brustkorb und Schultern. „Kondition, Koordination und Konzentration werden geschult“, fasste Bendig zusammen.

Unterdessen nahmen die 16 Frauen und Männer Aufstellung hinter den Gymnastikbällen. Jeder fand alsbald seinen eigenen Rhythmus, auch wenn die Musik einen anderen Takt vorgibt. „Jede Ablenkung, besonders in Form von Sport, ist gegen Parkinson gut – nicht nur Tabletten helfen“, sagte Ingo Jeschke. Auch die 91-jährige Hella Linow aus Pritzwalk greift zu den Drummerstöcken. „Ich kann es mir nicht leisten, träge zu sein“, lautet ihr Ansporn. Vor einem Jahr stieß sie zur Selbsthilfegruppe und kommt nun regelmäßig zu den monatlichen treffen. „Die Gruppe ist eine große Hilfe, ich bin offen für alle Angebote und ich bin gern in Gesellschaft.“

Von Christamaria Ruch

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