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Perleberg: Frank Jüttner ist Amtsgerichtspräsident

38 Monate Einarbeitungszeit Perleberg: Frank Jüttner ist Amtsgerichtspräsident

Richter Frank Jüttner wurde am Mittwoch zum Direktor des Amtsgerichts Perleberg ernannt. Die Ernennungsurkunde überbrachte Landgerichtspräsident Egbert Simons aus Neuruppin. Wie der mit etwas Ironie bemerkte, konnte sich Frank Jüttner sehr lange in diese Funktion einarbeiten. Schon vor 38 Monaten übernahm der Jurist die kommisarische Leitung des Hauses.

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Amtsgerichtsdirektor Frank Jüttner stößt mit Landgerichtspräsident Egbert Simons und Kollegen an

Quelle: Fischer

Perleberg. Richter Frank Jüttner wurde am Mittwoch in Perleberg zum Direktor des dortigen Amtsgerichtes ernannt – unter herzlichem Beifall der Angestellten und Beamten. Die von der Landesregierung ausgestellte Ernennungsurkunde überbrachte Landgerichtspräsident Egbert Simons aus Neuruppin. Wie dieser mit etwas Ironie bemerkte, konnte sich Frank Jüttner sehr lange in diese Funktion einarbeiten. Denn schon vor 38 Monaten übernahm der Jurist die kommisarische Leitung des Perleberger Hauses, weil Amtsgerichtsdirektor Stefan Mracsek mit anderen Aufgaben beim Landgericht betraut wurde. Erst nachdem Mracsek unlängst zum Vizedirektor des Landgerichtes Cottbus ernannt worden war, wurde die „Planstelle Amtsdirektor Perleberg“ frei, um sie wieder zu besetzen. Frank Jüttners Funktionsbezeichnung lautete in den vergangenen drei Jahren „weiterer aufsichtsführender Richter“

Egbert Simons betonte, dass er Frank Jüttners beruflichen Werdegang seit 1996 als Vorgesetzter begleiten konnte. Er schätze den Richter außerordentlich nicht nur wegen seiner fachlichen Qualitäten. „Ich kenne niemanden, der die Sorgen und Nöte seiner Belegschaft und auch die guten Dinge mehr im Blickfeld hat als er“, sagte Simons vor der Übergabe der Ernennungsurkunde, zu der sich die Gerichtsmitarbeiter kurz in einem Verhandlungssaal eingefunden hatten. Im Namen der sieben Richter, elf Rechtspfleger, 21 Mitarbeiter im mittleren Dienst sowie vier Wachtmeister, denen Jüttner vorsteht, überreichte Richterin Heike Neumann dem Amtsgerichtschef einen Blumenstrauß. „Was lange währt, wird endlich gut“, zitierte sie Ovids altbekannten Ausspruch.

Frank Jüttner sah und sieht sich als Verfechter einer modernen, dem Bürger zugewandten Justiz, sagte er der MAZ. Kläger, Angeklagte und Rechtsanwälte sollen das Gefühl haben können, ernst genommen zu werden, auch wenn sie mit dem Ergebnis eines Rechtsstreits nicht zufrieden sind. Nicht vergessen werden sollte, dass das Amtsgericht auch eine Dienstleistungsaufgabe habe – beispielsweise in den Bereichen Nachlass und Gerichtsvollzug.

Wie bislang will Frank Jüttner sich für eine ausreichende personelle Ausstattung des Gerichts einsetzen. „Man muss immer kämpfen, damit aufgrund bedauerlicher Ereignisse freigewordene Stellen schnell wieder besetzt werden“, sagt er. Sein Wunsch ist zudem, dass das Gericht komplett barrierefrei für Rollstuhlfahrer wird, was trotz Parkplatz und Sondereingang für Behinderte nicht wirklich der Fall sei.

Von Ulrich Fischer

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