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Perleberg: Sommeraktion in der Biosphäre

Schwalben haben es nicht leicht Perleberg: Sommeraktion in der Biosphäre

Naturwacht, Naturschutzbund und Sparkasse Prignitz haben in Perleberg die neue Sommeraktion im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg vorgestellt. In diesem Jahr wird sich alles um Schwalben drehen. Vor allem Jugendliche sollen sich mit dem Thema beschäftigen und Akzente für ihre Region setzen.

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André Wormstädt (3. v. l.) informiert sich bei Ricarda Rath und Oliver Krause (l.) über die Nisthilfen für Schwalben. Jacob Natke leistet gerade sein ökologisches Jahr im Bosphärenreservat.

Quelle: Foto: Jens Wegner

Perleberg. „Ein Sommer mit Schwalben” heißt die diesjährige Sommeraktion der Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, des Naturschutzbundes (Nabu) und der Sparkasse Prignitz. „Dies ist nun bereits die 22. gemeinsame Sommeraktion mit dem Biosphärenreservat”, sagte am Dienstag André Wormstädt, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Prignitz. Man wolle helfen, Jugendliche jedes Jahr mit einem bestimmten Umwelthema zu fördern. Es schließt sich ein Kreis, denn auch im Jahr 1995 ging es um Schwalben. „Es gibt viel Wissenswertes zu erfahren. Das ist sicher spannend für Kinder und Jugendliche”, meinte Wormstädt.

Schwalben lieben die Aussicht

Schwalben lieben die Aussicht.

Quelle: DPA

Der bekannteste und beliebteste Vogel in der Prignitz sei zweifellos der Storch, sagte Ricarda Rath, Rangerin im Biosphärenreservat. Kein Vogel ist dem Menschen so sehr gefolgt wie er. Schwalben würden weniger auffallen, weil sie deutlich kleiner sind. Aber auch sie folgen dem Menschen. „Wir wollen wissen, was sich seit 1995 getan hat.” Seit den 1970er Jahren habe sich der Bestand der Schwalben dramatisch verringert. Gründe dafür gibt es einige. So veränderte sich die Landwirtschaft im Laufe der Jahre. Scheunen und Ställe wurden geschlossen. Die Vögel finden keinen Einflug mehr zu ihren Brutplätzen. Durch die Versiegelung der Wege gibt es zudem weniger Insekten. Eine Schwalbe frisst ungefähr 2000 Mücken pro Tag. Die Tiere sind inzwischen geschützt. „Wir möchten, dass sich die Menschen mehr dafür interessieren”, sagte Rath. Ein großer Bestandteil der diesjährigen Aktion ist die Zählaktion. Der Jüngste, der 1995 bei der Zählaktion mitgemacht hat, war vier Jahre alt, der Älteste 88, erinnerte sich die Rangerin. Wer Geschichten von damals in petto hat, soll sich bitte bei der Naturwacht melden.

Gewinnchancen bei Fotoaktion

Bei den Aktionstagen mit der Naturwacht, zu der sich jeder anmelden kann, gibt es viel Wissenswertes zu erfahren. Es werden Dorfexpeditionen organisiert. Die Teilnehmer erfahren, wo Schwalbennester hergestellt werden können. „Wir wollen Nisthilfen bauen und rufen zur Fotoaktion auf”, ergänzte Oliver Krause vom Biosphärenreservat. Am Ende jeden Monats werden die eingereichten Fotos ausgewertet. „Freunde der Schwalben möchten wir auszeichnen”, sagte Jakob Natke, der gerade sein freiwilliges ökologisches Jahr im Biosphärenreservat ableistet. Dazu muss der Bewerber ein Formular ausfüllen und beschreiben, wo an seinem Haus wieviel Schwalben nisten. Als Anerkennung gibt es Urkunden und Plaketten. Die Sommeraktion läuft bis zum 16. September. Ausgewertet wird sie Ende Oktober.

Service: Informationen gibt es in der Naturwacht im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg, Hamburger Straße 48/49, in Lenzen. Flyer liegen auch in den Geschäftsstellen der Sparkasse Prignitz aus.

Von Jens Wegner

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